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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXIX (1984 / Heft 196 und 197)

damit verbundenen Motiveließen den Malernichtmehr

aus ihrer Gewalt. 1924 radierte er das Rose-Quartett.

1925malte erein Blaserquintett Diese Erweiterungdes

Themas stellte ihn durch das leuchtende Messing der

Blechinstrurnente und den warmen Ton der Holzbläser

vor neue malerische Probleme. All dies zusammen

waren fur Mopp zugleich Vorstudien fur den lange

gelaßten großen Plan einer Oichesterdarstellung...

Die Gesamtkornposition des iiOrchestersir ist in QQWlS

sem Sinn eine Krönung all dieser Bemuhungen. ein

gelungener Versuch, zur Gesarntwirkung der verschiedenen

 Geigenkörper. der musikalischen lnstrumente

uberhaupt. zu ihrer Summierung und Kombination zu

gelangen. Mopp versuchte es zuerst 1920!1923 in Ol

und Tempera auf Leinwand und nochmals 193511941

auf drei Holztafeln gleichsam als ein Triptychon der

Musik. - Die erste Fassung, ursprünglich iiDie Sym.

phonieiigenanntzeigtinihrerirrealen Gedrängtheitum

dieGestaltdes Dirigenten,derdieZugeGustav Mahlers

tragt, die vielen Instrumente der Geigen, Bratschen.

Cellis und Baßgeigen wie zu einem vielgliediigen Korb

pervereintundistdurchdie EigenartdesAufsetzensder

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Glanzlichter auldern rotbraunlichen Holz GEFSITEICTHFP

strumente bzw dem Messing der Blasinstrumente zu

einer eigenartigen, überaus wirkungsvollen Kompost

tion vereint.

Mittlerweile war Mopp, trotz einiger Lithographien zum

Kriegsgeschehen 1914 für die Zeitschrift iiKriegsweltri

im Grunde Pazifist, 1915 nach Bern übersiedelt und

1916 weiter nach Zürich, 1917 nach Genf (dort 1918 in

dasdurch denTodlreiwerdendeAtelier Ferdinand Hodlers

 - den er 1915 portratiert hatte!) gezogen Erst

1924 kam er auf ein Jahr nach Wien. brachte sich mit

einer Kollektive im Hagenbund der Öffentlichkeit WIE

der ins Gedächtnis. radierte das obenerwähnte Rose-Quartett.

 schrieb über seine Poitrats im iiTagri und ging

v wieder nach Berlin

Das vollig andere Leben Berlins führte Mopp wieder

mehr dem Porträt zu: vom geistreich blitzenden des

überlebensgroßen Thomas-MannrKoples (jetzt Wien,

Historisches Museum) von 1925 bis zum gemalten und

radierten von Richard Strauss 1930, zwischen denen

solche von Berliner Personlichkeiten Arzt, Bürgermeister.

 Redakteur lagen, aber auch Schauspieler, wie

Maria Orska 1927 und Emil Jannings 1931 . entstz

desgleichen die letzte (5.) Fassung der Heinrich-Halbfigur

 Neue Themenkreise, und zugleich d

Liebe. das Schachspiel, bis in die letzte Lebe

immer wiederkehrend (Lasker-Portrat in New l

schließlich wieder eine Serie von Fiadierunge

zweite dieser Art, zum iiSt. Julianri von Gustave

bert.

Mit feinem Spursinn für das Kommende übersi

Mopp im Herbst 1932 aus Berlin nach Wien. E

rechtzeitig im Marz 1938. in der Nacht vor deri

sperre, wich erder unmittelbaren Gefahr in die Sc

aus. Die lünl Jahre in Wien waren aber nicht uni

nutzt geblieben Außer zwei Kollektivausstell

beachtlichen Umfangs und beachteter Oualitat

im Ktinstlerhaus und 1935 in der Secession, den

glied er damals wurde) setzte er seine Stillebe

"Der kleine Haushaltii fort. in DBSIOS-WGlCH and

den Pinselstrichen im kleinen Format, portratir

Manner und Frauen, von denen das sphinxhal

"Mllenätl. später auch lithographiert. hervorstac

malte auch noch einige Blumenstticke.
            
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