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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 190 und 191)




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Ernsl Plischke, Wohnhaus m11 Terrassengarten. E

1923124

Ems! Plischke, Wohnhaus mit Terrassengarten. D

enlwurf, 1923124

Ernsl Pllschke. Emwur! lur ein Wasserkraftwerk 15

Ernst Plischke, Plakalentwurl für einen Decker

Erzeuger, 1927

Erika Giovanna Khan, TneIbXaIt für eine Brcscht

Osterrerchlschen Eisenbahnen, Emwuri, 1924

Erika Giovanna Klren, Einsamkeit, Zeichnung, 1926

Hans Suschny, nMAu, 15. Janner 1925

issante Ergebnisse erwarten.

hl durch persönliche Freundschaften als auch

Reisen und durch Kunstzeitschriften war ein vieler

 Informationsaustausch mit anderen Kunstzenriöglich.

 Einen Höhepunkt dieser Kontakte löste

lusik- und Theaterfest der Stadt Wien aus. Es fanseinem

 Rahmen nicht nur die erwähnten Aussteln,

 sondern auch Symposien und Vorträge über hiche

 und zeitgenössische Theaterkunst, Musik,

ei und Architektur statt. Aul Einladung Tietzes rete

 an Hand von Lichtbildern Hendryk Berlage über

zue holländische Baukunst und Theo van Doesüber

 die vStijlii-Bewegungs" Van Doesburg bet.

 daß er im Anschluß an seine Auslührungen mit

Hoffmann. Peter Behrens, Oskar Strnad und anüber

 die Ideen der Neuen Gestaltung diskutieren

e.5' Er äußert sich später sehr negativ über seine

rungen in Wien, wobei er vor allem die als "Hoffismusri

 bezeichnete vSchmuckarchitekturii als

ilativ ästhetische Bauweise entschieden ab-5'

 Nicht uninteressant wäre zu wissen, in welcher

Hoffmann und sein Kreis mit van Doesburg über

aistungen des geometrischen Jugendstils diskuaben,

 der in Anbetracht der geometrischen Kunst

ollander an Aktualität gewonnen haben müßte.

ionen auf die Ausführungen van Doesburgs kann

n verschiedenen Publikationen feststellen. Ein inäantes

 Beispiel dafür ist ein Text von L.W. Rocho-(i;

 er versucht dort. das von dem Tiroler Architekans

 Fritz entworfene und im lnnsbrucker Theater

praktisch erprobte Konzept einer aus vorgefertigten

geometrischen Elementen aufgebauten Bühne in die

kunsthistorische Entwioklungsvorstellung des Holländers

 zu integrieren. Diese auch für Filmdekorationen

mit Erfolg eingesetzte nwürfelbühneii stellte Kiesler in

der Theatertechnik-Ausstellung vor und nahm sie zusammen

 mit einem beschreibenden Text in den Katalog

auf." Ihre elementare Konzeption zeigt. daß es noch

manche Beiträge Österreichs zur konstruktiven Kunst

der Zwischenkriegszeit zu entdecken gibt.

An der Eröffnung der Theatertechnik-Ausstellung nahmen

 Fernand Leger und Enrico Prampolini teil. Sie waren

 an der Zusammenstellung des Materials beteiligt,

wofür ihnen Bürgermeister Seitz bei der Eröffnung persönlich

 dankte. Leger, der gemeinsam mit Leonce Rosenberg

 nach Wien gekommen war, zeigte am Eröffnungstag

 seinen gerade erst fertiggestellten Experimentalfilm

 irBaIIet mecaniqueri. eine der ersten öffentlichen

 Präsentationen dieses Werkes in Europa. Am

nächsten Tag wurden auf der Fiaumbühne die aus geometrischen

 Formen aufgebauten nFteflektorischen

Lichtspieleir des Bauhauskünstlers Ludwig Hirschfeld-Mack

 vorgeführt?

In diesen ereignisreichen Wochen sprach auch Marinetti

 in Wien über den italienischen Futurismus. Die

Neue Freie Presse berichtete am 18. Oktober, daß der

Italiener von der Ausstellung Kieslers entzückt und von

der Raumbühne geradezu begeistert war. Marinetti

stand gleichzeitig auch in regem Gedankenaustausch

mit Kässak. wobei es, wie der Ungar selbst berichtete,

Anmerkungen 50 - 59

I" Harald Braum, Berlage in wrei-i. In" Österreichische Bau- uri

kiinsti Jg. i924125,s.s4 -HansAnkwlcz-Kleehoven.Kunst

lungen, m: Wiener Zeitung vom 1a. Oktober 1924

1' De still. N0 Versa, 1927. s. 5a

1' Theovan Doesburg, DIE neue Architektur und ihre Konsequen

nuskrtpt in der Schenkung van Moorsel. Staatsuitgeverij. s"

hage, Holland.

5' L. W. Rcchcwanski, Die Wurreibiinne, lrl' Österreichische E

WerkkunsLLJg,t924l25,S.13711.Dielusarrirrienfassungde

chenldeentureineTheater-und Burlnenreiormxiißin Ostsrreii

tiert wurden, ware eine wichtige Autgabe; ES kamen slcherlii:

überraschende Ergebnisse zustande. - Hans Frltl schreibt lt

Konzept: r-Mathernatische Gliederung und kubische Körper

chen dieAutibsung der Szenenbaumittel in verschiedenartig v

bare Bauelemente. Konstruktive und nur darin tbrmbestimrntr

ermöglichen Jede Szenenlorm und geben. . unbegrenzte Wa

keitttHansFritz.Würfelbühne.in'Kiesler,ztt.Arrm,B,S 12) -

nlg hebt die geometrische Buhnenbildgestaltung bei Fritz um

anderen Künstlern alseine Neuerung hervor. die eineentschiei

kehr vom individualistischen Naturalismus darstellt (Zit Anm

" WierreiZeitung. 25. September 1924, undArbeiterzeitung, 25

ber 1924

l" Theo van Doesburg. Brief vorn 17. Mai 1925, Sammlung l

Staatsuitgevenj. sßraverihage, Holland.

5' De Still, 6. Jg . Nr. 10l11. 1924l25. S. 149.

5' Kiesler(lit. Anrri 49}. S 141 t

u Ddminique Vrevllte, Vous avez dit gedmätrique", trt: Ausslellu

log. Pans - Paris, CentreGeorges Pompidou, Paris 1981 , S. 21

Bdrnstein (Hrsg), The Strukturlst, Art and Technology n; Para

Progress or Poverty, N0. 21l22. 19B1lB2.

" Eogner (Zlt, Anm, 5).







 





 

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