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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Heft 141)

nteuerlichen Umständen wiederentdeckte Vesbild

 aus Waakirchen (Obb.) genannt wer-.

 Das im Steingußverfahren hergestellte, höh

 verfeinerte Obiekt von verhaltener Schönund

 ausgewogener Eleganz muß in einer

izialwerkstatt der Metropole um 1425 entiden

 sein. Eine in Soalfelden erworbene,

gleiche Figur eines Auferstandenen vom Tydes

 „Schönen Gottes" gehört zum Besten,

: die Holzplastik hierzulande aufzuweisen hat.

it entfernt von ieder eng begrenzten Sicht

ßer Lokalbezüge ragen auch die Bestände

ober- und niederbayrischen Räume in die

e Reihe internationalen Kunstschaffens der

itgotik. Aus der Fülle stolzer Künstlernamen

nur die eindrucksvolle Michaelsfigur aus

ihenstephan erwähnt, die Hans Ramisch dem

ister der Blutenburger Apostel (um 1490) zuriet.

 Ein weiterer unbekannter Zeitgenosse,

den die Kunstwissenschaft den Notnamen

„Meisters der Altöttinger Türen" eingeführt

, ist mit den herrlichen, 1516 für Salmans-:hen

 gestifteten Figuren vertreten. ln Halg

 wie in Gewanddrapierung gleicherweise

rvungvoll bewegt, repräsentiert diese Gruppe

lvator und die beiden Johannes) den Rest

es einstmals großartigen Altarensembles.

Landshuter Saat dominiert das frühe "I6. Jahridert.

 Werke des „Meisters von Rabenden"

1511 neben dem vielleicht noch bedeutsame-Plastiker

 der Donauschule Hans Leinberger

i Landshut, der mit einem Relief seines Früh-



werkes, des Altares von St. Costulus in Moosburg,

vertreten ist.

Die Werke der Tafelmalerei geben gleichfalls

einen gültigen Querschnitt durch das Guvre bedeutender

 Meister nördlich und südlich der Alpen.

 Der Brixener „Kreuzigung im Gedräng"

(vor 1450), die Weihnachtstafel Lienhards von

Brixen (um 1465) und die Fragmente des Altares

von Weihenstephan, die Jan Polak um 1490

für das berühmte Stift bemalt hat, seien besonders

 erwähnt. Ein Flügelpaar Hans Schäuffeleins

(Georg und Christophorus bzw. Stephanus und

Laurentius) ist zwar in dem ursprünglichen Standort

 seines Altarverbondes nicht mehr rekonstruierbar,

 gehört aber dennoch als wichtiger

Akzent in das Schaffen des späten schwäbischen

Meisters.

Stellvertretend für alle folgenden Epochen mögen

 die reizvollen Veduten von Valentin Gappnigg

 stehen, in denen um 1700 der große Streubesitz

 des Hochstiftes Freising - auch in Osterreich

 - festgehalten ist, (Über diese wichtigen

„Alten Ansichten" wird in dieser Zeitschrift in

Bälde ein eigener Beitrag erscheinen.) Auch die

übrigen reichen, noch in Depots lagernden Bestände

 der Renaissance und des Barock werden

bald der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Neben den Schauräurnen beherbergt das Haus

auch eine reichhaltige Bilbiothek und eine diözesaneigene

 Restaurierwerkstätte. An Publikationen

 liegt ein „Bildheft l" vor, dem gewiß bald

weitere folgen werden. Überdies ist die Mu-
            
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