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Full text: Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 190 und 191)

8 Gerrit Thomas Rietveld, Berliner Stuhl, 1923 
9 Gerrit Thomas Flietveld, Stuhl 1919 
10 Jean Gorin. Construciion spaliovtemporelle N0. 8, 1946 
 
8 
schen Kunst durch die Ansicht gerechtfertigt, daß die 
spannungsreiche, oroblemgeladene Nachkriegszeit 
keine harmonische. klassische Kunst hervorbringen 
könne. SovertrittAnkwicz-Kleehoven die Meinung, daß 
es rtuns um unsere Kunst nicht bange zu sein (braucht). 
nurihre Formenwerdenundmüssensichändern. ihrem 
Wesen nach aber wird sie immer dieselbe bleiben: ein 
Spiegel des menschlichen Lebens in seinen tausender- 
leiGestaltenrrunderklärtin bezugaufdiekonstruktivisti- 
schen Werke in der Seoessions-Ausstellung: wWir leben 
nuneinmalimZeitalterderTechnik;dieÄsthetikderMa- 
schine fordert gebieterisch nach ihrem Recht, und die- 
ses Fteoht kann man nicht bestreiten. Es ist der uralte, 
ewige Kampf der Epochen, der hier vor uns ausge- 
kärnpltwird . . . Freilichmußauch gleichgesagtwerden. 
daß das, wasietzt in der Secession vorgeführt wird, als 
Produkt der ungeheuren Gärung, in dersich unsere Zeit 
befindet, nur eine Übergangskunst darstellt, von der 
rnan nichts Fertiges. Endgültiges, Vollkommenes er- 
warten darf. Das ganze Streben der Moderne ist augen- 
blicklich auf die Beseitigung der mit dern heutigen Le- 
bensgetühl nicht mehr zu vereinbarenden alten und die 
Gewinnung neuer Formen gerichtet. in denen vor allem 
 
das soziale und technische Empfinden der Geger 
zu ansohaulichem und lebendigem Ausdruck gebi 
werden sollst (Wiener Zeitung vorn 18. Oktober 1! 
Ergänzt wird diese Konzeption von der zeitgen 
schen Kunstalsgetreues Spiegelbllddergeseilscr 
chen Verhältnisse durch das wohl von Hans Tietzr 
faßte Katalogvorwort für die Secessions-Ausstel 
Ermeintdort, die Kunstlertrbilden keine Einheifunc 
len keine bilden; sie arbeiten, jeder in seiner Art 
nach seiner Kraft, an der Gestaltung des Formwi 
der Zeit. Daß das Gesamtbild, das sich daraus ei 
ein ungleiohartiges undgrellbuntesist, beweistgei 
daß diese Künstlerdertreue und geistige Ausdrucl 
ser widerspruchsvollen, gärenden Zeit sind. in de 
und sie leben. Über alle Verschiedenheiten hinweg 
sie das eine, daß sie lebendig sindrrfß 
Dieinsolchen KommentarenzumAusdruckkornrrii 
offene. bejahende Haltung den neuesten Kunst 
mungen gegenüberisteng mitderAufbruchsstimr 
verbunden. die damals in den intellektuellen sozi 
mokratischen Kreisen Wiens herrschte. Es bestar 
fensichtlich in einer Gruppe von Künstlern, Publiz 
und Beamten ein Konsens überdie Notwendigkeit, 
Anmerkungen 5- 18 
' Oswa1d Obernuber D19 Expvesslon 7 051911516115 5211139 Zur 1110001- 
nen Kunst. 1n Auss1e11ungska1a1og D1e venovenen Ostevrmcne: 
1915719352 Wmn 19625 6 
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1zi1og1n den Memenkoüer des BL1F1ÜESYT1IH1SlQ11UFHQIU1UFHSYNCÜIUÜÜ 
Kunst aufgenommen wuvde und dam1ta1s LenrbuneN 1111 die Dame!- 
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Sc11u1en Vevwendung 11r1den wnd 
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I Hans T1e1ze WlenelAussleUungvn 1n Kunslcn1u111k 31132 Ma11923. 
s 611 
1" Hans Tletze, Gemelndepcllnk und moderne Kunst 1n Der Kampl. E, 
W1vn 1927, S 373 - 375 A 
" 1 B Anton Hanak 1923(Tneseusto1noe1 V01KSga11enLBe1aUHZ 1923 
1Osre11e1cnlscnesMuseurn1u1Kur1s1u11d1nduslne1 F1uss1scneAusstc1- 
11m9 1924 (Neue Ga1ene Gmnangmgasse; Auss1e11ung neucv Thea 
(erlecnmk. 19241Kunzer111aus1 1111e1nal1une1e KunslaussleHung 1924 
(Secössmn) Das GnS1Ch1delZe1L 1 Q251KunSHernauS), D1e Kunst 111 un 
sererZelt,193D(Ku11sl1e1naus1u a m 
11 EncaNelzerConnit,AnlonrHanzk-AussteHung1nW1en m Kunstcnronlk 
T1134. Mal 1923, S 633 
" Wu-rneräadtblbüotnek N1 E 182 805 
1' Hans neue WmnerAussteHungen 1n Kunmruomx 11. Dez 1920 
S 213 
1' Hans Welle, Wiener AussteHungen, KunS1Cn10n1k,37f38.JunI 1923. 
S 682 
" Katalog der "lnlmnzillonäen Kuns1auss1e11ung1mdcrSecessmn W1en 
1924 Vorworl c s 
11 A111edMakow11z NeueWegezuvKunsl Arbellerzellung 24 Sepmmbev 
1:124 7 Hans Ankwlczrkleehovvn Kunstausslelhmgen.W1ens11Ze1 
11111918 Oktobuv 1924 7 01m Komg Dlemtcvnahonale AussteHung 
nPue1Tnea1e1lecI1111k, Arbewerznmlng, 27.Sep1e1nbz21 1924. 
1' ll1le1r1atlor1a1e Kunslausslellung 1211 Anm 151, 0 s 

	        

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