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Full text : Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 186 und 187)

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Kaiserliche (HBUUHLOQC des Turnieiplalzes irn Park von

Laxenburg. Lavierte Zeichnung, um 1815l16 Staatsarchiv

Coburg, Ptansai-nmtung

Kamphichterloge im Turnierplatz des Parks von Laxenburg

Lavierle Zeichnung, urri 1815116. StaatsarchivCoburg, Plane

Sammlung

Gotische (HaupmBrucke (gegen den Turnierplatz) im Park

von Lakenburg Lavierte Zeichnung, um 1815116 Staats!

arcniv Coburg, Plansamrnlung

Ehemaliges Haupttor (nebst dem Capitulations Balkon) der

Franzensburg in Laxenburg. Lavierte Zeichnung, um

1815116. S1aatsarchiv Coburg, Plansammlung

Schatzkammer (innere Ansicht) in der Franzensburg zu

Laxeriburg. Lavierte Zeichnung, urn 1815116 Staatsarchiv

Coburg, Plansammlung

Querschnitt der Hofburgkapelle in Wien rnit Blick aul den

Hochaltar. Lavierte Zeichnung, 1816 Staatsarchiv Coburg,

Plansarnrnlung

Kind.dieaufWolken schwebt.AusderZeichnungselbst

ist nicht ersichtlich, ob es sich um eine ausschließlich

gemalte oder durch skulpturale Elemente ausgezeichnete

 Hetabelfüllung handelt. Doch wegen der ausgeprägtenÄhniichkeitmitdem

 GnadenbildderHolburgkapelie.

 das bereits auf der lnnenansicht von 1705 erscheint".isteheranzunehmen.daßhierdasGnadenbild



selbst wiedergegeben ist. zumal in den Beschreibungen

der Hofburgkapelie zwischen dem ersten und dem dritten

 Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vam Hochaltar 

ein sehr altes Marienbiidx erwähnt wird". das fraglos

mit dem Gnadenbild identisch ist. So liegt - angesichts

dersonstigen Zuverlasslgkeitderdrei Blätter-die Vermutung

 nahe. daß auf der Zeichnung ein nur etwa zwei

Jahrzehnte existierender Zustand festgehalten ist. der

freilich in den bislang bekannten Quellen keine Erwähnung

 findet. Etwa mischen 1823 und 1825 tritt das

(noch heute vorhandene) Bronzekruzifix" aus dem Jahr

1719 an die Stelle des an den nördlichen Seitenaiter versetzten

 Gnadenbildes." Ein wohl in den zwanziger Jahren

 des 19. Jahrhunderts entstandenes Aquareli"des

Aitarraums der Hofburgkapelle läßt - nach der Entfernung

 der baldachinartigen Bekrönung - deutlich noch

die Einfassung des vormaligen Fietabeis in Form der

Dienste und des Spitzbogenserkennen. Wohl erst 1 875.

bei der Einsetzung des Maßwerks" und der in Angleichung

 an die übrigen Fenster erfolgten Vergrößerung

des mittleren Chorfensters. wurden auch jene letzten

Giiederungselementa beseitigt. - Der auf der CoburgerZelchnung

 festgehaltene Retabelabschiuß. vermutiich

 von Joseph Proksch entworfen. geht in derentschieden

 räumlichen Form über die Altaraufbauten Ferdinand

 von Hohenbergs und seiner unmittelbaren Umgebung"

 hinaus. die zumeist als flachige Umrahmung



gemaiier Altarbiider dienen, und leitet zu architektonisch

 aufwendigeren Lösungen späterer Jahrzehnte

über. wie sie sich etwa in dem 1836 datierten Entwurf

Franz Jägers für den - abweichend ausgeführten -

Hochaltar vom Maria am Gestade abzeichnen."

Gleich derArchitektu r der Franzensburg wurde auch jener

 der Hofburgkapeiie kein unmittelbarer Widerhall in

Coburg zuteil. Doch lassen sich zumindestwohl Reflexe

in einzelnen Ausstattungsstücken der Rosenau fassen.

zu denen insbesondere die hier früherschon vorgestellten

 Holzliister ngothischer Bauartu zählen. die Ernst l.

- schon bald nach dem Eintreffen der HofburgkapellenplaneinCoburg-

 1817 beiJosefDanhauserbestelite.

 in der Plansammlung des Staatsarchivs Coburg"

fand sich inzwischen die mit des Herzogs handschriftlichen

 Korrekturen versehene Eniwurfszeichnung der

sechseckigen größeren und der ttlnfeckigen kleineren

Lüster. die dem Fabrikanten Danhauser nach Wien ge-Anmerkungen

 23 - 37 (Anm. 23 - 28 s. Text S. 25)

" Die kalserllch königliche Lustschloß Laxenburg. unpaginlertes Manuskrlpt

 (Wien. Österreichische Nationalbibliothek. Bildarchiv und Portretsammlung.

 Pb '5858a).

" Mahlerlscha Streilzugadurch dieinterassantesten Gegenden um Wien.

B.1.Wlan1B05(: Taschenbuch für Freunde schöner vaterlandischer

Gegenden). s. 14 (vgl. auch unsere Anm. u).

" FrenzCarl Weidmann: Der Rittergau im Parks zu Lacnsenburg (sie). in:

Bsitrl e zur Landaskunda Oesterreichs unter der Enns 2. 1832. S. 290.

" Wien. sterreictlische Nationalbibliothek. BlldarchivundPortrlisamm

lung. PK 1812124.

" Mariene Zykan: Die Hefburgkapelle in Wien. Zur Eaugeschlchte und zu

den historischen Restaurierungen. in: Österreichische Zeitschrift für

Kunst und Denkmalpflege 32. 1978. S. 1D. - Frau Dr. Marions Zykan

30019 Herrn Dr. Heiimut Lorenz und Herrn Dr. Eckart VGHCSS bin ich für

freundliche Hilie Sehr lu Dank verpflichtet.

Zykan 1975 (wie Anm. 27). S. 13.

Coiestlrl Wollsgruber: Die k. und k. Hciburgkapelle und die geistliche

Heikepelle. Wien 1905. Tat. nach S. 180i Siehe auch Alfred Misscng:

Heiliges Wien. Wien 1948. S. 114.

" Johann Fezzl: Beschreibung und Grundrlli der Haupt- und Residenzstadt

 Wien. 3. Auft.. Wien o. J. (1508109). S, 42; gteichiautand in der 4.

Aullagevorl 1816.inder5.Autl.vorl1818I20undindert5.Aufl.von 1823;

ahnlich lemer Joachim Heinrich Jack: Wien und dessen Umgebungen.

Welrrlar1822(: Joachim Heinrich Jack und Joseph Heller: Reise nach

Wlen.'l'riest.Vsnedlg.Veronaurvd Innsbruck unternommen im Sommer

und Herbst 1821 Bd. 1). S. 151.

" Das Kruzifix wird in dar Aufstellung über dem Altar zuerst erwähnt bei

Joseph v. Harrnayr: Wien, seine Geschicke und seine Denkwlirdlgkellen.Jg.

 li. B112. Heft 2l3. Wien 15215. 27. lAndJOhann Fezzl: Beschreibung

 von iMen (bearb. v. Franz Zislra). 7. Aufl. Wien 1826. S. 90; siehe

auch Realis (d. i. Gerhard Coeckelherghe-Duetzele): Curioeltaten- und

Memoreblllen-Lexlcon von Wien (hrag. v. Anton Kühler). au. 1. Wien

1845, S. 297.

u Woilsgruber1905(wla Anm. 29)Te1. nach S. 388.

" M.Zyt(arl1978(wla Anm. 27) S. Q. Abb. 1D.

" M. Zykan 1978 (wie Anm. 27) S. 9.

" Siehe u. a. HansTlatze:WienerGotlklmXVllLJahrhundert. In: Kunstgeschlcrltllchee

 Jahrbuch der K.K. Zentral-Kommission (D! Erforschung

und Erhaiturlgder Kurlst- und hiSwriSChGn Denkmals 3,1909.S. 175 ff.

" Ulrike Stalner und Ecken Vancsa: Zum Vorhaltnis von Architektur und

Altaraumau in der Neogotik. in: Österreichische Zeitschrift für Kunst

und Denkmalpflege 33. 1979. S. 49. Abb. 56.

" StA (b. Plansammlung. Großformat. Mappe B8. W65. Bi. 4.

B!

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