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wohnheiten nicht unberücksichtigt ließen. schlechthin zum -
um einen Ausdruck unsererZeitzu verwenden _Statussyrnbol
geworden zu sein.
lmZusammenhangmitdemburgundischen Mobelschafiendes
späteren 16. Jahrhunderts stand früher stets nur ein Name im
Mittelpunkt, der des Hugues Sambin Um 1520 wohl in Gray
geboren, war er vor allem in Diion als Architekt, Entwerter und
Mobelschnitzer tätig; 1572 erschien in Lyon sein Buch iiwuvre
de la DiversitedesTermes, donton use enArchltecture ..M,W8i'
ches 37 Seiten mit phantasievollen Vorschlagen für die Gestaltung
von gebälktragenden Frauen und Männern als Mischungen
von natürlichem Oberkörper und architektonischem
Schaft, den sogenannten r-Termenr. enthielt Diese Bezeichnung
hatte Sambin wohl dem Titel des wichtigen, 1560 erschienenen
Buches von Hans Vredernan de Vries iiCaryatidum vulgustermas
vocat-r entnommen. Nrchtzuletztdeshalb scheintes
Erik Forssman (Saule undOrnament, Uppsala 1956, S. 141 bis
142)mit Recht sinnvoll, wsich auch heute noch stattdes schwerialligen
und posihumen Begriffes Karyadtidherme des von der
Zeit selbst allgemeingebrauchtenWortesTermezu bedienenu.
Sambin, der 1601 in Dijon starb, und sein Werk wurden in der
älteren Kunstgeschichtsschreibung manchmal überbewertet,
durch die Forschungen von Andre Laurencin(ln.L'Oeil_Nr.138,
Paris 1966). Pierre Verlet (Style, meubles, decors t, Paris
1972), William Ftieder (in: Apollo, Novemberhett London 1977)
und Henry Giroux (in Memoires de la .. Gote-d'Or, 32, Dijon
1982) wurden die richtigen Relationen hergestellt. Natürlich
war diese burgundische Möbelkunst ihrerseits durch den Hofstii
der lle-de-France beeinflußt, der außerdem durch die gestochenen
Blätter des Jacques Androuet Ducerceau weit verbreitet
wurde. Und Adolf Feulner, der das Burgund als Teil der
nsudfranzösischenri Möbelprovinz sah, meinte: wJene italienischen
Mdbel, die man gemeinhin als ligurische und piernontesische
Mbbel bezeichnet, sind eine Ouelle der Anregungen für
das südfranzosische Möbel gewesen rr Schließlich ist nicht zu
vergessen, daß Basel und die heutige Westschweiz schon im
Mittelalter eng mit dem Burgund verbunden waren. so war zum
Beispiel der Bischof von Basel damals Suttragan des Erzbischois
von Besancon
Es ist das Verdienst von Dieter Pfister. das bedeutende Werk
Franz Pergos in den diesem zukommenden Flahmen gestellt
und die Gestaltungsprinzipien in diesem Werk wie deren Veranderungen
eingehend dargelegt zu haben. Das Historische
Museum Basel war gut beraten, mit diesen Forschungen seine
trefflich ausgestatteten vAbhandlungenrr zu beginnen - verbleibtnurdereine
Wunsch nach moglichst vielen ähnlichen Verotientlichungen,
zum Beispiel uber die einzelnen Wiener Hottischler
des 17. und 18. Jahrhunderts. Franz Wagner
' DieterPfister,FranzPergofZurNordwestschweizerMöbelkunst
um 1600 (: Abhandlungen des Historischen Museums
Basel, Band 1). Basel, 1984.
1 Turgericht, Basel 1593, aus der Stube der Spinnwelterzunft;
Basel, Historisches Museum, lnv. Nr 1879, 27
2 Hausportal, Basel 1615, ehemals am Haus "Zum Schwarzen
Radir : Steinenvorstadtö. Basel, Historisches Museum, lnv.
Nr. 1882 207
3 Detail der Fassade des Hauses Milsand, Rue des Forges 38,
Dijon, 1561
4, 5 Details der lnnenansicht eines Kunstschrankes (bei Adolf
Feulner, Kunstgeschichte des Mübels, Berlin 1927, Abb. 162
auf S. 172 in Gesamtansicht gezeigt), Basel 1619. Basel,
Historisches Museum, tnv. Nr. 1905276
6 Fuß der Kanzel in der Kirche St. Peter in Basel, Eichenholz.
Basel, um 1620.
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