cwmwou:
Renaissanceofen (Abb. 1). DetaiI-Kachelbild, "Samson
hebt das Tor der Stadt Gaza au! seine Schulter-i. 55.5 x
36 cm.
Renaissanceolen (Abb. 1), Detail-Kachelbild.
Kampf Samsons mit dem Löwen-t. 55.5 x 36 cm.
Renaissanceoien (Abb. 1), Detail-Kacheibild. -Der Tod
Samsons-. 55.5 x 36 cm.
Renaissanceofen (Abb. 1). Detail-Kachelbild, wHeimkehr
des Tobias-n 55.5 x 36 cm.
Renaissanceofen (Abb. 1). Detail-Kachelbild. w-Wappen
der Familie Unterholzen.
Fienaissanceoien (Abb. 1). Detail-Kachelbild. wWappen
der Familie Lasser von Lassereg".
Kachelbild "Fischfang des TObiES". von einem Ofen im
Museum für angewandte Kunst. Budapest.
-Der
4 Rsnaissanceofen (Abb. 1), Detail-Kachelbild. nSamson
hebt das Tor der Stadt Gaza auf seine Schulter-r. 55,5 x
36 cm.
Renaissanceofen (Abb. 1), Detail-Kachelbild,
Kampf Samsons mit dem Löwen". 55.5 x 36 cm.
Renaissanceofen (Abb. 1), Detail-Kachelbild. "Der Tod
Samsons-r. 55.5 x 36 cm.
Renaissanceofen (Abb. 1). Detail-Kachelbild, -Heimkehr
des Tobias-r. 55,5 x 36 cm.
Renaissanceofen (Abb. 1). Detail-Kachelbild. eWappen
der Familie Unterholzer".
9 Renaissanceofen (Abb. 1), Detail-Kachelbild. "Wappen
der Familie Lasser von LBSSQTEQ".
10 Kachelbild "Fischfang des Tobias", von einem Ofen im
Museum fur angewandte Kunst, Budapest.
-Der
cdsimuv
Anmerkungen 4-14
' Strauß, K.. Die Kachslkunsl des 15. und 1c Jahrhunderts. siraßburg,
199a.
p. 100; Tafel es. Teiii den Aulbewahrungseri der Kachel irriiimiich
mifder Bezeichnung r-Museum iri sudapesi- mit-doch die Kachel
ist im Besitze des MuseumslinangewandteKunst inBudapest und
isi momentan in derAusstellung des sehidßrnuseuins von Nagyieieny
zu sehenlnirenfarur is. 271 Maße a6 x55,5 DieKschel war
ein Teil des san-Maree-Nachlasses. wurde jedoch in den ofen
nicht eingebaut Die Kachel wurde dem Museum als Geschenk iien
Karl Csänyi übergeben
5 Strauß, K.. epcii p. 107, Tafel 63-60
oaien des Ofens. welcher irn Museum furangewandte Kunst. wien.
steht: Ke 7019. Hohe 225 cm. Tiefe und Breite 123 xl 10 cm.
ich ergreife hier die Gelegenheit, Herrn Prdf Dr. Wilhelm Mrazek.
den Direktor des Museums für angewandte Kunst in Wien, fur die
grdßziigige Hilfe. mit welcher er mich bei meinen Nachforschungen
unfersiuizi hat, zu bedenken.
E ßraun-Trdppau, E w.; Meisterwerke allen Kunstgewerhes in der
Frarizesburg in Laxenbiirg. In Belvedere lv s. Tafel 44. - 1a d.-koie
Herkunft des olens aus Salzburg ist durch dle alte Notiz aus
dem Jahre 1aa4 verbürgt 4-'
Franz, R r Der Kachelofen. Graz. 1969. pp 109-109; Tafel Nr 9
' lbld. p, 109.
' Siebmacher, G" Grdßes und Allgemeines Wappenbuch. Der salzburgische
Adel. Nürnberg. iaaa. 4. Teil, s wappen; Tafel 1114
Text: p 35
"' schweinbach, Fr.. Uber die Verleihung der salzburgischen Landschaff
an die Familie Lasser v. Zollhslm
ln. Mitteilungen der Gesellschaft fur saizburger Landeskunde
xl. Vereinsjahr 1971. pp. 38-57
" Walz, M. und Frey. c VDfl. Die crabdenkmaier von si. Peter und
Nonberg zu Salzburg. In Larideskunde vlll 2 Abt Salzburg. 196a.
Nr. iso.
" Schroll, ; Osierr. Kunsttopogrephle wien. isis. XI. s. p. 43a.
SchloßL sereg in Niedereim ibld: xll. s wien 191a. Stiftskirche
zum hl. Petrus p a0. Südliches seiierischifi. waiz. Nr. 14s. Nr. 160.
l" ibid; XII. B. p. . Flg. 57. westliche seilenkapelle. Walz. Nr. 207.
ich ergreife hier die Gelegenheit. um mich bei Dr Adolf Hahnl fur
seine Hilfsbereitschaft zu bedanken, mit welcherer mirdie Photos
des Ludwig Ali des Jüngeren zur verfiigung gestellt hat, um die
Analdgie beweisen zu kennen
" siebmacner '0p cit.Ssilsr,G A Der abgestorbene Bayerische
Adel. lll. Te . "rnberg. 1911. p. 116. ibid. IV. s. 4. Abt. Witting. J.-Niederöstefreichischer
Adel ll. pp 443-444. Tafel 209. w
Teile oder die eingesetzten Ersatzteile durch öftere
Ortsveränderungen erklärbar sind. Beide Ofen wurden
wahrscheinlich durch mehrmaliges Aufstellen
mit fehlenden Teilen ergänzt und zerbrochene Kacheln
durch andere ersetzt.
Auf Grund all dieser Vermutungen und zufolge der
feststellbaren Ähnlichkeit des Stiles der Bemalung,
der Farbtöne. der Reliefausarbeitung und der Rahmenform
schließen wir, daß beide Öfen von demselben
Meister gestaltet worden sind. Eine Auffassung,
die auch von der Tatsache unterstützt wird, daß
beide Öfen aus Salzburg stammen. Da die bisherigen
Forschungen den Wiener Ofen vorzüglich der
Strobl-Werkstatt bzw. mit Strobl dem Älteren in Verbindung
bringen. vermuten wir, daß auch der Ofen
in Gran aus der Strobl-Werkstatt stammt.
Am Oberbau des Graner Ofens wurden zwei Reliefkacheln
angebracht. welche zwei verschiedene
Wappen aufweisen. Die Wappen waren bisjetzt unbekannt.
doch der Beweis ihrer Herkunft könnte
vielleichtausschlaggebend in bezug aufden Besteller
und ersten Besitzer des Ofens sein.
Wir hatten den Eindruck, daß die Wappen die Schilder
eines Ehepaares sein könnten und ihre Abstammung
bzw. die beiden Familiennamen sich
decken. Da laut der Fachliteratur der Ofen aus Salzburg
stammen sollte, haben wir zuerst in Siebmachers
Großem und Allgemeinem Wappenbuch die
Wappen des Salzburgischen Adels eingehend
durchfcrschts. Einem sorgfältigen Vergleich der Kachelphotos
mit den Wappenbildern zufolge ist es
uns gelungen, das auf der rechten Seite des Ofens
gegenüberstehende Wappen mit dem der Familie
Lasser von Lassereg zu identifizieren (Abb. 9). Die
Beschreibung des Wappens ist folgende: In Blau ein
goldener schräglinker Balken, der mitdrei silbernen
Kleeblättern hintereinander belegt ist. - Kleinod:
blauer geschlossener Flug, mit der Schildfigur belegt.
- Decken: blau-golden. Das Wappen wurde an
Ruprecht Lasser von Maximilian dem I. am 24. 2.
1514 in Wels verliehen. um seine Dienste zu belohnen.
im Jahre 1538, den 23.3., wurde jedoch Ruprecht
I. und seine iiehel. Nachkommen-r von Kaiser
Ferdinand mit Wappenverbesserung in den Reichsund
österreichischen Ritterstand erhoben. Das im
Jahre 1514 verliehene Wappen wurde daher mit
Steckhelm und Krone versehenm. Das Wappen am
Graner Ofen ist in Inhalt und Farbenpracht mit dem
vermehrten Wappen der Familie Lasser identisch,
mit dem Unterschied, daß der Balken in entgegengesetzter
Richtung, d.h. schrägrechts. steht. Doch
ebenso wie auf der Kachel wurde das Wappen Ru-9
precht Lassersan seinem Grabstein" im Stift St. Peter
in Salzburg dargestellt (Abb. 12).
Die Bestimmung des zweiten Wappens verursachte
größere Schwierigkeiten, da es im Band Siebmachers
eDer Salzburgische Adel- nicht aufzufinden
war. Dadurch wurde klar, daß das Wappen aus einer
anderen Gegend stammen mußte. Da man am Grabstein
Ruprecht Lassers feststellen konnte. daß dort
auch die Wappen der Ehegattinen angebracht waren,
haben wir vermutet, das Wappen vielleicht an
einem Grabstein eines anderen Mitgliedes der Familie
Lasser auffinden zu können. Wir haben daherdie
Literatur in bezug auf die Güter und Gräber der Familie
Lasser überprüft, ohne jedoch zu einem Ergebnis
zu kommen". Das Geheimnis des Wappens
wurde trotzdem in Salzburg gelöst. In der Stiftskirche
St. Petersind viele Grabsteine und Epitaphe nobler
Familien aufbewahrt. In der westlichen Seitenkapelle
steht das Epitaph des r-Ludwig Alt des Jüngeren
von Gcildensteinu (Abb. 13). ln Marmor geschnitten,
ist es im Mittelfeld mitsymbolischen Szenen
geschmückt, die in hoher Relleftechnik ausgearbeitet
sind. Die Namentafel trägt die Daten des im
Jahre 1586 verewigten Ludwig Alt. Am oberen Teil
des in einem architektonischen Rahmen gefaßten
Grabmales befinden sich die Wappen des Verewigten
und dessen Ehegattinnen, Unter diesen Wappen
befindet sich auch ein Wappen mit dem Familiennamen
r-Unterholzerii, welches mit dem zweiten
Wappen des Graner Ofens identisch ist".
Dieser neuen Spur nachgehend. haben wir die Genealogie
der Familie Unterholzer studiert". Die Familie
stammt eigentlich aus Bayern, doch ein Zweig
wanderte nach Österreich ab, Das Wappen der in
Unterösterreich lebenden Familie Unterholzer wurde
folgendermaßen definiert: i-Geteilt oben in Blau ein
goldener sechsstrahlenderStern, unten in Gold drei
schrägrechte blaue Balken. Der Steckhelm mit
blau-gold. Decke trägt einen öffentlichen Adlersflug,
beiderseits die Schildligur wiederholend, jedoch
die Schrägbalken der beiden unteren Hälften
sparrenweise zusammenlaufend," Dieses Wappen
wurde im Jahre 1550 statt des Stechhelmes mit einem
Turnierhelm verbessert. Die Wappenverbesserung
erhielt Sebastian Unterholzer am 30. 11. 1550,
als er in die Reihe der Adeligen aufgenommen wurde.
Dasselbe Wappen wurde auch auf der Reliefkachel
des Graner Ofens dargestellt und stimmt in
Farben und Verzierung mit diesem überein (Abb. 8).
Nachdem es uns gelungen ist. das Rätsel um die
beiden bis jetzt unbekannten Wappen des Graner
Ofens zu lösen. haben wir uns bemüht. auch die ehe-15