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Full text: Alte und Moderne Kunst XXI (1976 / Heft 146)

 
anfangs nach typisierenden Portrötsiegelzl 
en im Laut der Entwicklung wesentliche 
len zur lkonagraphie von Einzelpersönlich- 
n". Der andere, hier keineswegs ange- 
te Aspekt betraf die Kalligraphie - eines 
ZCHÖHSlEH Beispiele dafür ist der Stittsbrief 
ie Wiener Universität" - und eine Vorweg- 
ie der in jeweils späteren Abschnitten disku- 
n Themen Buchmalerei und Zeichnung. Letz- 
ist am schönsten und wohl auch am bekann- 
1 in der Fischereiordnung Maximilians I." 
zntiert. Mußten die Urkunden also nichtallein 
ihrer ieweils spezifischen Aussage gewertet 
en, ermöglichten sie vielmehr auch durch 
und Ausstattung eine zusätzliche Interpre- 
1 mittelalterlichen Lebens, sa wurden ihnen 
znstönde bewußt gegenübergestellt, die 
seits durchaus ganze Sparten des täglichen 
ns illustrieren konnten, andererseits erstmals 
ieser Geschlossenheit präsentiert wurden: 
reiche Auswahl mittelalterlicher Keramik 
e gezeigt werden, um dem gerecht zu wer- 
was man die Bedeutung Wiens bei der Ent- 
ung dieser Art des Gewerbes für Österreich 
ichnen kann. In Wien lag die Hauptzeche 
ganz Niederösterreich, van hier aus nahm 
Töpferei als organisiertes Handwerk im 
 
 
 
13. Jahrhundert ihren Ausgang, lmportfunde von 
Wiener Keramik im Burgpalast von Buda machen 
die Bedeutung, die die Wiener Töpfer schon am 
Beginn ihrer Tätigkeit erreicht hatten, deutlich". 
Auch dieser Abschnitt der Ausstellung sprach vor 
allem im Hinblick auf die Realieninterpretotion 
für sich, hier trat eher das kunstgeschichtliche 
Moment in den Hintergrund und konnte kaum 
besonders betont werden; Das Aquamanile" mit 
Tierkörper und bärtigem Mönnerkopt ist sicher- 
lich ein bemerkenswertes Beispiel der Kleinkunst 
der Töpferei, seine kunstgeschichtliche Wertung 
mußhinterderkulturgeschichtlich-volkskundlichen 
zurücktreten. Ganz anders verhielt es sich mit 
einem der wesentlichsten Teile der Ausstellung; 
Der Diskussion von St. Stephan", des spatmittel- 
alterlichen Landesmuseums Wiens (Lhotsky). 
Wohl zum stolzesten Besitz des Historischen Mu- 
seums der Stadt Wien zählend und samit auch 
wesentlicher Bestandteil der ständigen Schau- 
sammlung brachte die spezielle Darbietung der 
Plastiken, der Architekturteile, der Glasmalerei 
und der Fresken im Rahmen der Ausstellung ohne 
Zweitel einen Höhepunkt der unmittelbaren Kon- 
taktnahme mit mittelalterlicher Art. St. Stephan 
in diesem Rahmen gesondert zu würdigen, er- 
scheint müßig: Allzu bekannt ist die Bedeutung 

	        

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