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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXX (1985 / Heft 198 und 199)

Mrzaaamß "aßäßüßdluääxuzämax

wohnheiten nicht unberücksichtigt ließen. schlechthin zum -

um einen Ausdruck unsererZeitzu verwenden _Statussyrnbol

geworden zu sein.

lmZusammenhangmitdemburgundischen Mobelschafiendes

späteren 16. Jahrhunderts stand früher stets nur ein Name im

Mittelpunkt, der des Hugues Sambin Um 1520 wohl in Gray

geboren, war er vor allem in Diion als Architekt, Entwerter und

Mobelschnitzer tätig; 1572 erschien in Lyon sein Buch iiwuvre

de la DiversitedesTermes, donton use enArchltecture ..M,W8i'

ches 37 Seiten mit phantasievollen Vorschlagen für die Gestaltung

 von gebälktragenden Frauen und Männern als Mischungen

 von natürlichem Oberkörper und architektonischem

Schaft, den sogenannten r-Termenr. enthielt Diese Bezeichnung

 hatte Sambin wohl dem Titel des wichtigen, 1560 erschienenen

 Buches von Hans Vredernan de Vries iiCaryatidum vulgustermas

 vocat-r entnommen. Nrchtzuletztdeshalb scheintes

Erik Forssman (Saule undOrnament, Uppsala 1956, S. 141 bis

142)mit Recht sinnvoll, wsich auch heute noch stattdes schwerialligen

 und posihumen Begriffes Karyadtidherme des von der

Zeit selbst allgemeingebrauchtenWortesTermezu bedienenu.

Sambin, der 1601 in Dijon starb, und sein Werk wurden in der

älteren Kunstgeschichtsschreibung manchmal überbewertet,

durch die Forschungen von Andre Laurencin(ln.L'Oeil_Nr.138,

Paris 1966). Pierre Verlet (Style, meubles, decors  t, Paris

1972), William Ftieder (in: Apollo, Novemberhett London 1977)

und Henry Giroux (in Memoires de la .. Gote-d'Or, 32, Dijon

1982) wurden die richtigen Relationen hergestellt. Natürlich

war diese burgundische Möbelkunst ihrerseits durch den Hofstii

 der lle-de-France beeinflußt, der außerdem durch die gestochenen

 Blätter des Jacques Androuet Ducerceau weit verbreitet

 wurde. Und Adolf Feulner, der das Burgund als Teil der

nsudfranzösischenri Möbelprovinz sah, meinte: wJene italienischen

 Mdbel, die man gemeinhin als ligurische und piernontesische

 Mbbel bezeichnet, sind eine Ouelle der Anregungen für

das südfranzosische Möbel gewesen rr Schließlich ist nicht zu

vergessen, daß Basel und die heutige Westschweiz schon im

Mittelalter eng mit dem Burgund verbunden waren. so war zum

Beispiel der Bischof von Basel damals Suttragan des Erzbischois

 von Besancon

Es ist das Verdienst von Dieter Pfister. das bedeutende Werk

Franz Pergos in den diesem zukommenden Flahmen gestellt

und die Gestaltungsprinzipien in diesem Werk wie deren Veranderungen

 eingehend dargelegt zu haben. Das Historische

Museum Basel war gut beraten, mit diesen Forschungen seine

trefflich ausgestatteten vAbhandlungenrr zu beginnen - verbleibtnurdereine

 Wunsch nach moglichst vielen ähnlichen Verotientlichungen,

 zum Beispiel uber die einzelnen Wiener Hottischler

 des 17. und 18. Jahrhunderts. Franz Wagner

' DieterPfister,FranzPergofZurNordwestschweizerMöbelkunst

 um 1600 (: Abhandlungen des Historischen Museums

 Basel, Band 1). Basel, 1984.

1 Turgericht, Basel 1593, aus der Stube der Spinnwelterzunft;

Basel, Historisches Museum, lnv. Nr 1879, 27

2 Hausportal, Basel 1615, ehemals am Haus "Zum Schwarzen

Radir : Steinenvorstadtö. Basel, Historisches Museum, lnv.

Nr. 1882 207

3 Detail der Fassade des Hauses Milsand, Rue des Forges 38,

Dijon, 1561

4, 5 Details der lnnenansicht eines Kunstschrankes (bei Adolf

Feulner, Kunstgeschichte des Mübels, Berlin 1927, Abb. 162

auf S. 172 in Gesamtansicht gezeigt), Basel 1619. Basel,

Historisches Museum, tnv. Nr. 1905276

6 Fuß der Kanzel in der Kirche St. Peter in Basel, Eichenholz.

Basel, um 1620.

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