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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XXIX (1984 / Heft 192 und 193)


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z sei nochmals zusammengefaßt, daß sich auf dem

iiet Salzburgs eine Steinbockkolonie befand, weldem

 Schutz der Salzburger geistlichen Fürsten untand.

 Unvernunft, der Glaube an eine vermeintliche

iderwirkung des Horns, brachte es dahin, daß die

e schonungslos gejagt, zum Schluß bis auf das letzxemplar

 abgeknallt wurden. Künstlerisch verzierte

ekle, gearbeitet aus dern Steinbockhorn, erinnern

h heute an dieses eher traurige Kapitel menscher

 Unvernunft.

3 die Bearbeitung anbelangt, finden wir bei den Me-Ions

 auch mit Prägestempeln hergestellte Darstelien.

 EinwesentlicherTeil istgeschnitzt, kleinereTeiif

 der Drehbank hergestellt. Die letzteren dienen als

aindungsstücke, beispielsweise zwischen Cuppa

Standtuß.

i zu den Motiven. Hier ist die Anzahl der Stücke, weleinen

 odermehrere Steinböcke zeigen, in derÜber-,

 was zu verstehen ist, sind doch die Schnitzer, welmit

 diesem Material arbeiten, bestens mit der Figur

Steinbocks vertraut. Als Beispiel, in Prägedekor,

ein Apothekenlötfel (Abb. 1, 1a), der einen Nachi

 in einem Exemplar des Salzburger Diözanmums

 hat.

lose mit großem ruhendem Steinbock, geprägt. Steinbockorn,

 Salzburg

lose mit großem ruhendem Steinbock, geprägt. Steinbockorn,

 Salzburg. Querrviaß (Breite) 7,5 cm

lose mit Ftokokotassung und durchgenageltem Scharnier.

iroßer ruhender Steinbock. Steiribockhorn, Salzburg

lose (Abb. 4). Gesamtansicht

lose mit Rokokotassung. Steinbockrudel um Leittier. Monorammiert

 iiM. H.ii. Steinbockhorn. Salzburg

lose mil einer Bärenhatz, geprägt, Boden zugehörig zur

ieckeldose Abb. 4. Steinbockhorn, Salzburg

lose mit 13 schweizerischen Kantonswappen um Darsteling

 des wRütlischwursii, geprägt. Steinbockhorn, Salzburg

lose mitSteinbockfamilie, geschnitzt. Steinbockhorn, Salzur



1,?) Dose, Deckel mit Schnitzdekor und Krallerifassung.

teinbockhorn, Salzburg

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Beim Apothekenlöffei ist die Größe vorgegeben, bei Dosendeckelnhingegen

 nicht. Hiergeschiehtsehroft, daß

das Bildfeld eine Beschneidung der geprägten Bildplatte

 notwendig macht. Es ist wohl anzunehmen, daß der

Hersteller der geprägten Medaillons im allgemeinen

nicht identisch mit dem Silberarbeiter ist, welcher die

vorgefertigten Bildplatten entsprechend der Dosengroße

 zuschneidet. Den großen ruhenden Steinbock erleben

 wir immer wieder (Abb. 2) mit glatter Fassung, mit

ebenfalls glatter Fassung. Jedoch durchgenageltem

Scharnier(Abb. 3) sowie mit Fiokokolassung (Abb. 4, 5).

Eine weitere Steinbockdarstellung (Abb. G) zeigt die

Hauptdarstellung inmitten des querovalen Bildfeldes,

wobei rechts und links vorn Steinbock das Monograrnrn

ßM Hd zu erkennen ist.

Entgegen der üblichen Motivwahl, also Steinböcken,

finden wir bei Abbildung 7 eine Bärenhatz, durch reitendeJägerausgeführt.

 Überraschtwirdmanbeidernächsten

 Dose(Abb. 8), welche als Bildwahl die 1 3 schweizerischen

 Kantonswappen zeigt. In der Mitte wird der

Fiütli-Schwur gezeigt. Es erhebt sich hier natürlich die

Frage, ob wir es hier nicht mit einem Schweizer Erzeugnis

 zu tun haben.

Wenden wir unsden geschnitzten Objekten zu, so findet

l 1 Dose mitgescnnitztem geistlichem Wappen. Silbertassung.

(hi. KordulaÖ-Bischolswappen Höhe 6,5 cm. Steinbockhorn,

 Salzburg

12 Deckeldose mit Steinbockdarstetlung. Wulst gleichfalls beschnitzt.

 Silberfassung. Hohe 4 cm, Breite 8 crn. Steinbockhorn,

 Salzburg

13 Deckeldose mit Darstellung eines tätigen Bergmannes, geschnitzt.

 Wulst mit Tieren beschnitzt, Silberfassung mitWidmung

 zu einem Geburtstag. Hohe 4,5 cm. Steinbockhorn,

Salzburg

15 Deckeldose in Form eines menschlichen Antlitzes im Profil.

Steiribockhorn. Salzburg

16 Doppeldose mit gedrehter Wandung, Silbertassung. Am Unterboden

 Wappen mit den Initialen iiJEk. Steinbockhorn,

Salzburg

17 Deckelkännchen mit reichern silbernen Dekor, reich profiiierter

 Wandung Steinbockhorn, Salzburg

1B Deckelpokal, gedrechselt, silbermontiert. Höhe 32 crn.

Steinbockhorn, Salzburg

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