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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 168)


irden müssen. Doch ist es offensichtlich, daß eine

ner letzten Skulpturen, der "Große Kopf" von

59, von dem monumentalen Bildnis Konstantins

s Großen im Museo dei Conservatori auf dem Kaol

 im Rom angeregt ist. Der Künstler war sich die-'

 Beziehung vollkommen bewußt, dennoch ware

 in allen Werken der hier behandelten Künstler-:

 Bezugnahme nur der erste Schritt in einen

wöplerischen Entwicklungsprozeß, dessen Resuleine

 vollkommene Ausprägung der persönlichen

aion Giacomettis ist.

s Konzept der Surrealisten und insbesondere ihr

f Ironie und Venuandlung gerichtetes Verhältnis

rVergangenheiteröffnetezahlreicheWegefiirdie

nstler der nachfolgenden Generationen. Bis in

e Bereiche der heutigen lntermedia sind diese

swirkungen sichtbar. Yves Klein nahm für seine

ictoire de Samothrake-x von 1962 die berühmte

ulptur aus dem Louvre als Thema, doch er veränrte

 in radikalerweise ihre Erscheinung durch das

Iu, das in starkem Kontrast zum weißen Marmor

s Originals eine vollkommen neue Wirkungsnuce

 aufschließta. In gleicher Weise verwandelte er

chelangelos wSterbenden Sklavene aus dem

uvre. der genau 10 Jahre später für den holländi-1en

 Künstler Pieter Mol als Modell für die Pose

s wSelbstportraits-r werden solIte'. Yves Kleins in

au gefärbter "Sterbender Sklave" nach Michelanlo

 von 1962 und Pieter Mols "Sterbender Sklave.

lbstportraitu von 1972 zeigen die rapide Entwickig

 der künstlerischen Sprache, aberauch die Verderungen

 in der Aneignung der Vergangenheit.

s der bei Yves Klein noch immeraufder Basisdes

rrealismus aneignenden Verfremdung ist bei Pie-Mol

 die restlose Identifikation des eigenen Körrs

 mit der komplexen Realität eines plastischen

iisterwerkes aus der Vergangenheit getreten. Auantizität

 ist auch in der Relation der zeitgenössi-1en

 Kunst zur Vergangenheit ein wichtiges Argum!

 geworden.

Italien erschloß das Werk von Pino Pascali neue

nensionen einer Entdeckung vergangener

nsts. Viele seiner Arbeiten sind von prähistori-16H

 Objekten inspiriert und stellen deren magi-1e

 Intensität auf der Ebene der zeitgenössischen

nsibilität neu her. In seinem Werk elI Colosseo"

1 1964 gibt Pascali eine plastische Variation des

Iiken Bauwerks in verkleinertem Maßstab und betzte

 das Klischee seiner Berühmtheit als zusätzlies

 Wirkungselement. Ein solches Verfahren ist

n gleichzeitigen Formen der amerikanischen

p-art venuandt. allein mit dem Unterschied. daß

scali die abendländische Tradition zu einem in-
            
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