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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 178 und 179)

Rosenau stammenden Möbeinl" vertreten und

findet sich auch - doch nicht mit vorgewölbter,

sondern gerader Zarge - auf den Gouachen des

Blauen Eck- und des Kleinen Gelben Zimmers des

BürgiaB-Schlüßchens (Abb. 3 und lll). - Zu den

verbreitetsten Formen der Wiener Biedermeiermöbei

 zählen ferner die durch eine schildfbrmig ausladende,

 stark gerundete Rückenlehne ausgezeichneten

 Stühle, deren Mittelstrebe entweder

auf einem hochgebogenen oder auf einem zweifach

 nach unten ausgebauchten Steg ruhtl"

(Abb. 14, 15). in der Lehnenbildung einfacher noch

sind die ehemals im herzoglichen Wohnzimmer

der Rosenau (Abb, 9) befindlichen und heute mit

einer Variante im Depot der Ehrenburg vorhandenen

 Stühle, deren Vorderbeine stark geschweift

sindl".

Auch die Wiener Tee- und Kanapeetische der Coburger

 Sammlungen entsprechen ganz dem landläufigen

 Repertoire"? (Abb. 17). Origineller sind

dagegen z.T. die Konsoltische, deren Wiener Provenienz

 freilich nicht in allen Fallen sicher zu erweisen

 ist. Doch da Hasselbrink 1816 neun Konsoltische

 für die Rosenau lieferte, ist die Annahme

 naheiiegend, daß die schwarz gefaßten Pfeilertische

 des Ehrenburg-Depots, die zum Inventar

der Rosenau gehören, mit jenen Wiener Stücken

identisch sind. Die auf Rothbarts Aquarellen im

Schlafzimmer des Herzogs (Abb. 7) wie im nordostiichen

 Eckzimmer der Rosenaul" dargestellten

 Konsolen entsprechen jenen in der Grundform

einfachen Tischen der Ehrenburg, deren schlanke

Säuichen Messing- oder holzgeschnitzte Basen

und Kapitelle tragenm. Ungewöhnlicher ist eine

an der Rückwand verspiegelte Konsoleß, die auf

der Standfläche eine gleichsam aus fiinf flachen

Platten gebildete Stufenpyramide trägt (Abb. 18).

Nicht minder bemerkenswert erscheint ein sehr

schmaler Wandtlschl", dessen vier achteckige,

sich nach unten verjüngende Stützen auf krallenähniichen

 Füßen ruhen. Hier ist die Möglichkeit

nicht ausgeschlossen, daß die Konsolen nach einem

 aus Coburg gelieferten Entwurf in Wien angefertigt

 wurden. Weitere zu den Wiener Bestellungen

 gehörige Möbel, die wir aus den lnnenansichten

 kennenm, sind heute nicht mehr in den öffentlichen

 Sammlungen Coburgs nachzuweisen. Besonders

 zu bedauern ist der Verlust des ehemals

im herzoglichen Schlafzimmer der Rosenau befindlichen

 Bettsl", das - neben dem für das

Schlafzimmer der Herzogin bestimmten Standspiegel

 mit Bronzeappliken - das teuerste Objekt

der aus Wien bezogenen Ausstattung der Rosenau

 darstellte.

Da die besprochenen Möbel wohl ausnahmslos

mit jenen identisch sind, die 1815116 in Wien bestellt

 und 1816117 nach Coburg geliefert wurdeni",

 iaßt der Coburger Bestand dem Formenkanon

 wie der - fast ausschließlich schwarzen -

Farbgebung nach starke Geschlossenheit erkennen.

 Somit ergibt sich gerade für die zumeist einfachen,

 nur mit sparsamem Dekor versehenen

Stücke eine präzise Datierungm. Auch verdient

die Tatsache Beachtung, daß besonders die Sitzmöbel

 exakt mit Modellen der Firma Danhauser

übereinstimmen - mögen sie nun nach denen

Danhausers kopiert sein oder aber einigen in Wien

stark verbreiteten Typen entsprechen, die aufgrund

 der Quelienlage bislang allein mit Danhausers

 Namen verbunden wurdenm.

Abkürzungen

ALIWT: clrlchiv der Landeslnrlung Wien der Tischler,

811

v. 8.: Vinzenz von Biumenberg

ECo: Schioß Ehrenburg, Coburg

KsVCo: Kunstsammlungen der Veste Coburg, Coburg

OMAK: Osterreichisches Museum für angewandte

Kunst, Wien

v.Sz: Johann Maximilian von Szymborski

StACo: Bayerisches Staatsarchiv Coburg, Coburg

1h

Anhang

Verzeichnis der Kunst- und Kunstgewerbegegenstande und Luxusgüter

 (außer Möbeln), die von Ernst l. 1815- 1525 in Wien erworben

wurden oder deren Ankauf zumindest geplant war.

Wegen

Wahrend des Wiener Kongresses ließ Ernst I. verschiedene mitgeführte

 Wagen erneuern (z. e. stAco, LA A l 28b 1s E v, Nr. 2, fol.

ttf., 18. Janner 1815: der Wagen solle einen neuen Kasten erhalten,

 nach Wiener Mode gelb lackiert, innen mit dunkeiblauem

Tuch). Auch wurden 1815115 mehrere neue Wagen in Vinen gekauft.

Doch ist keiner der Wiener Wagen in Coburg erhalten. - Kalesche:

Simon Brandmeyer, seinerzeit der bedeutendste Wagenfabrikant

Wiens (Alfred Wolf und Erwin M. Auer: Aussi.-Kat. Alt-Wiener Wagenbauer

 und ihre Fahrzeuge. Wien 1962, S. 67168), erneuerte für

970 1l. Wiener Wahrung Gestell und Kasten einer Kalesche (Quittung

 vom 13. Februar 1816: ebd. Nr. 3, fol. 25 und Spezlalrechnung

B). - Viersitliger Sfadrwagen: für 705 1l. WW erneuert von Josef

Opitz (Anton Redl: andiungs Gremien und Fabrlcken Adressen

Buch des Österreic hen Kaiserihumes für das Jahr 1816. Wien

U.J., S. 255; v. Keeß Bd. 212, 1823, wie Anm. 59, S. 241; Rechnung

vom 2. März 1816: StACo, LA A l 28b 16 E V, Nr. 3, foi. 27 und Spezialrechnung

 c). - Prlischke: von Josef Piank (Wolf-Auer 1862,

S. 69170) gefertigt und am 19. März 1816 über Eger nach Coburg versandt,

 nach dem Eintreffen in Coburg von Ernst i. ungünstig beurteilt

 (StACo, LA A i 28b 16 E V, Nr. 2, fol. 27 und 6111.). - Prlfschke:

Plank verpflichtete sich für 900 fl. Konventionsmünze zur Lieferung

der Frltacilke, war aber nach deren Fertigstellung r-wegen außerordentlicher

 Theuerungir nur für mindestens 1000 fl. zum Verkauf bereit

 (ebd. Nr. 2,101. 351., 441., 551., 59, 61, 701., 801. 27. Mdrl 1816 bis

27.Mai 1816); darauf drohte v. B. mit der Einleitung eines Gerichts-Verfahrens

 gegen Plank (ebd. Nr. 2, fol. 12). Der schließlich verspaiet

 in Coburg eingetroffene Wagen fand seiner angeblich schlechten

 Federn wegen ebenfalls nicht den Beifall des Herzogs. - Englische

 visrsitzige Kalescne: erworben für 9001i. Konvenilonsmünze

bei Peter Karasch (v. Kee8 8d. 2l2, 1823, wie Anm. 58, S. 241; Quittung

 vom 22, Mai1816:StACo,LA A i 28b 16 E V, Nr. 3, frJl. 38). -

Whisky: v. Sz. teilte am 30. April 1816 v. B. mit, daß der Herzog einen

nach einer aus Coburg übersandten Zeichnung anzufertigenden

Wagen im Typ des Whisky in Wien zu bestellen wünsche, lr1 der

Farbe r-bleu tUfqllüiSßtr oder vpalllek mit vergoldeten Beschlägen,

nicht zu noch und in der aus Coburg mitgeteilten scurweiie. Peter

Kalasch legte einen Entwurf vor; doch kam es wegen des zu hohen

Preises zu keinem Auftrag (ebd. Nr. 2, fol. 52, 63, 71 und 78). - Wagenzsichnungen:

 nach dem 29. Juli 1816 sandte v. Sz. Zeichnungen

des Sattlermeisters Ludwig Wolf zurück, der jedoch wohl keinen

Auftrag erhielt; Woif(Redt Ausg. 1818, S. 255; v. Keeß. Bd. 2l2, 1823,

wie Anm. 59, S. 241) ist wohl mit jenem Sattiermeister hin der Singerstrabek

 identisch, der angeblich billiger als Plank war (StACo,

LA A i 28b 16 E V, Nr. 1,101. 241. und Nr. 2, fol. 44), - Beschläge für

secnsspannigen Wagen: gekauft am 3. Janner 1817 für 441 fl. WW

in der k.k. Englischen Platierwarenfabrlk des Stephan Mayerhofer

(v. Kee8 Bd. 212, 1823, S. 5261.; SiACo, LA A I 28b 16 EV, Nr. 3, foi.

10 und 60 und Speziairechnung F),

Waffen

Doppelfllnte: v.Sz. bat am 21. November 1820 v. B., dem Buchsenmaciier

 Johann Contrlner (Johan F. Stdckel: internationales Lexikon

 der Büchsenmacher  Neuausg. Schwäbisch-Gmünd 1978,

S. 239) - nach dem Gutachten Prinz Ferdlnarlds - ein iidoppellaufiges

 JBQUQSWENH in Auftrag zu geben, das als Geschenk der Herzogin

 Luise zum Geburtstag Ernsts I. am 2. Janner 1821 bestimmt

wariStACo, LA A I zeo 1a E v, Nr. 4, fol. 21 und so). Heute in KsVCo,

Inv. Nr. GJA ll 35, mit Marke Stockel 208 und eingelegtem Monogramm

 Ernsts I.



Musikinstrumente

Fiilgei: gekauft bei Matthias Müller (ebd. Nr. 2, fol. 1, 1a. Janner

1815; vgl. Fiedi Ausg. 1816, S. 244; Franz Heinrich Bdckh: Wiens lebende

 Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im Kunstfache 

Wien 1822, S, 385 und 402; v. Keeß Bd. 212, 1823, S. 202103). 7 Klavier:

 von Herzog Ernst I. selbst in Wien bei Matthias Müller besichtigt

 und nach seiner Abreise durch v, B. gekauft (StACo, LA A l 28b

16 E V, Nr. 2, 101. 1 1. und 8). - Planarone: am 28. November 1820

schrieb v.Sz. an v. B. wegen eines Pianofortes, das Josef Wachtel

(Fiedl Ausg. 1516, S. 255; v. Keeb Bd. 212, 192,3, S. 202103) nach der

beigefügten Zeichnung in Mahagoni ausführen sollte. Das mit

Bronzeverzierungen versehene Instrument wurde nach dem

21. April 1821 verschickt (StACo, LA A l 28b 16 E V, Nr. 4, 101. 17, 32,

49 und 4a sowie Nr.6, Rechnung 12). - Spieimeschine: nachdem

v. B. schon am 16. Mai 1820 wegen einer von dem r-Herm Heß- zu

verfertlgenden uSpielmaschine- geschrieben hatte, bat v.Sz. am

30. Dezember 1821 um weitere Auskünfte über einen ivUhrBnschreibtisch

 oder eine Uhr, die zugleich Bureau istl; ein solches

Stück sollte sich bei Paullne von Württemberg, der Gemahlin Herzog

 Ferdinands und Schwester des Fürsten Metternich, befinden.

r-Das Bureau mub mit Mahagonihoiz sein und die Uhr soll mehrere

beliebte neue Stücke von Rossini spielen; v. B. übermittelte am

2a. Janner 1322 eine Beschreibung der Uhr der Herzogin von Württemberg:

 nein bloßer Kasten, ähnlich demjenigen, welcher in dem

kleinen Speisesaal des Hr. Fürsten v. Metternich sich befindet, wovon

 aber keiner als Schreibtisch kann benützt werden. Diese Kästen

 sind von dem berühmten Künstler Heiß veriertlgt worden-(zweifellos

 der als Hersteller Von Flotenwerken gerühmte Thomas

H88; v. KeeB 9d. 212, 1823, S. 177 gibt die Beschreibung solcher instrumente).

 Der Auftrag kam offensichtlich nicht zur Ausführung

(StACo, LA A l 28b 16 E V, Nr. 4,101. 1 und 79f,).

Juwelier- und Bronzeerheiren

SL-Heinrichs-Ordan: der goldene und amailllerie Stern des

kgl.-sachsischen MiIitar-SL-Heinrlchs-Orden wurde von dBm Bürgerlichen

 Goidarbeiter Johann Hollauer angefertigt (Rechnung

o. D., vermutlich von 1815, über 560 fl. einschl. des Putzans und Reparierens

 einiger Ordensaterne: ebd. Nr. 3, fol. 14). - Diadame: siehe

 Anm. 15. - Hsndieuchrer: irt Hose in Bronze Hanoleuchter-r, gekauft

 am 30. Mai 1820 bei dem Galanterlewarenhandier Stephan

Syre (ebd. Nr. 6, Rechnung Nr. 13v0m 5, August 1821; Zu Syre siehe

AussL-Kat. Wien 1800 - 1850. Emplre und Biedermeier. Wien 1969,

Nr. 326).

Keramik und Giaswaren

Kleines Teeservice: gekauft am 5. Janner 1815 bei der k. k. Porzellanmanuiaktur,

 zusammen mit einem i-Secretaire von schwarzem

Hoizrr (StACo, LA A l 28b 18 E V, Nr. 3,101. 15). 7 Tafeiservicemsz.

schrieb am 28. August 1818 an v. B., Ernst I. wünsche irfür das

Schioß Fiosenau aus der Steingut Fabrik in Holliisch, aus weicher

schon früher Einiges hierher gekommen ist, ein grosses Tafeiservi-De,

 weiß mit Mahlerey auf 48 - 50 Personen zu erhalten", der Dekor

nach Möglichkeit hin Beziehung auf die Rosenau, z. B. durch Rosenguirlanden,

 Rosenbououets und desglm. Die Fabrik bzw. d__eren

Wiener Niederlage am Alten Fleischmarkt Nr. 745 legte eine Uberslcht

 über das Service vor und bat um die Ubersendung elnerZeichnung

 fiir die Malerei. Doch wurde das Pro)ekt bald wegen der rrdamit

 verbundenen Weitilärufigkeitenrr aufgegeben (ebd. Nr. 2, fol. 190

bis 192). - Giaswaren: Ernst i. bestellte in Wien stets größere Mengen

 von Gläsern fur den Tafelgebrauch, aber selbstverständlich

auch Ltister-Kristallteiie u. a. Als Verkäufer trat gewöhnlich die

Handlung der Gebrüder Görner auf (Franz Haller: Allgemeiner

Handlungs-Aimanach für den bürgerlichen Handesstand in 

Wien. Wien 1823, S. 161).

Ölen

Sechs Tonoien: die bei dem Bürgerlichen Hafnermeister Matthias

Febler (v. Keeß Bd. 2l2, 1823, S. 798) bestellten Ofen trafen speisstena

 am 14. Dezember 1820 in Coburg ein, konnten aber zunachst

noch nicht in der Ehrenbulg aufgebaut werden, da die hierfür erforderilchen

 Zeichnungen versehentlich nicht mitgeschickt worden

waren (StACo, LA A i 26b 16 E V, Nr. 4, fol. 14, 23124, 32, 351.; Nr. 5,

ohne Foiiierung und Nr. 6, fol. 15).

Kupfersrichwerrre und Bücher

Wie der Vergleich mit der von Böckh 1822, S. 78 - E0 veröffentlichten

 Liste wlnteressante Kupfer- und größere ilthographische Werke,

 welche in Wien in neuerer Zeit erschienen slndk Zeigt, kaufte

Ernst l. eine Reihe der damals veröffentlichten Mappen; in Coburgs

öffentlichen Sammlungen sind sie heute nur z.T. nachweisbar. A

Wiener Ansichten: 20 Blätter. am 19. Jannar 1816 für 120 fl. bei Artarie

 81 Co. gekauft (StACo, LA A I 25b 16 E V, Nr. 3,101. 19); es handelt

 sich hier wohl um eine der späteren Auflagen des Vedutenwerks

 (Aussi.-Kai. Der Verlag Artaria. Veduten und Wiener Alltagsslenen.

 Wien 1981, S. 16 - 22), während die Kunstsammlungen der

Veste Coburg nur Biättßr der beiden ersten Ausgaben besitzen (Inv.

Nr. Kp B 226b und 233). - Vaterländische vollständige Sammlung

der merkwürdigsten National Cosrurrle des Königreichs Ungarn

und Croatien: das von Carl Timiich herausgegebene und von Carl

Beyer nach den Zeichnungen von Joseph Heimbucher Edlen von

Bikkessy gestochene Werk wurde von v. e. am 2a. Juli 18i6zur Pranumeration,

 d.h. Subskrfption, vorgeschlagen und etwa am 1. August

 1816 bei der Caporschen Kunsthandlurlg lest bestellt (StACo,

LA A i 28b 16 E V, Nr. 1, fol. 23 und 32; Nr. 2, fol. 92, 211112; Nr.3,fol.

77). Heute in KSVCO, lnv. Nr. Kp B 7121713. h- 20 Umrisse zur Undine:

 die von Ludwig Ferdinand schrlcrr v. Carolsfeid geschaffenen

Illustrationen zur Edähiung Friedrich de la Motte Fouques

(AussL-Kat. Wien 1800 -1850. Empire und Biedermeier. Wien 1969,

Nr. 221) wurden am 3. November 1817 bei Tranquillo Mollo für 801i.

erworben; v. B. bedauerte am 9. November 1817, daB er die rriilumlnierten

 Kupferstiche thells wegen Krankheit, thells wegen langer

Abwesenheit des Künstlers (d. h. wohl des Kolorlsten) nicht eher

habe erhalten können-l (StACo, LA A i 28b 16 E V, Nr. 2, fol. 1761.

und Nr. a, iol. 1a). Heute in KsVCo, Inv. Nr. Kp e 15a und 153a: ein

koiorisrtes, original gebundenes und ein unkoloriartes Exemplar.

Vgl. auch Anm. 46. - Mythos alter Dichterin bildlichen Darstellungen:

 das von Franz Stober gestoctiene und von Heinrich Josef

Holzl mit Text versehene Werk wurde 1819 in Coburg bezogen (ebd.

Nr. 2, fol. 211112). Heute dort nicht mehr vorhanden. - Allgemeine

Weltgeschichte: das in Wien erworbene Werk des Claude-Francois-Xavier

 Millot in 19 Bänden (Wien 1813- 1819) heute in der

Landesbibliothek Coburg, Sign. 63.840. - bildliche Darstellung

des k.1r. osrerreichiscllen Militärs: V. B. subskribierte im Märl 1821

(ebd. Nr. 4, fol. so, 4a, 54; Nr. s, fel. s) bei Josef Trenisensky die 24

Blätter umfassende Folge, die unter den verschiedenen Werken

ahniichen Charakters nicht eindeutig zu identifizieren iSt (Vgl. Gunter

 Dirrheimer: Die k. k. Armee im Biedermeier. Wien 1975). Heute In

Coburg nicht nachweisbar. W Donau-Ansichten: v. B. verschickte

am 14. MBrZ 1824 die ersten 20 Blätldr des von Jakob Alt iithographierten

 Werkes. dessen Erscheinen am 15. Marz 1823 nach Coburg

 mitgeteilt worden war (StACo, LA A 120i: 16 E V, Nr. 1, 1231.).

Heute in Coburg nicht nachweisbar.

Anmerkungen 109- 121

"" KSVCO, inV. Nr. 3,5. 1832d und EGO, inv. Nr. E1132. DerselbeTypus,

 doch in Pflaume auf Mahagoni-Art, befand sich früher

auch im Mobiliar der Ehrenburg unter der Inv. Nr. lll 137 (heute

in Privatbesitz).

"" Siehe die Stühle in EGO, inV. Nr. F1 ii 29 sowie auf der Gouache

des Teppichzimmers__ des Bürglaiilaschioßchens (Abb. I); vgl.

auch die Zeichnung OMAK, K. i. 9971, XXXBJS und die Stühle

auf den Aquarellen nUnser Zimmer in MEidi10Q1ß35l und r-Mein

Zimmer in Winn, von 1825 bis 1M7c (Ausst.-Kat. Moderne Vergangenheit

 fbtße 1900. Wien 1981, Nr. 123124).

l" ECK), Inv. Nr. E1120.

"I Einander recht ähnlich sind die drei nigen schwarzen Tischchen

 aus Niedertüllbach (KsVCo, Inv. Nr. a.S. 18328) und im

Teppichzimmer des Bürglaß-Schlobchens (Abb. i); der große

runde Tisch im Wohnzimmer der Herzogin auf der Rosenau

(Abb. lll) zeigt die spezifisch wienerische Balusterform der Mittelstütze;

 der mit einer gepolsterten Fußplatte versehene Arbeitstisch

 ECo. Inv. Nr. R lll 113 entspricht annähernd der

Zeichnung OMAK, K, I. 8971, LXXiVl1974.

"-1 Auf dem Aquarell 20469 der Floyal Library in Windsor Castie

blickt man aus dem Zimmer mit den sschibnsten Gegenden Heivetierisu

 in den nördlich anschließenden Raum.

"l ECo, Inv. Nr. n iii 1a und 114 (spater ili 429); eine mit den letztgenannten

 Stücken identische Konsole findet sich auf der Gouache

 des Teppichzfmmers des Bürglaß-Schlbßchens (Abb. 1).

'" ECo, Inv. Nr. R iii B8.

1" EGO, Inv. Nr. Rlii15.

i" Wie z. B. die Etagere auf der Gouache des Wohnzimmers der

Herzogin der Rosenau (vgl. AussL-Kat. Moderne Vergangenheit

1981, wie Anm. 110, Nr, 48).

'" Fürdla Form des Bettes vgl. Josef August Lux: Von der Empirezur

 Biedermeierzeit. Stuttgart '1930.Taf. 63.



'" Wegen der starken Veränderungen der Bestände mub auf den

Versuch verzichtet werden, einzelne Mobel für Hasselbrlnk

oder andere Werkstätten und Niederlagen In Anspruch Zu nehmen.



"" 6931818 Mobellieferungen größeren Umfangs aus Wien sind für

Coburg nicht nachweisbar, weitere Wiener Möbel finden sich in

Coburg nur als ausgesprochene Einzelstücke mit Nußholzfurnier:

 siehe den Fauteyll mit runder hochgezogener Lehne ECo,

Inv. Nr. R ii 166 (vgl. OMAK, K. l.8971,XXVll1735,sowle August

Schestag: Zur Entstehung das Biedermelerstlles. in: Kunst und

Kunsthandwerk 6, 1903, Abb. S. 298, und Lux W930, wie Anm.

118, Taf. 52), den Kgnapeetisch mit gepolsterter Fußpiatte ECo,

Inv. Nr. lll 25 (vgl. OMAK, K. 1.8971, LXXlVl1969, und Schesteg

1903, Abb. S. 294) und den Damenschreibtlsch auf ovalem

Grundriß ECo, Inv. Nr. V 33, der sich von den meisten Exemplaren

 des Typus (z. B. Himmelheber 1978, wie Anm. 28, S. 40, Abb.

22) vor allem durch die kraftigen, hier als Schränkchen dienenden

 saulenartigen Seitenteile unterscheidet.

"l Frau Dr. Ellanna Glopplero dl Troppenburg (Coburg) und Frau

Dr. Angela Volker (Wien) bin ich für ihre hilfreiche Unterstützurlg

 Zu außerordentllchem Dank verpflichtet. Auch danke ich

für freundliche Hinweise und Auskünfte besonders Herrn Herberf

 Appeltshauser, Herrn Erich Erti und Herrn Erich Oberender

(Coburg), Frau Annette Schirer (Erlangen), clodi Dankvlrerd

Freiherrn von Pezold (Niederlollbach). Frau Dr. Waltraud Neuwlrth,

 Herrn Dr. Peter Parenzan, Herrn Dr. Christian witt-Dorring

 und Herrn Dr. Franz Windisch-Graelz (Wien).

Während der Drucklegung erschien der Aufsatz von Sir Robin

Mackworth-Young: Queen Victoria and Prfnce Albert in Coburg.

in: Prfnce Albert and the Victorian Age (hrsg. v. John A. S. Phillips).

 Cambridge, London, New York 1981, S. 79-110, in dem

auch einige der hier abgebildeten Aquarelle der Rosenau reprrr

duziert sind.
            
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