erkennung, denn Gustav Klimt hat sie ja nicht geheiet,
sie war nur seine Wegbegleilerin, seine Lebenslährtin.
ilene Klimt slarb bereits 1936 an Brustkrebs. Es lebte
r mehr noch Frau Helene Donner. Mir ihrwar ich imer
in Verbindung. Ich habe dann nach Oberösterreich
heiratetund sowar es mireinAnliegen. daß ich sie im
mmer in ihrer Villa am Attersee besuchte.
. konnten wir wieder unsere Erinnerungen auffriwen.
an verschiedene Kleider haben wir uns erinnert
d so war es immer sehr nett, mit ihr zu plaudern. Und
hab ich auch verschiedene Aussprüche von Gustav
ml und Emilie Flöge in rnir aufnehmen können,
ld zwar hat sie mir erzählt von den Sommern, die sie
l Attersee verbrachten in der Oleandervilla in Kamer.
untergebracht bei der Baronin Meißfeuffen. Da-1ls,ais
Gustav Klimt die Skizzen für das Stocletfries in
griff genommen halte, war er nicht sehr fleißig und
lsich irrimerablenken lassen. während der Lieferternimmer
näher gekommen ist. Da hat sich einmal die
rilie Flöge um 5 Uhr früh darangemacht, diese Arasken
auszufüllen und zu bemalen. Wie Gustav Klimt
nn aufgestanden ist, hatergesagl: iiJa Midi. du kannst
das besser als wie ich!"
ch der Bruder der Damen Flöge hat sich am Attersee
i Haus gekauft oder gebaut, und das war in Seewalen.
Ich weiß nicht. ob sie dort auch Sommer verlebt
ben, aberzumindest die Cousine Trude Flüge hat Guw
Klimt auch sehr ins Herz geschlossen, denn er hat
iauch einmal porträtiert, und ich habe hier Bilder, auf
Schwarzweiß getupltes Sackkleid, das glouckenarlig ausschwingt,
wobei das Glockenmotiv an den Armeln wiederholt
wird. Die bewuBle Aufgabe der Wespentaiile ist ein
wichtiges Element der Fielormmode um die Jahrhundertwende
(Nachlaß Flöge).
Kaskadenartiges Sommerkleid mit Blumenrnuster und
Langsrippen, welche dem Modell eine impressionistische
Oberfläche verleihen im Gegensatz dazu das Weiß des
Schultereinsatzes und der Ärmel, die praktisch nur aus V0-lants
bestehen (Nachlaß Flöge).
Frau Herta Wankeuugendfotoaus derZeit, in dersie beiden
Schwestern Fldge in Wien gelernt hat
Das Guslav-Klimt-Emilie-Flöge-Modell zu einem Gesellschaftskleiderweitert.demdasMotivderSchleppehinzuge-
wurde
Das Gustav-Klimt-Erriilie-Flöge-Modell auf den Gegensatz
zwischen enganliegendem Oberteil und Rumpf und breitausladendem
Rock komponiert, das sich in der Behandlung
der Armel wiederholt. Am Brustarisatz schwarzweißes
Zackenmotiv
Abbildungen nach Fotos von Gustav Klirnt (Nachlaß Fldge).
Emilie Flüge und Helene Donner geb. Klimt am Attersee
1935 (Privatbesitz).
Gustav Kliml mit Nichte Trude Flüge am Attersee 1913
(Privatbesitz)
Emilie und Gustav. Foto im zeitgenössischen Passeparloul
mit Deckblatt: Darstellung eines Putto, der einer viergellugelten
Fee ein Porträltoto zeigt (Privatbesitz).
denen er mit dem kleinen Mäderl am Strand abgebildet
ist (Abb. 20).
Ich bedaure nur sehr, daß ich das Aquarell mit dem Jugendbildnisvon
Emilie Flöge nicht erwerben konnte. Es
ging wiederan den Erben Zimpel in Wien, und dawaren
eigentlich 3 Bilder gewesen: das war am Attersee in einem
Kammerl, denn sie wollte diese Bilder vor Licht
schützen, damit sie nicht noch mehr ausbleichen. Da
war ein Bild von Emilie Flöge, das ich schon beschrieben
habe. Hierhat sichGustav Klimt noch rnitdem alten
Schriftzug unterschrieben, den Rahmen hat er auch
selbstgemaitdann haterseineSchwägeringemalLdie
Helene Klimt und dann noch die Pauline Flbge, die ich
leider nicht mehr gekannt habe, es war die dritte der
Schwestern. Nachdem ein Einbruchsversuch in die Villa
gemacht wurde. hat der Erbedie Bilder sofort weggenommen
und natürlich nicht mehr wieder hergegeben.
SofielendieseSachenan ihmundmanwirddiese Dinge
höchstwahrscheinlich einmal in einer Ausstellung bewundern
können.
An eine Cousine fielen noch 2 Bilder von Gustav Klimt,
und zwar eines stellt die Großmama Flöge dar. ui
andere Bild ist ein Jugendbild von Helene Donne
beigeschlossen). Unter anderem habe ich auc
dem Nachlaß von Helene Donner verschiedene
Amateurbildchen, die ich gernebeischließe undl
te, wieder an mich zu retournieren.
Besonders erwähnenswert ist ein Porträt auf Si
lie,woGustavKlimtmitEmilie Flögeabgebildetis
das mitbesondererVorsichtzu behandelmdennunwiederbringlich.
Ich möchte nicht, daß es vei
geht oder beschädigt wird (Abb. 21).
SehrgeehrterHerrDoktor, ich hoffedaBSiemltn
Ausführungen etwasanfangen können undin ihre
schritt verwenden können. Es würde mich sehrf
wenn ich den Termin ihrer Ausstellung beko
könnte, denn es wird mir leider nicht möglich s
kornrnenweilichsehrkrankbin,esistausslchtslc
da möchte ich gerne meinen Sohn und meine St
gertochter nach London schicken.
lchdankelhnenfurlhrVertrauen undzeichnemit
achtung Herta Wanke, Linz, am 2B. 2. 1982.