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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 72)

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eichnung Sinterhaut möchte ich vermeiden, da die folgende Materialatellung

 zeigt, daß die Gußmasse nicht so Hüssig gewesen ist, wie

eine auuucue uuuiiaur tiiuu. 4;. 1.115. ullklllöul aulll.

inger annahm.

"Ferlmik der Gurte: in der rrrlurrnru Turm

Widerlegung der Springerischen Thesen ist eine genaue Darlung

 des llerstellungsvnrganges notwendig. Im folgenden die

zelnen Phasen des Vorganges:

Der Bildhauer modelliert das vollrunde Wachsmodell anhand einer

zze oder eines „Risses". (Dabei kann ein ganz leichtes Gerüst aus

1nbarem Material verwendet werden.)

Das fertige und in kaltem Zustand feste Bildwerk wird nun mit

i auch beim Bronzeguß üblichen befeuchteten Furmsand5 sorgg

 ummantelt, wobei jedes Detail vollkommen eingebettet wird.

Sen wird der Formsand von einem Formkasten aus Eisenblech

alten.

Das ummantelte Bildwerk wird nun erhitzt, bis das XYachsmodell

sig wird und herausläuft. Etwaige Stützen werden nach unten

iusgezogen.

(un wird durch ganz starke Hitze das restliche nicht ausgelaufene

:hs restlos verbrannt. Gleichzeitig backt der Formsand durch die

ze zu einer porösen luftdurchlässigen Masse zusammen.

In die leere Sandform wird nach dem Erkalten das breiige

Smaterial eingefüllt. Ähnlich wie beim heutigen Betonieren wird

ch ständiges Rütteln das Material an den an der Form anliegenden

:hen feucht gehalten und allmählich in alle, auch die kleinsten und

sten Abzweigungen und ljnterschneidungen hineingerüttelt. Das

ler Form allmählich absinkende Material wird so lange nachgefüllt,

die Form voll ist.

{ach mehreren XVochen i oder beim Zusatz von Gips als Schnelller

 schon früher 7 wird das ummantelte Gußstück wieder umreht

 und auf die Basis gestellt. Der Formkasten wird geöffnet,

Formsand leicht und vorsichtig heruntergebröckelt und alle De-.

 des fertigen Gußstückes freigelegt.

lleine Einzelheiten der Oberfläche der Figur werden nachgearbeitet,

Äiuß nicht ausgeilnssene Stellen mit demselben Material aufgemörtelt.

einem völligen Gelingen des Gusses sind jedoch kaum Nachzitungen

 nötig.

)ie Figur kann nun farbig gefaßt werden.

Jlriiglirbleeilez: rine: Cnrre: in der Xllirkfoml

wen der Technik des einmaligen Gusses in der verlorenen Form

l wohl gelegentlich auch andere Techniken angewendet worden,

beispielsweise der Guß in einer aus Teilen bestehenden Gipsmform.

 Dabei konnten auch anstelle von Wachs Modelle aus

1 oder Gips verwendet werden. Es konnten so jedoch keine unternittenen

 Faltensäume und andere Unterschneidungen wiedereben

 werden. Diese Technik, welche mehrere Güsse aus einer Form

tattet, fällt wegen der fehlenden Lnterschneidungen für alle künstsch

 bedeutenden Objekte weg. Die Tatsache, daß auch niemals

:i gleiche Stücke aus derselben Form gefunden wurden, beweist

nfalls, daß diese der sakralen Bedeutung der Steingußwerke

1400 unwürdige 7- vervielfaltigende Technik kaum verwendet

rden ist.

' (Änß in {um ilrilrliiivcrrl

lC interessante Beobachtung machte der Verßisser im Mailänder

nsthandel", wo 1962 die untere llälfte eines mächtigen Vesperles

 in „maniera tedesca" um 1400 aus rotlichem Steinguß stand.

r Plastik endet oberhalb des tjuerliegenden Christuskiärpers in einer

tten Ebene; der Oberkorper und Kopf der Madonna fehlt. Die

tte Oberilache des oberen Abschlusses entspricht in ihrer Konenz

 auch der Ubetilache der gesamten Plastik, die keinerlei Fassungsten

 tragt. Daraus geht hervor, daß man für dieses sehr große Objekt

i (Juli in zwei llalften ausgeführt hat. Auch für einen Transport

den Aufstellungsort hatte dieses Verfahren seine Vorteile.

' die Darstellung der (iußtechnik dankt der Verfasser wertvolle

4 Steingullitiailunna. Mm.- u. jh..

Natlnllillnlllscuiti, m.

S Salzburgcr SICH![Zlllilililtihlllh]

"Madonna Colli"

im rmmimr Liebiglmxixtx

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