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Full text: Wiener Silber 1780 - 1866, Band 2: Zuckerstreuer, Zuckerdosen, Zuckervasen, Zuckerzangen

571 Zuckerdose, Silber, Wiener Feingehaltspunze 1858, Meisterzeichen 
T & C° ( = F. Triesch); vgl. Kat. Nr. 56, S. 575. - Sugar casket, silver, 
Viennese control mark 1858, maker's mark T & C° (= F. Triesch); cf. cat. 
no. 56, p. 575 
ZUCKERDOSEN (ZUCKERKASTEN) 
Wenn wir uns der zweiten großen Gruppe von Zuckerdosen, jenen mit Schloß, zuwen 
den, so finden wir mehrere Formtypen, die manchmal auch durch die Bezeichnungen 
„Zuckerkasten“ oder „Zuckerschachtel“ charakterisiert werden: die geradwandige Dose 
von rechteckigem Querschnitt, in ihrer reinsten Form mit flachem Deckel ohne Knauf, 
fußlos auf einer Standfläche stehend (Abb. 569, 570, S. 352), Wandung und Deckel kön 
nen mit flächenfüllenden Ornamenten oder Bordüren geschmückt sein, ohne die Form 
zu beeinträchtigen. 
Gegenüber den gerippten Oberflächen der Dose (Abb. 572, S. 354) erfährt eine andere 
durch die Betonung der Fußzone und der länglichen Handhabe des Deckels bereits eine 
formale Ausweitung (Abb. 574, S. 355). Grundsätzlich noch von rechteckigem Quer 
schnitt, prägen die architektonische gegliederte Wandung, Kugelfüßchen und Birnknauf 
des Deckels die Gestalt der Dose (Abb. 575, S. 355). Diesem Typus der Zuckerdose in 
Kastenform mit Füßchen und Deckelknauf sind noch weitere Beispiele zuzurechnen 
(Abb. 573, S. 354). 
Von besonderer Leuchtkraft sind die metallmontierten Glasdosen (Abb. 578-581, S. 358, 
359) aus Farbglas oder geschliffenem Überfangglas. Die abgeschrägten Ecken einer 
Glasdose (Abb. 581, S. 359) wandeln den vierseitigen Querschnitt zum achteckigen um; 
in dieser Hinsicht sind Silberdosen vergleichbar, deren Wandungen guillochiert, bordü 
rengesäumt oder reich profiliert sein können (Abb. 584-587, S. 361, 362). Die Gestal 
tungsmöglichkeiten der rechteckige Dose des beginnenden 20. Jahrhunderts wird in
	        
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