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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 180 und 181)

4 Schloß Goldegg, Luhbwld von Süden

(Aufnahme Dr Lothar Backe!)

5 Scmoß Goldegg. Bhck m den Burg!

hof

6 Schloß Goldeggneuesüeppenhaus

7 Schloß Goidegg, Cafetena m Erdgeschoß



8 Fnednch Loos, Schloß Gmdegg.

1834 Zeichnung, lavrerl. Sawzburger

Museum Carohno Augusteum

Scmoß Gmdegg. Saal um Pa4as

aufhin wieder wechselnden Pflegern wurden zweifellos

 immer wieder bauliche Veränderungen am Schloß

durchgeführt.

1838 entstanden nach umfangreichen Bauarbeiten

neue Raumfolgen im Westtrakt,

Ab 1859 steht das Schloß in Privatbesitz, zuerst von

Max Graf O'DoneIl, der durch die Abwehr eines Attentats

 auf Kaiser Franz Josef bekannt geworden war,

und ab 1874 im Eigentum von Hubert Max Friedrich

Graf Galen.

1959 erwarb es die Erzdiözese Salzburg, die ursprünglich

 beabsichtigte, hier ein Bildungshaus einzurichten.

 Von ihr gelangte es 1973 ins Eigentum der Gemeinde

 Goldegg.

Im Gefolge zweier Weltkriege waren an dem Gebäude

kaum Reparaturen vorgenommen worden, wodurch

die Bausubstanz des Schlosses sehr gelitten hat.

Mit Hilfe vom Land Salzburg und dem Bundesdenkmalamt

 wurden die weitläufigen Dächer zum Teil neu

gedeckt.

ln den 50er Jahren war bereits die langdauernde Restaurierung

 des Ftittersaals in Angriff genommen worden.

 Dort war seit ca. 100 Jahren die Wand- und

Deckenvertäfelung abgenommen und verpackt gela-G





gert; ein Geschenk Kaiser Franz Josefs an das Salzburger

 Museum, von dem es aber wegen Platzmangels

 nie abgeholt wurde. Laufende, jedoch nur geringe

 Subventionen der öffentlichen Hand ermöglichten

lediglich Kleinstbaumaßnahmen zur Behebung von

Schäden. Man erkannte, daß auf diesem Weg eine

endgültige Nutzung des Schlosses nur gefährdet würde.

 In dieser Situation regte die Kulturabteilung des

Amtes der Salzburger Landesregierung die Erstellung

eines Gesamtkonzepts an, um die finanziellen Mittel

auf ein Endziel auszurichten. Dieses Planungskonzept,

 von den Architekten DipL-lng. Koloman Lenk,

Salzburg, und o. Prol, DipL-lng. Günter Zeman, Wien,

gemeinsam mit der Gemeinde Goldegg entwickelt und

ab 1978 realisiert, sah vor:

- Einrichtung eines Schloßcafes, um langfristig

auch Einnahmen zu erwirtschaften.

i Einrichtung eines Kulturzentrums mit musikalischen

 und künstlerischen Veranstaltungen sowie

Ausstellungen für das einheimische Publikum

und Gäste des Salzburger Landes,

- Museale Räume.

Insbesondere bedurfte es eines den heutigen bauund

 veranstaltungspolizeilichen Bestimmungen entsprechenden

 Stiegenhauses für die Erschließung der

Haupträume der einzelnen Geschosse. Es gab Überlegungen,

 dieses Stiegenhaus frei, jeweils in Verbindung

 mit den Geschossen in Form eines Treppenturms

 an der Außenmauer des Westtraktes des

Schlosses anzusetzen. Dadurch hätten sich größere

Foyers für die Veranstaltungsräume ergeben, und die

haustechnischen Erfordernisse wären problemloser

und organischer integrierbar gewesen. Schließlich

wurde von dieser architektonisch zwar reizvollen, in

unserer Zeit vermutlich aber umstrittenen Lösung Abstand

 genommen, Es gelang dann, ein Treppenhaus

an einer architektonisch unempfindlichen Stelle im

Gebäudeinnern einzubauen. Seine Gestaltung entspricht

 in den technischen Anforderungen, wie in der

Wahl der Materialien und Ausbildung der Details der

Architektur unserer Zeit. Der Entwurf des Stiegengeländers

 stammt von Josef Symon, Hochschule für angewandte

 Kunst. Wien. Die größeren Fenster dieses

Stiegenhauses lassen einerseits diese Neubauzone

auch in der Fassade erkennen, andererseits ermöglichen

 sie dem Besucher einen sich weit öffnenden

Blick in die Parklandschaft und das Gebirge um Goldegg.

 Das neue Stiegenhaus erschließt nicht nur die


            
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