MAK

Full text: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Sonderheft Europäisches Denkmalschutzjahr 1975) (1975)

italisierungsproiekt St. Leonhard im Bade] 
nten. E 60 6725552 Gerd Endmayr und 
l 6825767 Gerhard Ross. 
für Präventivmedizin und Geriatrie (Al- 
dizin). 
Jrchgeführten Befragungen erbrachten ein 
ischendes und daher besonders beachtens- 
Ergebnis, nämlich eine auffallende Mehr- 
ir das Rehabilitationszentrum. Mehr noch, 
llte sich deutlich ein unerwartet dringen- 
idarf nach einer derartigen Anstalt heraus. 
ar im herkömmlichen Sinn sind nämlich 
erapien der Vorsorgemedizin in mehrfa- 
linsicht ungeeignet" und können sich auch 
schon wegen Personal- und Plotzmangels 
larauf einstellen. Ganz abgesehen davon, 
Risikopatienten von einer Spitalsatmo- 
E nach Möglichkeit ferngehalten werden. 
em aber zufolge neuester Erkenntnisse 
Sparte der Medizin aus volksgesundheitli- 
owie gesellschaftlichen Gründen zu einem 
gen Bestandteil der Gesundheitspoltik ge- 
n ist und ihre Bedeutung in Zukunft noch 
ich zunehmen wird, ist das Projekt Reha- 
onszentrum St. Leonhard als eine nahezu 
Lösung zu bezeichnen, eine Lösung, die 
rund des erwiesenen dringenden Bedarfes 
einer solchen Anstalt auch die größte 
e hat, realisiert zu werden. 
ie durch die Natur gegebenen Vorausset- 
1 braudwt hier nicht näher eingegangen zu 
n. Würzige Waldluft, Ruhe und die gegen 
I schützenden Bergketten im Norden sind 
en Besuchern des Bades immer in begei- 
en Worten geschildert worden. Überdies 
besonderer Vorteil onzuführen, daß sich 
irhandene Bausubstanz, wie die Untersu- 
an Endmayrs ergaben, unter Wahrung des 
immenen Erscheinungsbildes für die vor- 
ane Verwirklichung adoptieren bzw. aus- 
läßt. 
Blich bieten die Kontakte, die Endmayr mit 
arschiedensten Persönlichkeiten aufgenom- 
iat, bereits eine gewisse Gewähr für die 
ung echter -und auch finanzkrüftiger Inter- 
en und somit für die Realisierbarkeit des 
bens. Wenn diese Zeilen in Druck gehen, 
Diplomarbeit abgeschlossen und abgege- 
Nenn Endmoyr sein Diplom erhalten hat, 
v8 
 
ist er ohne Zweifel am ehesten in der Lage, die 
erforderliche Planung für die Einrichtung eines 
Rehabilitationszentrums durchzuführen. Seine ins 
Detail gehenden Untersuchungen der Bauscha- 
den sowie die Vorschläge, der bestehenden Bau- 
tengruppe weitere Baukörper zuzuordnen, und 
andere erarbeitete Ergebnisse kämen ihm dabei 
zugute. 
Somit besteht berechtigte Hoffnung, das einst so 
beliebte Alpenbad im Jahr der Denkmalpflege 
aus einer Lethargie zu erwecken, den bereits 
fortgeschrittenen Verfall zu stoppen und den 
Ausbau zum Rehabilitationszentrum zu beginnen, 
so daß in absehbarer Zeit Bad St. Leonhard 
neuerlich im Dienste der Volksgesundheit eine 
wichtige Aufgabe zu erfüllen haben dürfte. 
Voraussetzung dafür ist iedoch, daß die Besit- 
zerin die Liegenschaften zu angemessenen Prei- 
sen zu verkaufen bereit ist. Erst dann ist es sinn- 
voll, Kirche und Kapelle zu restaurieren. Hiefür 
sollen Mittel aus der erwähnten Bausteinaktion 
Verwendung finden. Die instand gesetzte und 
restaurierte Kirche könnte dann sicherlich auch 
für Konzertveronstoltungen benützt werden. Im 
vorigen Jahrhundert angelegte Spazierwege zu 
Aussichtsplötzen mit herrlichen Rundblicken wür- 
den wieder aktiviert. Selbst die Kegelbahn er- 
hielte ihre Funktion zurück. Einer der idyllisch- 
sten Erholungsplätze Kärntens würde wieder, wie 
seit Hunderten von Jahren, Heimstätte für Men- 
schen, die hier Genesung finden, werden. 
7 Revitolisierungsproiekt St, Leonhord im Bade. 
Ausschnitt aus dem Bereich Kirche-Kapelle. 
8 Revitalisierungsproiekt St. Leonhard im Bade. 
Ausschnitt aus dem Bereich Hauptgebäude. 
I Unser Autor: 
W. Hofrat Dr. Siegfried Hartwagner 
Landeskonservator für Kärnten 
Bundesdenkmalamt 
Alter Platz 30ll., Palais Goess 
9020 Klagenfurt 
43
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.