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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXIV (1979 / Heft 166 und 167)

Schmuck am Hauptportal der Pfarrkirche in Terlan.

Ist bei der Georgenberger Gruppe ein Einfluß der

zeitgenössischen schwäbischen Skulptur spürbar.

etwa durch die seeschwäbischen Christus-Johannes-Gruppen,

 so ergeben sich ebenso stilistische

Beziehungen zu den Bauskulpturen des Rottweiler

Kapellenturmes, insbesondere zu deren Thronendev

Madonna. Die um 1340 entstandene Georgenberger

Marienkrönung gehört somit mit der Wiltener Madonna

 und der Nikolausfigur in Meran zu der recht

bedeutenden Tiroler Filiation des wRottweiler Stils".

Ein besonders reizvolles Werk der Sammlung Oertel

ist ein kniendes Stifterpaar (Abb. 5). wohl aus der

Predellenzone eines Schreinaltares stammend und

in Niederösterreich um die Wende vom fünfzehnten

zum sechzehnten Jahrhundert entstanden. Dargestellt

 ist Markgraf Leopold III. (1095-1136), der

Gründer Klosterneuburgs, mit seiner zweiten Frau

Agnes, einer Tochter Kaiser Heinrichs IV. Das Stifterpaar

 kniet einander zugewandt und hielt in den

vorgestreckten Händen das (heute verlorene) Kirchenmodell

 von Klosterneuburg (im linken Daumen

Leopolds befindet sich innen eine alte Bohrung). Bei

der Frage nach der zeitlichen Entstehung könnten

zwei hochnnlitisnhe Frninniecn rnnßnnhnnri nßwn.
            
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