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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXV (1980 / Heft 172 und 173)


ieinlich jenes überlebensgroße Brustbild aus

i gegossen, das A. llg erwähnt." Als Aufimsarbeit

 zum Mitglied der Akademie schuf er

'19 ein Relief und die Porträts von Martin von

ytens und Franz Christian Scheyb (Historiies

 Museum der Stadt Wien).

prächtigsten Plastiken von Franz I. im deutien

 Kaiserornat und von Maria Theresia im unischen

 Krönungsornat aus Hartblei (2,16 m und

2 m hoch) sind 1766 entstanden, "aus weißem

nponierten Erz gegossenit, von Messerschmidt

delliert und geformt, von David Chatelle, k.k.

ckhauptmann und Gußwesensdirektor, gegosl;

 sie wurden in der Hofbildergalerie in der Stallg

 aufgestellt, 1836 nach Laxenburg gebracht,

iter mit weißem Ölanstrich versehen," der bei

musealen Aufstellung im Unteren Belvedere

der verschwand. Von den sogenannten "Chaterköpfenu

 Messerschmidts sind 32 (von 69)

. Blei (Abb. 17 a - c) gegossen!"

iann Martin Fischer aus dem Allgäu an der Tiro-Grenze

 (f 1740) kam 1760 nach Wien zu Bildier

 Schletterer, war indirekt ein Schüler Dons,

 sozusagen ein Schüler aus zweiter Hand!

ilen wir kurz die Werke aus Metallguß auf: Die

iiea im Hof des Josephinums, 1787, Pallas

alamitis zähmt an der Hypocrene den Pegasus

l schenkt ihn dem Bellerophon, Wien, ehemals

:htenstein-Palais in der Herrengasse, 1794, der

sesbrunnen auf dem Franziskanerplatz, 1798,

Friedensgöttin in Ernstbrunn, NÖ., 1799, der

efs- und Leopoldsbrunnen auf dem Graben,

4, und die allgeorischen Brunnen: nTreue der

erreichischen Nation gegen Kaiser und Vaterd",

 "Der Ackerbauu, ehemals Am Hof, 1812

zt im Hof des Historischen Museums der Stadt

H"! auf dem Karlsplatz). Die Bezeichnungen

zhseln als Bleikomposition, "von Composiiii_

 "von weichem Metallti," Schon 1785 schuf

:her in seiner anatomischen Figur einen Kal

 des Schönen Menschen (Abb. 18), bis zu sei-1

 Lebensende arbeitete er an einer nZEFIGQÜn

 anatomischen Vorrichtungii, die er im Aufl

 der Akademie in "weiches Metall" umgießen

. Und wenn in einem Kontrakt aus dem Jahre

1 über den neuen Hochaltar zu der Wallfahrtshe

 auf dem Sonntagsberg fünf Relieftafeln mit

ignissen aus dem Neuen Testament sowie Ta-1akelverzierungen

 von Melchior Hefele aus einur

 diesem bekannten Metallegierung bestellt

den, dann handelt es sich wohl auch um Blei,

nso bei den laut Kontrakt 1756 für die dortige

18

20 Martin Johann Fischer, Muskelmann. Höhe 38,5 crn.

Wien, Osterreichisches Museum für angewandte

Kunst, lnv. Nr. Bl 14



Kanzel bis 1757 herzustellenden Basreliefs

"Kompositionimo"

Barocke Bleifiguren hat man immer wieder zu

schieren versucht. Da gab man ihnen einmal

striche, die Bronze oder Gold vortäusc

sollten)" wie etwa der vergoldeten Büste Ger

van Swietens von Franz Xaver Memhardt (Abb.

da überstreicht man sie mit weißer Ölfarbe,

den Rokoko-Charakter der weiß gefaßten Holz

stik in Anlehnung an Porzellanfigürchen naci

ahmen. Die zahlreichen Gartenplastiken aus I

verschwinden wieder, bei Beschreibung von

chenausstattungen ging man fast schamhaft ü

Einrichtungsstücke aus Blei hinweg - nur .

Blei. Das Österreichische Museum für Kunst I

Industrie hatte früher eigene Vitrinen mit Arbei

aus Blei ausgestellt, die, noch 1924"" im Füi

ausführlich beschrieben, 1929 nicht mehr erwa

werden. Später schienen sie für die Schaustelli

zu minder. Nur als Kunstkammerstücke bliel

Antikennachbildungen aus Blei z.B. in stiftlicl

Sammlungenll"

Und doch hat das 18. Jahrhundert eine Blüte l

ser Gattung von Plastiken gebracht, die in ii

Vielfalt, in ihrer künstlerischen Potenz, in ih

mannigfaltigen Verwendungsmöglichkeiten ni

ihresgleichen hatten.

Das 19. Jahrhundert ist da auf dem Gebiet

Bleiplastik wesentlich bescheidener, Leop

Kiesling (1770-1827) schuf drei Statuen für l

grub in Mehren)" in den Schlössern Linderl

Herrenchiemsee u.a. stehen Hartbleigüsse

Erzgießerei in Münchenl" Das größte franzi

sche Bleigußwerk, die Quadriga auf dem Arc

triomphe du Carrousel, wurde 1828 durch eii

Bronzeguß ersetzt. In Deutschland wurde HUH

Denkmal Blüchers in Altona 1852 nach einem l

dell Schillers von Howaldt in Braunschweig

Bleiguß ausgeführt!"

Auch im 20. Jahrhundert arbeiteten und arbei

Bildhauer in Blei: Wilhelm Nida-Rümelinl", Jo

Perndl (Büste Bischof Doppelbauerl"), eine r

derne Plastik von Michael Croissant, eine blo

hafte "Stehende Figurii aus Blei, entstand 1974

Otto Eder bildet nicht nur Skulpturen in Krastz

Marmor, sondern gießt auch Bleistatuetten.

Werkstoff mit ganz eigenem Zauber, der nie s

nen Reiz, der auch nie seine Bedeutung völligi

lieren Wild.

Über Blei als Werkstoff vgl. den vorangeganger

Aufsatz in Heft 1661167, S. 49 - 56.
            
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