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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 172 und 173)


Ausstattung der Kaiser- und Furstenzimmer

ienediktinerstift Göttweig erfolgte ab 1731'

' teilweiser Verwendung schon vorhandener

itwerke, wie Gemälde, Gobeilns und Mobiliar,

718 vor dem verheerenden Klosterbrand in Si-1eit

 gebracht werden konnten. Vor allem im

nannten Gobelinzimmer ist heute noch die

tragliche Adaptierung der drei flämischen

eiins um 1700 aus dem Nachlaß (nach 1736)

Prinzen Eugen von Savoyen deutlich an den

ößernden Fiahmenieisten ersichtlich!

-lerbst 1742 sind dann die Tapetenleisten im

ediktizimmer für den Bildhauer Johann

nidt archivalisch belegt! Vor diesem Zeitt

 muß auch in dem anschließenden Nebeni,

 dem sogenannten Wasserkabinett, das altevthclogische

 Suiet im Tafelbiid der Hochzeit

uns mit Amphitrite (H. 169 x Br. 314 cm) in die

zntapetenwand des Johann Baptist Byß eingt

 worden sein. In ähnlicher Weise verfuhr

bei der Adaptierung in den Schlafräumen der

tenzimmer Nr. 8 und 9,1 wo gleich drei zu grolemälde

 für den relativ kleinen Raum in die

dverkleidung mit eingefügt wurden: in Nr. 8

äastmahl des Belsazar mit der schreibenden

eckenshandß nach Daniel 5, 1-6, ein hochatiges

 Gemälde an der Südwand mit einer

inszene in phantastischer Landschaft von Roa

 Tivoli (1655-1706), eigentlich Philipp Peter

aß, und an der Ostwand im Fliesenformat von

38 x Br. 442 cm (Nr. 245) als weiteres biblis

 Thema, ietzt aus dem Neuen Testament,

us als Kinderfreundrr nach Matthäus 19,

15 und Markus 10, 13-16. Schon allein die

lose Zusammenstellung solch verschiedener

natik verweist auf nachträgliche Wiederveriung

 dieser Gemälde. Dabei sind der "Trih

 Neptuns mit Amphitrite mit dem Götterlu

 und das "Gastmahl bei Belsazani, urnglich

 bestimmt zusammengehorig, getrennt

len. Diese beiden Bilder stammen sicherlich

ein und demselben unbekannten Maler und

:en in der Erstverwendung als Pendants angeht

 gewesen sein. Beide Male dominiert das

na eines Geiages mit Betonung des Stiliebenan:

 bei Belsazar die Hervorkehrung des Reich-;

 an Tafelgeschirr mit detaillierter Schildeauffallender

 Dekormotive im Knorpelstil,

I Göttermahl mit Neptun das Vordergrundstiil-1

 aus Meeresfrüchten und diversen Muschelen.



(unsttopoQraphieY schweigt sich über all die-Gregor

 Martin Lechner OSB

Der vGöttliche Kinderfreundu

des Hendrik Herregouts in

Göttweig

se Gemälde aus. Da8 sie alle bis jetzt nahezu

bekannt geblieben sind, liegl an der Unzugä

Iichkeit dieser bis heute bewohnten Räume. i

Identifizierung mit bestimmten Meistern wird

durch erschwert, daß Johann Samuel Hötzen

fer von 1723- 1735 als Hausmaler in Göttweig

tig war und 1728 auch das Hochaitarbiid des

hann Andreas Wolft von 1694 übergangen hat

innerhalb seiner vielfältigen Tätigkeit im l

noch weitere Bilder, darunter auch die der

stenzimmer, restauriert haben muß.

Geäußerte Zuschreibungen reichen von Fr

Francken ii. (1581 - 1642)! oder Frans Franckei

(1607-1667) über Adrien van Nieuiandt (1587

1658), der seine mythologischen und biblisc

Staffagen in der Art Cornelis van Poeienbur

ausführte, bis zu Joos van Winghe (1544-1E

vor allem bekannt ob seines w-Nachtbankettsi

Riiksmuseum zu Amsterdam, und Johann Fiu

Byß". Als Entstehungszeit ist aber von der G

weiger Baugeschichle her das letzte Drittel

17. Jahrhunderts anzunehmen, was zu den Ur

nehmungen und verschiedenen Anschatfun

des Abtes Johannes V. Dizent (1672-1689) i

sen würde. Doch könnte jetzt in diese vielen Ul

lösten Probleme nachfolgende jüngste

deckung mehr Licht bringen.

im Zusammenhang mit der letzten Restauriei

des Gemäldes "Jesus als Kinderfreundw di

Prof. Josef M. Swoboda im Jahre 1978 koi

durch Auffinden von Datum und Signatur die

deriändische Herkunft dieses Werkes einwanr

verifiziert werden. Die Signatur lautet -H.HEF

GOUDTSJ 1680" und ist in der Art einer Bildha

inschrift in das Baiustradengesims als römis

Capitalis eingemeißelt. Überraschend für ei

Herregouts ist jedenfalls der abgelegene Stan

Göttweig, wo sich bisher keinerlei archivali:

Notizen über Herkunft und Wege nach Götti.

haben ausfindig machen lassen.

Laut Thieme-Becker") verteilen sich die wen

bekannten Werke Hendrik Herregouts auf

werpen, Brügge, Mecheln und Köln. Danacl

Herregouts 1633 am 1. April in Mecheln get

worden und am 3. März 1704 in Antwerpen ge:

ben. Nach der Lehre bei seinem Vater D

(1603-1662) hielt sich Hendrik wiederholt in

iien, besonders in Rom, auf und ist ab 1661 in I

belegt, wo er Anna Dorothea Cremers heiratetwurde

 1664165 zu Antwerpen Meister, 1666 in

cheln. Bis zu seinem erneuten Aufenthalt ab

in Antwerpen war Hendrik längere Zeit wiedi
            
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