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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXX (1985 / Heft 201 und 202)

Henri Matisses und Picassos sproß. Nach den Jahren

der Isolierung durch das Hitlerregime wurden nun alle

Entwicklungen, die sich in derubrigen Kunstweltvollzogenhabennachgeholt

 Beimanchenreinaußerlich und

unverarbeitet. bei anderen, die selbst schon einen

Standpunkt gelunden hatten, in einer kritischenAuseinandersetzung

 und eigenen Gestaltung.

Zuerst langsam. dann aber ziemlich vehement setzte

auch die Bautätigkeit ein. Natürlich waren es auch ietzt

zuerst ausschließlich Sakralbauten, die mit Kunstlerisch

 gestalteten Glaslenstern ausgestattet wurden.

Einerdieser frühen Kirchenbaulen nach dern Krieg war

der Betonziegelbau des Architekten l-lruschka in Wien

12, Gatterhölzl, für den Tahedl1958 die Fenster gestale

tete. Hier sehen wir zwar auch die expressive, sehr

bewegte Linienführung durch die Bleiruten gegeben,

doch die Farbllächen werden rein eingesetzt. Das graphische

 Element wird uber die Fensterteilung fortgesetzt

 und die figurale Darstellung ist streng konstruktiv.

DabeiwirddasThernajeweils vonder Farbsyrnbolikund

vorn Lichteinfall getragen.

Schon zwei Jahre vorher. 1956. wurde aber bereits die

Pfarrkirche in Salzburg-Parsch eingeweiht, die von der

in dieösterreichischeArchitekturgeschichle eingegangenen

 rrÄfbeltSgfUpDE 4a iW Holzbauer, K. Kurrent und

J. Spalt) gebaut wurde. In ihr finden wir erstmals zwei

Fenster des damals jungen Wiener Malers Josef Mikl

(geb. 1928) in Glasbeton ausgeführt. Siewurden in geometrischen

 Formen aufgebaut, ornamental und streng.

Waren diese beiden Fenster eher Einzelarbeiten jener

urn Monsignore Otto Mauer gruppierten Künstler in

jenen Jahren. so beschäftigte sich der 1923 in Wiener

NeusladtgeboreneundinWien,Stuttgartund Parisausgebildete

 Florian Jakowitsch viele Jahre intensiv und

hauptsächlich mit der Glasfenstergestallung. 1952

lernteerbeiJ.BarllettdieTechnikderGlasbetonlenster

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