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Full text : Alte und Moderne Kunst XXIV (1979 / Heft 166 und 167)

fty tons of water. drlven up by an engine from

ihames. supplies all the waterworks in the

s and gardensßt-Jisher

 nur Blei in technischer Verwendung be-:hen

 worden. so interessiert vom kunsthistori-1

 Standpunkt mehr. daß am Ende derverschien

 Wasserleitungen oft schöne Brunnen standie

 wiederum aus Blei gebildet waren. Das

1ste erhaltene Beispiel steht im Brunnenhaus

ailigenkreuz im Wienerwald. Auf einer Rundsind

 es fünf gebuckelte Becken aus Blei überider.

 stark versintert; das zweite Becken von

l hat 14 Auslaufrchre, das dritte neun. die dekrmige

 Bekrönung mit Kreuz aus Kupfer wurde

päter hinzugefügt (Abb. 1). Man nimmt an. daß

runnen anläßlich der Erbauung einer Wasserig

 unter Abt Udalrik ll. 1584 errichtet wurde.

Aufzeichnung im Ausgabenbuch vom 5. Mai

sagt: "Zu umbgießung der bleyenen von bauerhackten

 brunmuschl zu Heyligen Creutz er-295

 pfund neues bley, den centnerpeerQ fl, fafl

 33 kr'5.-i Ob nicht auch hier ein mittelalterli-Jcrgänger

 der Waschgelegenheit im Brunnenanzunehmen

 ist? In einem anderen Zisterzienft.

 in Lilienfeld. hatte Abt Petrus Krotenthaler

einen Bleibrunnen errichten lassen. der drei

heln aufwies und 38 Röhrchen; dieser wurde

ler Aufhebung des Stiftes zerschlagen. im

1enhaus des Kreuzganges steht ein neuer

1en von 1BB7'5. Wesentlich jünger sind die

richten von dem Granitbrunnen im Brunnenhaus

 des Kreuzgangs zu Zwettl". Die vom Stamser

Chronisten Wolfgang Lebersorg überlieferte Inschrift

 des Brunnens am Kreuzgang des dortigen

Stiftes spricht von einem Steinunterbau. darüber einerSchale

 aus Erz (l) t-fusis Iitteris-Js. FürBaumgartenberg

 ist von Bruschius die Inschrift des prächtigen

 bleiernen Wasserbeckens überliefert worden:

v-Anno domini 1344 Reinhardus vita fecit pius hoc

opus Abba per manus artificis Liebhardi Pataviensisu,

 also die Herstellung unter Abt Fteinhard durch

den kunstreichen Liebhard von Passauw.

Daß man Blei zur Dachdeckung benutzte, ist heute

nurin modifizierter Form von den t-Bleikammernw in

Venedig geläufig. dem 1797 zerstörten berüchtigten

Gefängnis unter dem Bleidach des Dogenpalastes.

Hervorragende antike Bauwerke waren schon mit

Blei gedeckt. etwaderTempel desMercurius Dunias

aufdem Puy de Dome in Gallien". Das germanische

Haus war mit Stroh oder Schilf gedeckt. und das

blieb auch in den Dörfern so. in den Städten ging

man unter römischem Einfluß auf Schindeln und

auch auf Hohlziegel über". Kultbauten und Klöster

aber erhielten Dächer aus Blei: Papst Alexander Ill.

(1159-1181) hatte sich mit der Person des verschwenderischen

 Abtes von St. Prosper im oberitalienischen

 Reggio zu beschäftigen, der das Dach

seines Klosters verpraßt hatte. "weil esein Bleidach

waru". Leo von Rozmital bewundert auf seiner

Reise durch das Abendland die Kirchen und Klöster

Englands. t-omnia namque sunt desuper plumbo et

stannc contectaßa; beim Brand von London 1666

schmolz das Bleidach der St. Pauls Kathedrale im

Ausmaß von 24.000 m"! Der in Würzburg zwischen

1469 und 1483 nachweisbare Zinngießer Heinz

Bamberger d. J. deckte 1480 den Turm der Marienkapelle

 mit Blei". In anderen Orten entbrannte der

Streit darum. ob die Zinngießer oder die Kupferschmiede

 bleierne wTeicheIn-t (Schindeln) anfertigen

 dürfen: Der ZinngießerJohann Starck d. Ä.. von

Villingen stammend. tätig in Biberach an der Riß.

schreibt 1696 an den Kupferschmied Johannes Geiger

 in Memmingen. daß er seit fünfzehn Jahren

bleierne "Dechelnu gegossen habe. obwohl sich in

Biberach auch Glocken- und Rotgießer befinden".

Jeronimus Kaldtschmidt (Kalchschmidt). wahrscheinlich

 ab 1663 Meister in Memmingen. bescheinigt

 1696 mit den übrigen Geschworenen der

Schmiedezunft dem Kupferschmied Johannes Geiger.

 daß - entgegen den Angaben des Glockengießers

 Rudolph Eichholtz - dem Kupferschmied die

Herstellung bleierner v-Teichelnu von derZunft nicht

abgeschafft worden sein. In Düsseldorf wird noch

der Hut eines Retters aufbewahrt. auf den bei einer

 Brandkafastrophe der Lambertuskirche 1815

das flüssige Blei vom Kirchturm herabgetropft

war". in der vAusführlichen Anleitung zu der ganzen

 Civil-Baukunstw sagt Leonhard Christ. Sturm

1759 im Abschnitt t-Von der Deckung der Dächer-r

über das schwarze Blei. es vdienet zu Altanen.

Dach-Rinnen und Teucheln, Luft-Röhren und Überzügen

 der eisernen und metallenen Klammern. da

man mehr auf Nutzen als Schönheit zu sehen hat-r".



nischer Bleileuchter. ge1unden 1964 Wlldpretktlßauemmarkt

 in Wien Historisches Museum der

d1 Wien

kungen 8- 28 (Anm. 8. 9 s. Text S. 49)

Jr Thvel. Die landeslurslllche Burg ln Graz und Ihre nis1orle

 Entwicklung, Benrage zur Kunstgeschichte Slelermarks

Karn1ens4. hg von Hermann Egger. 1927. s 441 ln Lmz

11er1 die Stücke hlalerrler Rohren vom Mamnsfeld auch lur

serversorgung des Schlosses gehdrl haben Paul Karnltsch,

zur Romerzeil. in. Helmalgaue B, 1927. S 4.L01har Eckhan.

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Nasserversorgung der Celler Altstadt, in Arehaologre des

rlalters und der Neuzeit ln Nledersdchsen Eine Ausstellung

liedersächsischen Mln1s1erlums1ur'Wrssenschail und Kunsl.

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man Frey.D1e Denkmale des Stmos Hslllgenkreul. öslarrsr-:he

 Kunsttopograpnie 19. wlen 192a. s 137, Abb 71 und

120, s 55

Jahre Bsbenberger irl Oslerrelcn, Nlederosrerrelcnlsche

lesausstellurlg 51111 Lil1er11elc 1976. Katalog s 159

8a

8, 8a 2 Spiegelrahmen aus Blei; a) mit Glasresten, Durchmesser

 5,5 cm, b) Bleieinfassung, Durchmesser 5,4 cm.

belde aus Enns-Lorch, Oberösterreich



" Paul Buberl. Dre Kunstdenkmäler des Zlslerzlenserkloslers

zwenl. osrrnarlnsdne Kunsltopographle 29 Baden be1W1en194O

s 16a

werner Koller, Der slarnser clrronrsl Wollgang Lebersorg Annang

 Uberselzung der LebersorgaCnrorllk aus der Drssenauon

von Clemens Holzmelsler 119151 m Das Fens1er,He1112,Frul11aV1r

197a, s 1119 und Äbb au1S112S

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Muhlvlertel 1, Bau und Kuns1der1kmale,Wler1 1990, s 143

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Leonhard Chrrsl S1urm,Aus1uhrllcne Anlellung zu der ganzen

ClvllaEaukunsl, nach dem französlschen Werk vnrr A C Davller

ubersetzr und vermshn. Augsburg, Johann Georg Herlel 1759,

S 2:111.

111

21

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