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Full text: Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 157)

 
Armband, Th90d0r Fshrner: Wiener 
Pvivatbesltz 
Umzencnnungen. 
1 Patriz Huber, Darmstadt (Entwurf). 
Theodor Fahrrler. Plorzheim (Aus- 
fuhrung) Anhanger. Urnzeuchnung 
nach: Deulsche Kunst und Dekora- 
non 1901 
2 Franz Bares. Stuttgart (Enrwurl). 
Theodor Fahvner. Plorzhelm (Aus? 
fuhrung). Schmuck (Silber, blaues 
Emaihßmzeichnung nach Kochs 
Monographien IX, Schmuck und 
EdeImelaH-Arbevken. Darmsmdl 
o J 
a. J. M. Olbnch (Enlwurl). Thaodov 
Fahrnev. 111011111111" (Ausluhrungy 
Anhangs! (Go4d. Silber, Emaii, 
Perlen) Umzelchnung nach. The 
Studio, 1902 
4. Theodor Fahrner [Ausfuhrungy 
Sulberbrosche mil Türkis und 
Email. Umzaichnung nach- The 
Studio 1902 
s. Franz Bores, Srungar! (Enlwurl). 
Theodor Fahrner, Pforzheim (AUS- 
lührung). Schmuck (Silber. blaues 
Emaill. Umleichnurlg nach- Kochs 
Monographien 1x, Schmuck und 
Edelmelall-Arbeiien, Darmstadl 
O J. 
 
daß mir von den zustandigen Stellen immer das größte 
Entgegenkommen erwiesen wurde, weshalb ich mich 
hier vor allem bei den Patentamtern in München und 
Wien sowie bei der Wiener Handelskammer besonders 
bedanken mochte. 
Für den vorliegenden Beitrag stellte ich aus dem ersten 
Band meiner Markenlexikon-Serie ("Deutschland - 
Edle und unedle Metalle - 187549000 die Plorzheimer 
Marken zusammen (Selbstverlag W. Neuwirth, 
l19O Wien. Barawitzkag. 27f1l31). Es erwies sich, daß 
e nicht nur in Pforzheim - viele Firmen sowohl Objekte 
aus edlem Metall als auch aus unedlem erzeugten, 
sodaß es angebracht schien, beide Gebiete zu erfassen, 
Wenn wir die Produktion der Plorzheimer Firmen aus 
dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts betrachten, 
so gibt es zwar Unternehmen, die offensichtlich riur 
Waren aus edlem Metall herstellten, wie etwa die "Badi- 
sche Silberwarenfabrik Baer 5 Deibele" oder die Firma 
F. Zerrenner. doch überwogen wohl jene Firmen wie 
die Biiouteriefabrik Andreas Daub, die Gegenstände 
in "Gold, Silber, Double und unecht-i (Warenzeichenblett 
1896) erzeugte. 
Die Vielfalt der Gegenstände war erstaunlich. Bei Baer B 
Deibele mm das Warenzeichenblatt (1898) tolgende 
Obiekte an 
"Erzeugung: Silberwareri, wie: Aufsatze zu Konfekt 
und Blumen. Becher und Humpen aller Art, Bestecke 
aller Art, Bierglaser und Kannen, Börsen, Bciwlen-Loffel, 
Butterdosen. Cakesdosen. Zigarren- und Zigaretten- 
Etuis, Eierbecher. Eisgarnitureri. Feuerzarigen, Honigdo- 
sen, Jagdllaschen. Käseplatten. Kaffeeservice. Kinderrol- 
ler, Korbe, Leuchter, Likorservice, Mokkagarnituren, 
Nahnecessaires, Pokale, Portemonnaies. Rahmgarnitu- 
ren, Salztasser. Sardinendosen. Sattelflaschen, Schalen 
aller Art, Schirmgriffe, Schreibzeuge. Sektkühler, Serviet- 
tenringe, Spargelheber und Zangen, Stockgrifte. Tabaks- 
dosen. Tabletten. Tassen. Teeglaser, Teeservice, Teesie- 
be, Toiletteartikel, Tortenspaten (Messer), Vasen, Wein- 
gläser und -kannen. Zahnstochertrager. Zuckerkasteri. 
Zuckerzangem. 
Bei Alb. Aug. Huber nennt das Warenzeichenblatt des 
Jahres 1899, wSchmuckwaren, Uhrketten und Schmuck- 
warenbestandteile aus edlen und unedlen Metallen, 
poliert, vergoldet. versilbert, vernickelt oder mit Goldaul- 
lage versehen", H. Drews (i-Juwelen-, Bi]outerie-. Ring- 
und Krioptlabrik-t) erzeugte 1897 wGoldwaren, wie 
Broschen, Armbander, Ohrringe, Krawatten- und Finger- 
ringe, Medaillons. Nadeln. Knöpfe, Ketten, Kolliers, 
Schirm- und Stockgriffe. Kreuze. Bleistilthalter. Dosen. 
Etuis, Anhänger. Messer". Diese Beispiele umfassender 
Produktion ließen sich beliebig fortsetzen. Am häufigsten 
treffen wir in Pforzheim die Bezeichnung "Bliülltßflefü- 
brik" Für diese Sparte der Metallproduktion ist Pforz- 
heim wohl zu Recht am meisten berühmt geworden. 
doch sollten auch die anderen Erzeugnisse nicht außer 
acht gelassen werden, da Pforzheim eben nicht nur 
eines der größten Zentren der Schmuckiridustrie war, 
als welches es uns heute gelaufig ist, sondern hervorra- 
gende Leistungen auch auf anderen Gebieten der Metall- 
IrtduStrle erbrachte, 
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