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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXX (1985 / Heft 201 und 202)

ehr den Mut zu Ungewöhnlichem und Enthusiasmus.

aß gewisse nModenw und vWellenu auch hier ein Echo

iden, ist auch und gerade bei jungen Menschen nicht

I vermeiden, aber ebenso vieles geht schon wieder

xer diese Tendenzen - derzeit ist das also die Postoderne

 - hinaus. Dazwischen gibt es immer wieder

ich ganz junge Menschen, die unbeirrt beim Klassi-:hen

 oder scheinbar Klassischen bleiben. ohne Speilation,

 sondern einfach, weil Hand und Material es so

fordern.

iflallend ist die starker hervortretende Abwendung

im Gebrauchsgegenstand und seinen funktionellen

spekten und eine deutliche Hinwendung zur Fabulierzude

 und Phantasie, natürlich mit allen Gefahren des

isrutscfiens. Daß die Grenzen zwischen Gebrauchsigenstand

 und freiem Kunstwerk auf diese Art oft vereßen,

 darf nicht verwundern und ist im übrigen eine

eittendenz, die wohl tatsächlich eine Veränderung bei

an Begriffen wKunst-r, wHandwerkw und nDesignu heriiführen

 wird.

e 10 Preisträgerdieses Jahres bieten mit ihren Arbein

 eine sehr charakteristische Übersicht dieser Ausallung:



enn etwa die Keramikerln Jennifer Lee (GB) ihre

ibauten Gefäße äußerst einfach anlegt, wird die klas-;che

 Form nur durch Kleinigkeiten, hier ein unregeläßiger

 Rand, dort eine Einsprengung. aufgelockert.

2m gleichen Tonmateriel entlockt Christian Wisse

L) verblüffende und beinahe flimmernde Farbnuan-T].



non Moore (GB) hat in seinen Glastellern und Gefän

 durchaus das ornamentale Vocabuiatre der Postaderne

 aufgenommen, das wirkt aber keineswegs

adisch, sondern unbekümmert. Besonders erfreuh,daß

 nachJahrenwiedereinmalgedrechseltesHolz

sehen ist, nämlich Teller von Margherita Guasina (I)

tkühnen Farbstreifen.

enn eine Designergruppe, TAG (GB), auftritt, ist das

in Ausweichen auf die Massenproduktion, sondern es

heint uns damit ein Weg aufgezeigt, der in den letzten

hren irgendwie in Vergessenheit geraten ist - die

ndwerklich hergestellte Kleinserie oder sogar das

tzelstiick, die als Vorstufe und als Vorbild mit allen

äglichkeiten des Experimentierens dem Industriesigner

 gegenüber im Vorteil sind.

a Blätterkleider und Umhänge (tatsächlich zusamangenahte

 Blätter)derJacqueline Meinema(NL)sind

rTriumph der Phantasie über alles tragbar "Vernünfex

 und besonders reizvoll. Matthias Mönnich (Bunsrepublik

 Deutschland) stellt getriebene Goldschal

 aus, uralte einfache Formen, bei denen nur die

gierungen miteinem stufenlosen Farbablaufvon gelb

l weiß, die höchste technische Anforderung stellen,

u sind.

iTextilkünstler aus Belgien, Michel Linthout, wieder.

mit Papier(es istsogarSchmirgelpapier) insehrorigiller,dennochtextilwirkenderVerarbeitungvertreten.



ine Materialkollegin Hilde van Snick (Ei) verwendet

ar Textil, verfremdet die Textur aber bewußt durch

plikationen und Stickerei. Und wieder eine andere

xtilkünstlerin, lnes Hilla (Bundesrepublik Deutschid),

 arbeitet mit Bronzegeweben, die wie verschieden

spannte Federn wirken.

eösterreichische Beteiligungan dieserSonderschau

zte sich vonuiegend aus Textiikünstlern zusammen.

ihl Objekt als Gebrauchsgegenstand sind die - an

h reizvollen -Kannen von Judith Rataitz. Einen luftig

kenden Dekorstoff mit bewußten optischen Effekten

gt Veronika Hauselhofer. Karin Herber benützt bei

em Gcbelin zwar die klassische Technik, bindet sich

er sonst weder formal noch farblich an ein Schema.

tnchen dieserjungen Kunsthandwerker wird man in

iteren Jahren wieder begegnen. Und es wird dann

sondersinteressantsein,dankdieserAusstellungdie

iglichkeit zu haben, Entwicklungen, persönliche wie

werationsmäßige, abzulesen, Vergleiche zu ziehen

d vielleicht auch festzustellen, wieweit diese heute

IHQSHK dann ihre Zeit geprägt haben werden.
            
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