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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXIII (1978 / Heft 158)


itt im linken Flügel von Schloß Schönbrunn unebracht

 waren und somit im Verband derjenigen

ne lagen. die während derersten Schonbrunner

atattungsperiode adaptiert worden waren, kann

znommen werden, daß es sich bei der noch

e vorhandenen weiß-goldenen Farbgebung des

salons, des Schreibzimmers und des Schlafners

 um die ursprüngliche, aus dem Anfang der

Jahre stammende Fassung handelt. Waren die

ner der 40er Jahre noch stark von braun-golde-Tönen

 bestimmt. so wandelte sich der Genack

 im Laufe der 50erJahre zugunsten hellerer

bunterer Farbgebung; die Fassung der Möbelke

 verlief in einer dazu parallelen Entwicklung.

er weiß-goldenen Raumausstattungen ist aus

50er Jahren nichts erhalten geblieben (rechter

iel von Schloß Schönbrunn und die Räume der

tigen Prasidentschaftskanzlei in der Wiener



Hofburg). Durch dieses Fehlen der einstigen bunt

gefaßten Zimmereinrichtungen konnte die heute

weit verbreitete fälschliche Meinung entstehen, daß

die Wiener Maria-Theresianischen Mobel fast ausschließlich

 weiß-gold gefaßt waren, Aus zeitgenössischen

 Berichten ist man aber von dem ursprünglich

 grün ausgemalten, um die Mitte der 50er Jahre

entstandenen Schönbrunner Menageriepavillonlg

und von einst in der großen Galerie von Schönbrunn

aufgestellten roten Taburetts informiertm.

Gegen Ende der 60er Jahre tauchte eine aus Frankreich

 übernommene. besonders aufwendig und

kostbar gearbeitete neue Goldfassung in Wien auf.

Ihren neuen Reiz machte das Zusammenspiel verschiedenfarbiger

 Goldtöne aus". Das frühest bekannte

 Beispiel einer solchen Goldfassung in Wien

befand sich in dem 1765769 von lsidor Canneval

umgebauten Palais Paar in der Wollzeile". Kurze

5 Taburett, Buche braun gelaßt, die Schnitzereien vergoldet,

 52x52x47,5 cm. Wien t740l50; Osterr, Museum für

angewandte Kunst (H 1693 b),

6 Taburett, Buche Verschiedenfarbig vergoldet mit

schwarzen Lackteldern. Slcillbezug des 19, Jh.s.

52x37x50 cm. Wien um 1770", Wien, Schloß Schönbrunn

Vieux-laque-Zinrimer

7 Sessel, Buche grun und weiß gefaßt, das Strohgeflecht

ebenfalls grun und weiß bemalt, Hohe. 87,5 cm, England

um 1775: London, Osterley Park,

Anmerkungen 19-24

W H. Wagner a a o s ts4 -r Die Meriagerle liegt neben Mariae

Hltllhg in der Mitte tieiindei SlChElfi innen gruri ausgemalterPavillon

 --1"

 P verlet. Les rrieubles lrancziis du XVIII siedle Paris tsse, l, Bd

s tt rrRechercharil ies rtieubles francais qu a pu posscderl imperatrice

 Marie-Therese nous avoris iadis nete que ies tabourets de

ia galerle de Schoenbrunri de stylc Louis xv rnais d BXÖCLHION autrieriienne,

 sdni rndulures et deints de rouge et or tdiii comme

CEUX que Louis xv avait lait placer dans la Galerie des Glaces a

Versailles i

2' Diesselbe Metirtaraigiteii iani sicn an gleiemeitigen Goldschmiedearbeiten

 iestsielien

" inwieweit diese innere Neugestaltung des Palais Paar auch lurden

wiener Hol lchangcbend war, zeigt eine vori Joseph Piiil. burgl

Vergoldet eingereienie aittsciiriit, in welcher dieser unter anderein

 die VGVQUIGEIZIDEHSH irn Palais Paar als Referenz angibt

lo. Raschauer Gescliierite der Innenausstattung des Lustschlossesseridntiritnnbiss

 Wieril92E,OuelleribarldS 217i rr ,.Daes

riun auch uberriaupt bey dem Vergoldlern seni wenig Arbeit glebl.

und dieses nur Kleinigkeiten, rrieiner Tauglichkeit wegen aber die

Einptei-iiung des Gioßtierzüg von Florenz und die Grat Paarlsche

Arbeit aniiiriren kann. bllißl er um aie Arbeit irn Lustschloß serienbrurm

 i. (um Hoibziuaml, 1771. fol tsoi

n HKAB rote m4 lol losv

M HWI rote Nr.7 (1774), lul39

Zeit später übernahm auch der Wiener Hof diese

neue Fassungsart bei der Neugestaltung derehemaligen

 Retirade Franz Stefans von Lothringen zum

heutigen Vieux-laque-Zimmer (1770) (Abbß). Weitere

 Beispiele für die Anwendung dieser neuen, vielfarbigen

 Goldfassung sind die beiden am Beginn

erwähnten Schloßhofer Sitzgarnituren (Abb.2, 3)

(um 1775). Von einer Reihe heute nicht mehr existenter

 Stücke erfahrt man durch erhaltene Rechnungen,

 in denen sich auch drei verschiedene Bezeichnungen

 für diese neue Fassungsart finden ließen.

 Erstere ist in einer Rechnung des Hof-VergoldersJosef

 Flügl beinhaltet: --1771 nach Schönbrunn

einen Uhr Kasten geliefert daran alle Ornamenten

Stab und Holl-Kellen Iein Collerir vergoldet . . .

28 Fl."-t, Die zweite Bezeichnung ist in einer sehr

ausführlichen Thronsesselrechnung aus dem Jahre

1775 enthalten. Der bürgerliche Vergolder J. Pihl

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