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Full text: Alte und Moderne Kunst XXIX (1984 / Heft 192 und 193)

 
 
1 Künstlergeneration ist sehr olt von der Sinnlich- 
e Rede. So wie inhaltlich gesprochen die Gegen- 
eschworen wird, ist auch diese Sinnlichkeit ei- 
:h nur bei einem Künstler dieser Generation ein 
igendes Thema und von beklemmenderAuthenti- 
Es ist dies Siegfried Anzinger. Bei ihm ist die Auto- 
ssivität, das Freisetzen von Körpererfahrungen 
zfühlen,dasSelbstdarstellerischenichtleereAtti- 
:ondern beklemmend. Während Schmalix ausge- 
n, ruhig und stark formal interessiert ist, ein konti- 
cher, ausgeglichener wHandwerkerw, konzipiert 
1er seine Bilder nicht wie Schmalix als Ideen, son- 
lUS dem taktilen Prozeß des Zeichnens und Ma- 
lens in der Form eines Automatismus. Formen sollen 
wieder neu entstehen, so als 0b der Betrachter sich 
selbst in den tatsächlichen ProzeB seiner eigenen wirk- 
lichkeitserzeugenden Einbildungskraft oder imagina- 
tion einführt. Die Bilder überlassen uns einen großen 
Befragungsspielraum und eine stark spürbare Offen- 
heit. Man spürt, wie sehr der Malertrdtz großer Produk- 
tion sich verausgabt, wie wenig hier Routine (im guten 
Sinne etwa bei Schmalix) am Werke ist, wie stark hier 
Gelingen und Versagen nebeneinanderstehen. Die psy- 
chomotorische Steuerung der Bilder ist deutlich. Anzin- 
gers dranghatte, in der Angst isolierte und diese Angst 
durch Gewalt überwindende Sexualität steht deutlicher 
in der Nähe der deutschen whettigen-t Malerei ode 
Zeichnungen Martin Dislers als in der Nähe seiner 
geglichenen Landsleuteu. 
In den Bildern von Clemens Kaletsch spielen Selbe 
iektionen in zeichenhafter Reduktion ebenfalls eine 
le. Das Bildistjedoch trotz allerstark gestisch ausi. 
den Vortragsweise vom Hersteller distanziert, da: 
ästhetische Momentnichtso starkwie beiAnzingei 
Bild weniger psychomotorisch denn durch eint 
stimmte Bildidee gesteuert, der nicht selten zeit 
hatte Kürzel zugrundeliegen, Das emblematische 
chen verkürzt und nach verschiedenen Seiten hin 
barund offen, spieltbei Turi Werkner, derzu der M2
	        

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