ichnungen von DipL-lng. Peter Kramer (Architek-
iro Schnabel) erfolgte unter Leitung des Herrn Ing.
:er Polak die Ausführung ab Ende April in der
trdzeit von nur fünf Monaten. Da das Grundstück
zler Gemeinde Wien kostenlos überlassen, der Bau
lierzehn Mönchen und einigen internationalen frei-
16H Helfern unentgeltlich errichtet wurde und man-
Iirmen das Rohmaterial zum Selbstkostenpreis lie-
in, konnten die Gesamtbaukosten (die mit hierzu-
e üblichen Tarifen über 5 Millionen Schilling betra-
hätten) auf weniger als die Hälfte eingeschränkt
len.
Sonntag, 25. September 1983, wurde ab 13.30 Uhr
Einweihungszeremonie vorgenommen.
machst wird mit der Anlage einer Tempelhalle.
s Japanischen und eines Zen-Gartens begonnen
len.
Wiener Friedensstüpa ist 28 Meter hoch (nach
imaufschüttung werden 6 Meter der Basis verdeckt
l, davon beträgt die direkt aus Japan geholte Spitze
5 Meter. Der Basisdurchmesser ist 1 6 Meter, der in
vtitte der Kuppel neun Meter. An den indischen Kult-
des Stüpa erinnert nicht nur die weiß gestrichene
zelform, sondern ebenso die aus insgesamt 116
ten (thaba) und je drei waagrechten Quersparren
(ushisha) und einem Deckbalken konstruierte holz-
architekturreminiszierende Brüstung und die Kielbo-
gennische (die auch bei chinesischen Pagoden der
Tangzeig [618 - 901] häufig vorkommt). Die über vier-
zehn Stuten erreichbare runde Umwandlungsterrasse
(pradakshinä-patha) und der auf dreistufigem Sockel
ruhende oben eher abgeflachte Kuppelkörper würden
einem alten Stüpatyp entsprechen,
Die - anstelle derbei Pagoden üblichen halbkugeligen
Bekrönung mit Ehrenschirmmast (: gleichsam ein
Miniaturstüpa) - kegelstumptartige, quergerillte
Spitze mit oktogonaler Lotosdeckplatte und oktogona-
ler Bedachung mit acht (akustisch die Lehre verbreiten-
den) Windglückchen erinnert an eine tibetanischllama-
istische Dschorte.
In der Nische die Statue des in Lehrgeste (dharma-
cakra-mudra) sitzenden Buddha mit zwei ihn adorieren-
den Himmelswesen (apsarä) am Nimbus. Am fast ach-
sial symmetrischen Sockelrelief sechs Jünger (arhat,
lohan, rakan), ein Kind, zwei Gazellen und ein Rad als
Hinweis auf die erste Predigt Buddhas im Gazellenpark
von Benares. wo er das Rad (cakra) der Lehre in Bewe-
gung setzte. (Typologisch bis in Details einem indischen
Sandstein-Buddha im Archäologischen Museum von
Särnäth [5, Jh.] vergleichbar.)
zehn Transennenmustertateln mit sinisierenden Eck-
verzierungen llankierten Bronzereliets zeigen im Uhr-
zeigersinn:
- die Geburt Prinz Siddhärta Gautamas aus der Seite
seiner Mutter Mäyä (in die erdurch einen göttlichen Ele-
fanten eingepllanzt worden war) im Lumbinipark bei
Kapilavastu (566 vor Christus)
- die jeweils sieben Schritte des Neugeborenen nach
jeder Weltrichtung (: Symbol für die Ersteigung des
Weltgipfels über den sieben Weltenzonen und sieben
Himmeln),wobeierverkündetenlch werdederWieder-
geburt, dem Altern, der Krankheit und dem Sterben ein
Ende machen... Das ist in Wahrheit meine letzte
Geburt, es wird keine Wiedergeburt mehr für mich
gebemt
- die nächtliche Flucht des neunundzwanzigjährigen
Prinzen von seiner Frau Yasodhara und seinem eben
geborenen Sohn Rähula( : die Fessel)ausdem luxuriö-
sen Palast in Kapilavastu mit seinem Stallknecht Chan-
daha, wobei die Könige der vier Himmelsrichtungen
(mahäräjikha) den Lärm der Hufe seines Lieblingspfer-
des Kanthaka dampften
- die Entledigung von seinen fürstlichen Gewändern
bzw.die RasurselnesHaupthaares(bevorsichderPrinz
auch von seinem Knecht und dem Pferdtrennt) - das
samt seinem weggeworfenen Turban von lndra in die
Reliquiensammlung des Dreiunddreißiggötterhimmels
(trayastrinsha) gebracht wird
-den vergeblichen Versuch des Königs derbösen Göt-
terldesTeulels,mära)PrinzSiddhärtaGautamavonsei-
ner vier (oder siebeniö-wdchigen Meditation zur Erlan-
gung der Erleuchtung (: Buddhaschaft) unter dem
Feigenbaum in Bodhgayä durch eine Dämonenarmee
bzw. durch seine verführerischen Töchter Lust (rati),
Sehnsucht (arati) und Begierde (trsna) abzuhalten bzw.
Prinz Siddhärtas Anrufung der Erde als Zeugin seiner
guten Taten in früheren Existenzen (bhümisparsha-
mudrä)
- die erste Predigt im Gazellenpark bei Benares (um
520)
- seinen Tod (Eingehen ins ninräna : mahäparinir-
väna). nachdem er seinen Schülern letzte Ratschläge
mitgab und sich auf die rechte Seite gelegt hat, achtzig-
jährig im nordwestindischen Kusinagara.
Auf dem die Reliquien enthaltenden gitterartigen qua-
dratischen Aufsatz über die Halbkugel des Wiener Frie-
densstüpas das achtspeichige (: rechtes Denken,
rechtes Reden, rechtes Handeln, rechtes Streben.
rechte Ansicht, rechte Wachsamkeit, rechte Samm-
lung, rechtes Leben) Raddersich friedlich(ohneMissio-
nierungsimperialismus) über die Welt ausbreitenden
Lehre Buddhas.
bhepunkr der Eröffnungsieier am 25. September 1983. 10 BlickvonderFlankedesWienerFriedensstüpasin Richtung
rddhistische Manche erklenern Kuppel und Bekrönung Nordosten: Über dem Donauuier (Blldmitte) die Silhouene
es Wiener Friedenssrüpas undwerfen einen Konietiiregen der Wiener nUNO-Ciryu
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