Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXVIII (1983 / Heft 189)




en heute erfaßbaren 94 Stücken des vSchatzesk]

ur 13 aus der Zeit des Klassizismus, also der Zeit

ndedes18,Jahrhundertsbis1B00,DergrößteTeil

s dem Biedermeier, im Historimus flaut der Beab,

 und aus der Zeit nach 1900 gibt es nur mehr

:tück. Abgesehen von der erwähnten Plünderung,

zher höchste Wertgegenstände erlaßt hat, zeigt

1er Rest, daßder Höhepunkt der Devotion im Bieaier

 der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelear.

 Die späteren Stücke sind relativuninteressant.

orhandene,von demeineAuswahIhierabgebildet

igl mittelbürgerlichen Schmuck von guter Durchtsqualität

 aus jener Zeit, in der die Devotion diealltahrtskirche

 wohl am stärksten war: vom Ende

3. Jahrhunderts bis um ungelähr1850. In den meiiällen

 handelt es sich um Wiener Goldschmiedeen.

 Trotzdem haben die Stücke keinen sehr grolaterialwert.

 Die Goldarbeiten sind zumeist aus

im Material angefertigt, die Steine, bis auf wenige

ihmen von Smaragden, Saphiren und Brillanten.

stAmethyste, Almadine, Türkise und Granate unsehr

 reichlicherVerwendung von kleinen echten

l in dichten Schnüren. Die Goldbearbeitung in Zi-Jng,

 Granulation und Filigran aber ist von hoher

ät, ein Zeichen dafür, daß zu dieser Zeit auf gute

arbeil mehr Wert gelegt wurde als aut Materialain

 typisches Charakteristikum des Biedermeier-Jckes.

 Die bürgerlichen Intentionen dieser Zeit

r auch hier das Entscheidende. Bezüglich der Ver-JflQ

 handelt es sich vor allem um Halsketten, Ohrige

 und Medaillons, oft in Zusammengehörigkeit

theitlichen Schmuckgarnitur.

irzuheben wäre etwa ein goldener Anhänger mit

. auf schwarzem Samtband zu tragen (Abb. 2), eisonders

 gute Arbeit des späten 18. Jahrhunderts,

ich ein sehr gut gearbeitetes Filigrankreuz dieser

kbb. 3) sowie ein Ovalmedaillon mit getriebener

nd gepunzter Weinrebe aus der Zeit um 1800 in

rragender Qualität (Abb. 5). Interessant und sehr

h ist eine Uhrkette (Abb. 6) in ausgezeichneter

arer Goldarbeit, Sehr typisch für das frühe noch

zistische 19. Jahrhundert ist ein Ensemble von

elte und Ohrgehängen um 1810 (Abb. 7), Ohrgei

 in strenger Form (Abb. 8), wie ein goldener Hals-Jck

 mit getriebenen Blüten und Blättern (Abb. 9).

iar Ohrgehänge von Anton Haller, Wien, 1820, ist

mit gefaßten Smaragden besetzt (Abb, 10). Eine

ieliebte Sonderlösung des Schmucks des frühen

rhrhunderts bildet der Granatschmuck. Bei diest

 die Entscheidung zwischen bürgerlicher und

lioher Provenienz nicht ganz leicht, Im wesentlizberkann

 gelten. daß derbäuerliche Schmuck nur

lber besteht, Gold aber den Bürgern vorbehalten

)as Set aus 3 Stücken (Abb. 12): 2 Broschen und





eine Busennadel ist aut Gold montiert, aufwendi

im OrnamentsehrtypischfürdieZeitum1820 und

sicherbürgerlich. Medaillons, offensichtlich um e

hineinzugeben. waren sehr beliebt: so ein glänz

Anhängermitziselierten Blattornamenten undTüi

(Abb. 14), 1820 - 30, sicher aus Wien. Zu den bel

sten Schmuckstücken gehören Halsketten mit A

gern - vorwiegend Brautschmuck 7 wie ein se

gearbeitetes Stück (Abb. 15) aus den dreißiger J

des19.Jahrhundertsmiteinerdünnen abersehrf

selierten Gliederkette und dem Brustanhänge

Amethysten. Einen besonderen Typus stellt das

oder vKropfrt-Band dar: dichte Reihen von Perlsch

mit einer, aber auch oft zwei Schließen, um die F

desSchmucksvorneundhintenzu zeigen. Dieser"

ist von den aristokratischen, eng um den Hals ge"

nen Perienschnüren abgeleitet, in deren Mitte er

daillon mit dem oft sehr kostbaren Emailbild des

manneseingetügtwar. lndieserArtistein interess

Stück (Abb. 16) mit 10 Perlschnüren und 2 Schli

von denen die hintere, eine vorzügliche Arbeit de

um1800, insehrexakterGoldschmiedearbeit, die

re "vorderen wesentlich später um 1840 als Prunk

dazukam mit einem großen Amethyst in Perlenui

mung. Derartige Stücke führen bereits zur

arligkeit der Erscheinung der Tragenden über.

Schluß sei noch ein Rosenkranz der Zeit um 19(

silbernen und vergoldeten Kugeln angeschli

(Abb. 17).

Diese Hauptbeispiele sollen vor allem die Verschi

artlgkeit der gespendeten Objekte zeigen. Die At

der Spende war jedenfalls eine religiöse. Doch dl

jekte der Spenden waren nicht sakral. sondern all

ne, was für den Spender gut und wertvoll war. E

meisten Objekte weiblicher Schmuck sind, kanr

auch darauf schließen. daß wie in vielen Fällen -

hervorragendsten wäre hier die Madonna del Pa

St. Agostino in Rom zu nennen - die Spender F.

mit ihren weiblichen Anliegen waren. Deshalb

sich auch so viel Brautschmuck unter den Devo

lieh.

Neben den Schmuckstücken für das Gnadenbildg

aber in der angeschlossenen Schatzkammer

nannte "magische-r Votivgaben: eine Fülle von l

würdigen Stücken aus dünnem Silberblech getri

die die Bitte um Hilfe der Madonna im höchster

zumAusdruckbringen sollen,wieArme, Beine, He

Augen und weitere einzelne Körperteile, ja sogar

Figuren von Männern und Frauen, die kniend Her;

den Händen halten, wurden der Madonna geopfei

sie in unmittelbarer Weise auf das momentan ent:

dende Leiden aufmerksam zu machen. Diese Me

der Verehrung istfreilich kein Sonderfallvon Maria

eichen, sondern eine Übung, die an vielen Mari
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.