4 Schloß Goldegg, Luhbwld von Süden
(Aufnahme Dr Lothar Backe!)
5 Scmoß Goldegg. Bhck m den Burg!
hof
6 Schloß Goldeggneuesüeppenhaus
7 Schloß Goidegg, Cafetena m Erdgeschoß
8 Fnednch Loos, Schloß Gmdegg.
1834 Zeichnung, lavrerl. Sawzburger
Museum Carohno Augusteum
Scmoß Gmdegg. Saal um Pa4as
aufhin wieder wechselnden Pflegern wurden zweifellos
immer wieder bauliche Veränderungen am Schloß
durchgeführt.
1838 entstanden nach umfangreichen Bauarbeiten
neue Raumfolgen im Westtrakt,
Ab 1859 steht das Schloß in Privatbesitz, zuerst von
Max Graf O'DoneIl, der durch die Abwehr eines Attentats
auf Kaiser Franz Josef bekannt geworden war,
und ab 1874 im Eigentum von Hubert Max Friedrich
Graf Galen.
1959 erwarb es die Erzdiözese Salzburg, die ursprünglich
beabsichtigte, hier ein Bildungshaus einzurichten.
Von ihr gelangte es 1973 ins Eigentum der Gemeinde
Goldegg.
Im Gefolge zweier Weltkriege waren an dem Gebäude
kaum Reparaturen vorgenommen worden, wodurch
die Bausubstanz des Schlosses sehr gelitten hat.
Mit Hilfe vom Land Salzburg und dem Bundesdenkmalamt
wurden die weitläufigen Dächer zum Teil neu
gedeckt.
ln den 50er Jahren war bereits die langdauernde Restaurierung
des Ftittersaals in Angriff genommen worden.
Dort war seit ca. 100 Jahren die Wand- und
Deckenvertäfelung abgenommen und verpackt gela-G
gert; ein Geschenk Kaiser Franz Josefs an das Salzburger
Museum, von dem es aber wegen Platzmangels
nie abgeholt wurde. Laufende, jedoch nur geringe
Subventionen der öffentlichen Hand ermöglichten
lediglich Kleinstbaumaßnahmen zur Behebung von
Schäden. Man erkannte, daß auf diesem Weg eine
endgültige Nutzung des Schlosses nur gefährdet würde.
In dieser Situation regte die Kulturabteilung des
Amtes der Salzburger Landesregierung die Erstellung
eines Gesamtkonzepts an, um die finanziellen Mittel
auf ein Endziel auszurichten. Dieses Planungskonzept,
von den Architekten DipL-lng. Koloman Lenk,
Salzburg, und o. Prol, DipL-lng. Günter Zeman, Wien,
gemeinsam mit der Gemeinde Goldegg entwickelt und
ab 1978 realisiert, sah vor:
- Einrichtung eines Schloßcafes, um langfristig
auch Einnahmen zu erwirtschaften.
i Einrichtung eines Kulturzentrums mit musikalischen
und künstlerischen Veranstaltungen sowie
Ausstellungen für das einheimische Publikum
und Gäste des Salzburger Landes,
- Museale Räume.
Insbesondere bedurfte es eines den heutigen bauund
veranstaltungspolizeilichen Bestimmungen entsprechenden
Stiegenhauses für die Erschließung der
Haupträume der einzelnen Geschosse. Es gab Überlegungen,
dieses Stiegenhaus frei, jeweils in Verbindung
mit den Geschossen in Form eines Treppenturms
an der Außenmauer des Westtraktes des
Schlosses anzusetzen. Dadurch hätten sich größere
Foyers für die Veranstaltungsräume ergeben, und die
haustechnischen Erfordernisse wären problemloser
und organischer integrierbar gewesen. Schließlich
wurde von dieser architektonisch zwar reizvollen, in
unserer Zeit vermutlich aber umstrittenen Lösung Abstand
genommen, Es gelang dann, ein Treppenhaus
an einer architektonisch unempfindlichen Stelle im
Gebäudeinnern einzubauen. Seine Gestaltung entspricht
in den technischen Anforderungen, wie in der
Wahl der Materialien und Ausbildung der Details der
Architektur unserer Zeit. Der Entwurf des Stiegengeländers
stammt von Josef Symon, Hochschule für angewandte
Kunst. Wien. Die größeren Fenster dieses
Stiegenhauses lassen einerseits diese Neubauzone
auch in der Fassade erkennen, andererseits ermöglichen
sie dem Besucher einen sich weit öffnenden
Blick in die Parklandschaft und das Gebirge um Goldegg.
Das neue Stiegenhaus erschließt nicht nur die