nteuerlichen Umständen wiederentdeckte Vesbild
aus Waakirchen (Obb.) genannt wer-.
Das im Steingußverfahren hergestellte, höh
verfeinerte Obiekt von verhaltener Schönund
ausgewogener Eleganz muß in einer
izialwerkstatt der Metropole um 1425 entiden
sein. Eine in Soalfelden erworbene,
gleiche Figur eines Auferstandenen vom Tydes
„Schönen Gottes" gehört zum Besten,
: die Holzplastik hierzulande aufzuweisen hat.
it entfernt von ieder eng begrenzten Sicht
ßer Lokalbezüge ragen auch die Bestände
ober- und niederbayrischen Räume in die
e Reihe internationalen Kunstschaffens der
itgotik. Aus der Fülle stolzer Künstlernamen
nur die eindrucksvolle Michaelsfigur aus
ihenstephan erwähnt, die Hans Ramisch dem
ister der Blutenburger Apostel (um 1490) zuriet.
Ein weiterer unbekannter Zeitgenosse,
den die Kunstwissenschaft den Notnamen
„Meisters der Altöttinger Türen" eingeführt
, ist mit den herrlichen, 1516 für Salmans-:hen
gestifteten Figuren vertreten. ln Halg
wie in Gewanddrapierung gleicherweise
rvungvoll bewegt, repräsentiert diese Gruppe
lvator und die beiden Johannes) den Rest
es einstmals großartigen Altarensembles.
Landshuter Saat dominiert das frühe "I6. Jahridert.
Werke des „Meisters von Rabenden"
1511 neben dem vielleicht noch bedeutsame-Plastiker
der Donauschule Hans Leinberger
i Landshut, der mit einem Relief seines Früh-
werkes, des Altares von St. Costulus in Moosburg,
vertreten ist.
Die Werke der Tafelmalerei geben gleichfalls
einen gültigen Querschnitt durch das Guvre bedeutender
Meister nördlich und südlich der Alpen.
Der Brixener „Kreuzigung im Gedräng"
(vor 1450), die Weihnachtstafel Lienhards von
Brixen (um 1465) und die Fragmente des Altares
von Weihenstephan, die Jan Polak um 1490
für das berühmte Stift bemalt hat, seien besonders
erwähnt. Ein Flügelpaar Hans Schäuffeleins
(Georg und Christophorus bzw. Stephanus und
Laurentius) ist zwar in dem ursprünglichen Standort
seines Altarverbondes nicht mehr rekonstruierbar,
gehört aber dennoch als wichtiger
Akzent in das Schaffen des späten schwäbischen
Meisters.
Stellvertretend für alle folgenden Epochen mögen
die reizvollen Veduten von Valentin Gappnigg
stehen, in denen um 1700 der große Streubesitz
des Hochstiftes Freising - auch in Osterreich
- festgehalten ist, (Über diese wichtigen
„Alten Ansichten" wird in dieser Zeitschrift in
Bälde ein eigener Beitrag erscheinen.) Auch die
übrigen reichen, noch in Depots lagernden Bestände
der Renaissance und des Barock werden
bald der Öffentlichkeit zugänglich sein.
Neben den Schauräurnen beherbergt das Haus
auch eine reichhaltige Bilbiothek und eine diözesaneigene
Restaurierwerkstätte. An Publikationen
liegt ein „Bildheft l" vor, dem gewiß bald
weitere folgen werden. Überdies ist die Mu-