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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 168)

:uelles KunstgeschehenlÖsterreich

tfiö Academia l Ulrike Turin

n ihren Stilieben iwreaiew Gegenstände aus einer von

Jewohnten Umgebung. So sind etwa die Architektoiines

 Grashalme oder aufgeschnittene Früchte wie

i-Assemblagenu von Schneckenhäusern Grund geailes

 andere, das heißt dabei Unwesentllche, wegzuin.

 Wie in den gleichzeitig hier gezeigten Bildern von

ar Müllerstaedi

also zwar in Form, Farbe und Technik eine überlieferidsprache

 gepflegt; durch Verwendung diffuser Hinünde

 oder einer iizeitu-iosen Lichtführung wird aber

Arbeiten eine eigenartig quaiitätvoile Verfremdung

i. Bei Müilerstaedt steht der Mensch im Zentrum, eizits

 wird Isolation deutlich gemacht, unfreiwillige

freiwillige durch iiTarnkapl-"lsnu, mit denen sich vielt

 sensible Individuen gegen eine wie die Pest um

greifende Vermassung schützen mögen. Wie dem

sei, alle Bilder dieser beiden nBeriiner Maierpoeten.

faszinierend. (8. 11. -3. 12. 1979) - (Abb. 12)

Franz Wagner

i

bruck - Landesmuseum Ferdinandeum I

:ographie als Kunst 1879 - 1979 - Kunst als

:ographie 1949 - 1979

ar die größte Fotoschau, die bisher in Österreich gewurde.

 900 Objekte gaben einen sehr anschaulichen

blick der Entwicklung. in der in zwei Teile geglieder-.ussteiiung

 wurden Arbeiten von 230 bekannten Fotoin

 aus den verschiedensten Ländern der Weit ge-.

 Von besonderem Reiz, neben frühen Dokumentatotos,

 waren die vielen künstlerischen Gestaltungen

esem Medium der Frühzeit, sei es nun durch die fotoiische

 Leistung, sei es durch die Auswahl des Moden

 Ausschnitt oder die Optik. Experimentelle Fotos

ieuen Sachlichkeit und Dada sind mit den Namen beter

 bildender Künstler jener Jahre, wie Herbert Bayaoul

 Hausmann, György Kepes. Laszio Mohoiy-Nagy,

lnden. interessant, daß der abstrakte Expressionisnicht

 entsprechend vertreten war. Eine folgerichtige

etung fand die Reportage über unsere Zeit, die mit so

tigen Fotografen wie Ernst Haas, Robert Frank und

er-B resson belegt war. Die Ausstellung war dem Anen

 Heinrich Kühns, des großen innsbrucker Pioniers

lem Gebiete dieser Kunst, gewidmet. Kurator war Peieiermair,

 der auch bei der Gestaltung des Katalogs

zheidend mitwirkte. (14. 8. - 7. 10. 1979) - (Abb. 13)

ausammlungen

erbst dieses Jahres ist ein neuer Führer durch die

niungen erschienen. Die Redaktion lag in den Hänron

 Gert Ammann, die Texte schrieben Erich Egg, Lite

 Zemmer-Plank und Gert Ammann. Es ist ein erich

 übersichtlicher Katalog von handlichem Format,

iSSSti Vorwort der Direktor des Hauses, Hofrat Dr.

einen kurzgefaßten historischen Überblick des MulS

 gibt. in einem Rundgang durch die vielen Räume

en die Objekte, beginnend bei jenen der Jungsteln-)lS

 zu jenen der Gegenwartskunst, kurz und prägnant

nnt und beschrieben, zahlreiche schwarzwelße und

ge Bilder ergänzen. Der Schwerpunkt liegt bei den

ilalterlichen Objekten.

lfie im Taxispalais I Osterreichische Zeichnunund

 Aquarelle des frühen 20. Jahrhunderts

ixponate waren von Peter Weiermair aus den Beständer

 Graphischen Sammlung Albertina Wien ausget

 worden und begannen zeitlich mit Gustav Klimt und

l Schiele, die geschickt gegenübergestellt wurden.

Expressionismus war durch Gerstl. Kokoschka,

.ki und Kolig vertreten. Dominant in den gezeigten

ern waren als Motiv Akt und Porträt. Das Aquarell

e vor altern durch Arbeiten von Gütersloh und Oskar

e belegt. Eine sehr wichtige Zeichnung von Rudolf

(er wies auf Kommendes. Graphische Blätter von

aim Thöny und Alfred Kubin schlossen den gesetzten

aum ab. (24. 7.-30. 10. 1979)

nten

lGh - Galerie an derStadtmauerlWinnie Jakob

an vielen Karikaturen in verschiednen Zeitungen bete

 Künstlerin zeigte ihre markanten Strichzeichnunimmer

 wieder hält sie mit wenigen Linien charakterihe

 Merkmale von Menschen aus dem öffentlichen

n fest. Daß es sich dabei gleichsam um stenographi-Aufzeichnungen

 mit viel Um- und Freiraum handelt,

den Blättern eine große Unmittelbarkeit. Ähnliches

iuch von den gezeigten Städtebiidern (17. 10.- 9. 11.

i

ert Zeppei-Sperl

llaier, der der Gruppe der "Wirklichkeiten" angehörte,

ohl der poetischste von ihr. Aus allen seinen Werken

ht eine große Fabuiieriust. Die großäugigen, rundbul

 und auch sonst recht gesund wirkenden Weibspern,

 die er wiedergibt, sind auch in dieser Ausstellung

in Ölbiidern, Zeichnungen und Aquarellen vertreten gewesen.

 Die Farben sind heiter und sanft. (14. 11. -6. 12. 1979)

Adolf Pianner

Der Künstler, der sich erst seit kurzer Zeit mit einigen

Ausstellungen bemerkbar gemacht hat, kann schon auf

ein beachtliches Oeuvre verweisen. Hier zeigte er Ölbilder

und Aquarelle, in denen eine gewisse farbliche Noblesse

und eine Großzügigkeit im Strich zu bemerken sind.

(11. 12. 1979- 11. 1. 1980) - (Abb. 14)

Galerie im Tomschenhof I Jorge Castiilo

Diesem bekannten spanischen Künstler hat die Galerie

bereits 1976 eine Ausstellung gewidmet. Der etwa

45lährlge Maler zählt bereits über 15 Jahre zu den weltweit

 bekannten Grafikern und Zeichnern Europas. Seine

weniger bekannte Malerei war diesmal der Mittelpunkt

der Ausstellung. (1.-B. 12. 1979)

Steiermark

Graz - Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum

 I Werke der XIV. internationalen Malerwochen

 in der Steiermark

Wieder nahmen 14 Künstler aus verschiedenen Ländern

an den Malerwochen in Gieisdorf teil. Die Ergebnisse ihrer

 Arbeiten, 75 Exponate, wurden hier gezeigt. Ob es die

Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten wie bei Drago

 Mojovic ist, die Feidergreifung bei J.J. Taupe oder die

Llchtinstailationen des Damir Sokic sind, die Malerei und

Zeichnung im überkommenen Sinn tritt immer mehr in

den Hintergrund. Einzig bei der Ungarin Vaieria Värnai,

die bereits vor einigen Jahren an den Maierwochen teilgenommen

 hatte, ihrem Landsmann Sandor Retfalvi, der in

St. Margarethen im Burgenland als Bildhauer arbeitete,

und dem Wiener Polen Krzysztof Glass, auch bei dem Jugosiawen

 Zarko Jakimovski konnte der Einstieg in das

Werk von gegenständlich wiedergegebenen Dingen ge

funden werden. Manche, wie der genannte Sokic, so will

es uns scheinen, machen es sich doch zu leicht. Eine entsprechende

 Antwort hat diesen Richtungen wohl ein anderer

 Teilnehmer mlt seinem nglass-senso-gack. gegeben

(8. -23. 9. 1979) - (Abb. 15)

Franz Motschnig

Der 1951 in Vöikermarkt, Kärnten, geborene Bildhauer ist

gelernter Tischler, und Holz ist auch der Werkstoff, mit

dem er sich als Künstler auseinandersetzt. Die 28 Skulpturen,

 Entwürfe und Skizzen zeigten deutlich Motschnigs

Herkommen. Was er aber aus diesen seinen Fähigkeiten

gemacht hat, ist beachtenswert. Da gibt es vor allem to

temartige Stelen, die an afrikanische Kultfiguren erinnern.

 Da gibt es verschränkte und in Beziehung gesetzte

Rahmen und da gibt es raketenglelche Phalien. Allem ist

ein gewisser Drang nach Bewegung eigen. Alles ist sehr

sauber ausgeführt. Man spürt, daß der Künstler etwas zu

sagen hat und sich die Sache nicht zu leicht macht. (6. 10.

bis 4. 11. 1979) - (Abb. 15 ii.)

Eduard Hänggi

Der 1907 in Graz geborene Metallplastiker stellte 22 Arbeiten

 aus, die im Laufe der letzten Jahre entstanden sind.

Hänggl tritt schon seit Jahren immer wieder mit kauziglustigen

 Eisenpiastiken hervor. Auch dieses Mal sind einige

 Stoffpuppen und andere Montagen in diese Richtung

orientiert. Eine ganze Anzahl anderer Objekte aber, wie

iiDoppelschwungk und vGegenschwungii, sind formschöne

 Bildungen mit mobilem Charakter. Viele dieser Plastiken

 sind vlelleicht "zu" schon. Der skurrile Hänggi jedenfalls

 schien uns aussagekräftiger zu sein. (16. 11. -9. 12.

1979) - (Abb. 1G re.)

Stefan Gyurko

Auch Gyurko ist in Volkermarkt, Kärnten, geboren (1952),

er studierte und lebte aber lange in Graz, von ihm waren

51 Exponate zu sehen. Die Bilder sind durchwegs in einer

Mischtechnik gearbeitet, wobei der Maler oft Coliageeiemente

 einsetzt. Meist sind diese Montagen sinnbezogene

Reaiitätsfetzen, die mit verbalen Äußerungen gekoppelt

werden. Das Fragmentarische ist vorherrschend. Der

Farbauftrag, wenn vorhanden, ist meist flüchtig, oft hingespritzt,

 dem Zufall ausgesetzt, wie vieles in unserem

Gefüge flüchtig und dem Zufall anheimgegeben ist. Bei

all diesen Ungewolltheiten und doch wieder Formgebungen

 haben die Bilder eine starke Spannung, die den Betrachter

 nicht los iäßt. (16. 11.-Q. 12. 1979) - (Abb. 17)

Graz - Galerie Czernyl Egon Wucherer

Es ist die erste Ausstellung in dieser Privatgalerle in Graz,

die eine neue kunstfordernde Initiative eröffnet. Wucherer,

 1917 in Woiian geboren, lebt in Klagenfurt, er ist mit

seinen Graphiken und Drucken international bekannt geworden.

 Hier zeigte er Aquarelle und Handzeichnungen.

iwWucherer versteht es, in seinen Kohie- und Kreldezeichnungen

 die schwarze Farbe auch malerisch einzusetzen...

 Auch Beiiäuflges kann Form annehmen...-(L.

 Springschitz). immer wieder finden wir auch bei ihm

gefundene Gegenstände in die Bildfläche einbezogen.

(27. 9. bis 31. 10. 1979) - (Abb. 18)

Oberösterreich

Linz - Neue Galerie! Eröffnungsaussteilt

neuen HEUS

Boten die alten Räumlichkeiten nur 700 Quadratm

sämtliche Belange, so sind es jetzt 3000. in Nebeni

werden eine Katalogsammlung, eine Bibliothek, ei

Blätter umfassende und zugängliche graphische

lung geboten. Für Vortrage, Lesungen, Film- und

Vorführungen, Diskussionen, Workshops und Kinaktionen

 steht ein modern eingerichteter Mehrzwi

zur Verfügung. Bei der Eröffnungsausstellung

man die reichen Bestände der modernen Kunst, dir

sitz des Hauses sind, erstmals in einer reizvollen u

trastreichen Hängung sehen. (28. 9. - 20. 10. 1'.

(Abb. 19)

Joan Miro

Joan Miro, 1893 in Barcelona geboren,zähltzu den

tendsten und zugleich vielseitigsten Künstlern i

Jahrhunderts. Die Schau umfaßte 120 vorwiege

den letzten zehn Jahren stammende Exponate. Sie

größte, die bis jetzt von diesem Künstler in Ostern

zeigt wurde. (25. 10. - 1. 12. 1979)

Linz - Landeskulturzentrum Ursulinenhof

spiele junger Kunst aus Oberösterreich

im Rahmen der Taientförderung des Landes Willi

Werke von 9 bildenden Künstlern gezeigt. Die E:

beweisen, daß Oberösterreich keine Nachwuchs

an qualitätvoilen Künstlern hat. Etliche dieserjung

ler haben schon an großen Ausstellungen teilgenr

und auch hier wurde ihr Konnen dokumentiert. Si

Anzing erzählt in kindlicher Fabuiieriust. Gerhard

kommt vom Pop. Therese Eisenmann zeigte geku

gurale Kompositionen in verschiedenen Drucktec

Christian Glas ist streng und konstruktiv. N. W. Hii

ger entwirft seine phantastischen Maschinen. Pet

mer sieht Kontraste in unserer Umgebung. Leonhz

mann gibt einen wichtigen Beitrag zur Landschaf

rei. Maria Moser sieht hinter die Dinge und deutet

sabeth Schickmay hat der Batik einen neuen R:

schlossen. Namen, die man sich merken soll. (6.!

1979) - (Abb. 20)

Linz - Brucknerhaus l Herbert Dimmel

Aniäßiich seines B5. Geburtstages wurden 56 We

Künstlers gezeigt, darunter auch selten geseheni

ten aus der Zwischenkriegszeit. Der Uberbiick l

daß sich Dimmel in seiner Malweise immer treu ge

ist und doch einen tiefgehenden Wandel durchgi

hat. Besonders erfreulich war, daß man aber gerac

bei den in den letzten Jahren entstandenen Bilde

faszinierende Lebendigkeit feststellen konnte. De

nen solchen Anlaß eher schmale und schlichte i

sagte viel über das Leben, Wirken und Werk des J

aus (29. 10. -9. 11. 1979) - (Abb. 21)

Niederösterreich

Mödiing - Galerie Arcadel Eva Meioun

Ölbilder und Mischtechniken in einer sehr präzis:

sterhaften Technik gemalt. Sie zeigten ruhige ur

mungsvolle Landschaften, Stilieben und Porträts

ten frühlingshaften oder herbstlichen Farben. Es

stille Welt voll surrealer Bezüge. Die Stilieben bevr

einfache Gegenstände in kühlen Arrangements.

bis 3. 11. 1979) - (Abb. 22)

Langeniois - Galerie Helga Göttlicher l i

Zens, Heinz Bohrer, Doris Raymann-Nowe

Dieter Raymann

Am wesentlichsten waren wohl die Exponate von

Zens. Es handelte sich dabei um Landschaften ii

technik, Mischtechnik und Radierungen. Zens" ani

de, vieles offen lassende Art wird mehr und mei

viert. Die Farben sind ruhig. H. Bohrer zeigte i-radie

tstk zum Thema nathosm pie beiden Raymanns

Schmuck aus Gold und Silber. (17. 11.-14. 12.1

(Abb. 23)

Eichgraben - Galerie Verein für Kunst und

Eichgraben

Die rührige Galerie brachte in der heurigen Saisi

ganze Reihe interessanter Ausstellungen. Zuei

Theo Braun mit seinen "Mutationen" hier zu seher

ge Öibilder, wie er sie auch im Künstlerhaus in Vi

zeigt hatte, und subtile Druckgraphiken. Dann fol

cia Kellner und Pardita Mutschmann-Sonchez. l

zeigte Keramiken, Kellner über 30 Porträts, teils ne

ien Vorlagen, teils imaginäre. Wilfried Zeller-Zel

bot dann seine witzigen, spritzigen Federzeichnun

ne unter dem allgemeinen Titel iwGruB aus Eich;

laufende Ausstellung, an der sich 15 bekannte k

beteiligten, folgte. Den Abschluß bildeten, zum Ai

des "Jahres des Kindes-l, Kinderzeichnungen. l

wurde das Programm durch Konzerte, Dichterie

und eine Aufführung des i-Pupodromu. (Abb. 24)

Aloi:
            
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