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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXVII (1982 / Heft 182)

chitekt wohl für gut hielt. Als es dann darum ging,

i reichere plastische Ausgestaltung im Parlament

luer heranzuziehen, lehnte Hansen die Mitarbeit

s ab. Wenn er ihm auch eine bedeutende techni-Iloutine

 nicht absprechen wollte, wso vertritt dereine

 Richtung, die bei ihrer äußerst naturalisti-I

 und styllosen Auffassung sehr weit entfernt von

iigen ist, die am Bau des Fleichsratsgebaudes zur

andung kommen darltr. Sollte Friedi dennoch vom

)mitee mit einer Pterdegruppe betraut werden,

e es seine (Hansens) Aufgabe sein, ihn zu der notigen

 Änderung seiner künstlerischen Auffassung

stimmen. zu strengerer und harmonischerer Stililg.

 Das Schwierige und Bedenkliche dieser Arbeit

ssehend, hätte er diesen Bildhauer aus freien

en nicht in Vorschlag gebrachtFFriedl beteiligte

879 am Wettbewerb um die Quadrlgen des Parlas.

 es waren die größten Aufgaben plastischer Nae

 in Wien je vergeben wurden. Vinzenz Pilz erhielt

uftrag. er mußte - um die Symmetrie der Gruppe

mechanisch wirken zu lassen - gewisse Abändeif1

 für die Nike der einzelnen Quadrigen ausführen

lbzw. 1882)." Die Quadrigabekrönung. die Friedi

ls Wiener Parlament nicht herstellen konnte. verete

 er am Neuen Deutschen Theater in Prag. also

las Motiv nicht in Wien, aberdoch an einem wichtiiauwerk

 in der Monarchie zur GellungÄs Denn an

'er Stelle hatte man die Begabung Friedls erkannt

ersuchte, diese auch entsprechend auszurlützen.

lrbei den Theaterbauten des Ateliers Fellner Bt Hel-Ierdinand

 Fellnerd. J. (geboren am 19.April 1847)

tete noch an den Planungen seines Vaters für das

ter in Temeschburg und das Laubesche Stadtthea-Wien

 mit, als dieser 1871 starb. Hermann Gottlieb

2 Der Philipphof in Wien l. Augustlnerstraße mit Blick von der

Operngasse Richtung Stephansdom. Seine Bekrdnung, die

am 12. März 1945 bei einem Bombenangriff zerstörte Monumentalplastik

 der vHelios-Gruppetr von Theodor Friedi, das

bedeutendste Werk des Bildhauers

3 Geschäftskartedes rBildhauer-Atelier Friedi, lV. Bezirk. Weyringergasse

 11. in Wient mit einer Darstellung der auf dem

Philipphof ausgeführten wHelios-Gruppetr. Ebenfalls freundlich

 überlassen von Th. und A. Friedi, 1949

3



Anmerkungen 13 - 21

" Wagner-Rieger, Hansen. S. 144; Krause, Plastik. S 114

1' lgrauss. Plastik, s. 119.

ß Uber den Bau des Neuen Deutschen Theaters s Oskar Schuler. Prag.

Muncnen-Brünn. 5 Aull, 1943, S. 346 1.. eine Abbildung bei Hoffmann

(S. nächste Anm ). Abb. 148. Das PragelTagblatlbrachte am 1 Jsnner

1938 einen Aufsatz r-Der Theater-Sieben.

" HansChristoph Hoffmann, Die Theaterbauten von Fellner und Helmer

(Studien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts. Bd. 2). Muncnen

1966, S 12 ff,

" NachdenVerzeichnissen bei Hoffmann S. BE ll. Selbstverstandltcn gibt

es dazu Detallfiteratur; die Glebelgruppe für das neue Theater wird belspielsweise

 im Tagesbuten in arunn am 24 Juli 1852 besprochen

i- Paul Kortz. Wien amAhlang des xx Jahrhunderts Ein Fuhrer 1h technischer

 und kunstlerischer Richtung, 2 Bd . wleh 190a. s 40a t., dazu

S. 2D, 333. 401 und 481,

" Renate Wagner-Rieger. Das Kunstwerk im alld (Ringstraße i). Graz

1969, Objekt 14 idazu Bilderläuterurlgen S. 123)

" Krause, Plastik, S. 227 f,

1' Bei Gerhardt Kapner, Freiplastlk in Wien (Wiener Schriften 31), Wien-München

 1970, wird kein Werk von Theodor Friedi genannt, wer

R Friedi, Schöpfer des Lolblbrunnens (1536). war (S 4551)?

Helmer(geboren am 13. Juli 1849) hatte 1870 de

bewerb für das Theater und Fledoutengebäude

rasdin gewonnen. wo er auch 1873 zu bauen beg

zeichnete auf den Planen für Warasdin mit vAtel

merrr, war aber vielleicht schon damals im Ateli

nerbeschäftigt. im Frühjahr 1873 haben sich die

jungen Architekten als gleichberechtigte Partn

Atelier wFellnerßtHelmera zusammengeschloss

diese Zusammenarbeit währte von da an 34 Jal

ihrder Tod Fellners (22. März 1916) ein Ende be

Wenige Jahre später starb auch Hermann l

(2. April 1919), und damit hörte das Atelier

bestehenfe Schon die Zeitgenossen taten sich

damit. die Theaterbauten von Fellner St Helm

stisch einzuordnen. Da bezeichnete man einr

Nationaltheater in Agram als witalienische Frür

saricerr, ein andermal aberals "Bau im Stile Fisc

Erlachsrr. Jedenfallswar bei diesen Bauten nicht

Bentassade das Wichtigste, sondern die lnnena

tung. Hier konnte sich Theodor Friedi mit seir

rocken Formenreichtum bewähren. Es fehlte 2

nicht an Kritikern. der Architekt. der beim Theal

bewerb in Karlsbad den zweiten Preis. aber ni-Auftrag

 erhielt, geht mit derAusstattung des Sa:

vom Theodor Friedi zusammen mit Franz Vogl u

Maler Eduard Veith ausgeführt wurde. hart ins (

ersprichtvon ttkorruptemwurmfdrmigen Ornarr

Aber insgesamt paßten sie sich bestens dem (

eindruck an und fanden bei nicht so strengen (u

auch voreingenornmenen) Kritikern Anerkerlnl

dem 1870 erbauten lnterimstheater in Brünn w:

gemeinsam mit den Blldhauern Drössler und Sc

ler tätig, beim Volkstheater in Budapest (erricht

75) schuf er die Außenplastik. beim Stadtthl
            
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