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Full text: Alte und Moderne Kunst IX (1964 / Heft 73)

 
 
ende Außenstelle zu entwerfen und die 
chenden Objekte auszuwählen. Als 
: Norm galt der Grundsatz, ausnahmslos 
aestände heranzuziehen. Was die Art 
ifstellung betraf, gab es für Direktor 
riessmaier keinen Zweifel darüber, daß 
nicht interieurmäßig erfolgen konnte. 
Auffassung fand ihre Begründung zu- 
schon in der Beschaffenheit der Pe- 
er Räume selbst. Die Mehrzahl von 
ist so schlicht, daß der Gedanke an 
iuseale Anordnung der Objekte näher- 
s die Vorstellung, nun hier Ensembles 
ien, die unweigerlich den Charakter von 
Künstlichem und Konstruiertem an sich 
hätten. Hingegen gewährte die museale 
llung wesentlich mehr Freiheit. Durch 
ensemblemäßigen Rücksichten gebun- 
:onnte die Dokumentation viel weit- 
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Dielenschrank neben französischen Regence- 
Fauteuils und eine kostbar intarsierte englische 
Tischplatte neben einem österreichischen Sekre- 
tär auszustellen, wenn sie der gleichen Epoche 
angehörten und ästhetisch miteinander har- 
monierren. Dieses Beispiel entspricht der 
tatsächlichen Anordnung in einem der Zim- 
mer. Sie wurde in den anderen ähnlich durch- 
geführt. Überdies bot die museale Aufstellung 
die Möglichkeit, Vitrinen zu verwenden, um 
kleine kunstgewerbliche Objekte zu zeigen. 
In das Kunstgewerbemuseum wurde auch das 
Stiegenhaus und der Vorraum im ersten Stock 
miteinbezogen, wo schmiedeiserne Gitter u. ä. 
angebracht sind, die durch ihre kalligraphische 
Schönheit die Räume wirkungsvoll beleben. 
Das erste Zimmer des eigentlichen Museums- 
traktes ist mit Boiserien des 19. Jahrhunderts 
vertäfelt, in die zahlreiche Ahnenbilder ein- 
.. ßinrl Hi. Aneemmuno Iron- den Ge- 
 
 
rungsstiicke zur Familien- und Schloßge- 
schichte auszustellen, die in sechs modernen 
und in ihrer sachlichen Strenge bewußt mit der 
Raumdekoration kontrastierenden Tischvitri- 
nen gezeigt werden. In den folgenden Zim- 
mern ist hauptsächlich Mobiliar zu sehen, für 
dessen Auswahl der barocke Charakter des 
Schlosses bestimmend war, so daß hier die 
Möbelkunst des Jahrhunderts von 1680 bis 
1780 mit zum Teil erlesensten Werken aus 
verschiedenen europäischen Ländern doku- 
mentiert wird. In dem geräumigen Gang mit 
seinen zahlreichen, großformatigen Familien- 
bildern des Schloßbesitzers gelangten zwanzig 
neu angefertigte Vitrinen zur Aufstellung. Sie 
enthalten: modische Accessoirs, Porzellan, 
Fayencen, Hafnerkeramik, Glas, Goldschmiede- 
kunst, Zinn, Bronze, Eisenarbeiten (Prunk- 
schlösser, Schlüssel, Beschläge usw.), Leder- 
arbeiten und Elfenbeinschnitzereien. Außer-
	        

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