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MAK

Full text : Wiener Porzellan vom Spätbarock zum Art Déco

1825
Eduard  Pollack  wird  als  Blumenmaler  eingestellt  (ab  1843  Obermaler).  -  Tod  des  Direktionsadjunkten ­
  Joris,  an  dessen  Stelle  Scholz  tritt.
1826
Joseph  Leithner  reist  zu  Studienzwecken  nach  Meißen  und  Berlin.

FÜNFTE  PERIODE  (1827  -  1864)
1827
Matthäus  Niedermayer  wird  als  Direktor  von  Benjamin  von  Scholz  abgelöst.  -  Personalstand: ­
  273  Mitarbeiter  (darunter  72  Maler,  1  Modellierer,  7  Bossierer,  8  Blaumaler
und  41  Dreher).
1833
Tod  von  Benjamin  von  Scholz.  Andreas  Baumgartner,  Professor  für  Physik  an  der  Wiener ­
  Universität,  wird  provisorischer  Leiter  der  Fabrik  (bis  1842).
1835
Teilnahme  an  der  „Ersten  allgemeinen  österreichischen  Gewerbsprodukten=Aussfe/-lung“
  in  Wien:
Sie  beschäftiget  gegenwärtig  250  Individuen,  darunter  80  Maler,  und  verarbeitet  täglich  5'/>  Ztr.
Porzellanmasse  und  80  Ztr.  feuerfesten  Thon.  Zur  Erzeugung  der  Porzellanmasse  beziehet  sie
beinahe  ausschließend  die  vorzüglich  weiße  und  feuerfeste  Porzellanerde  aus  Böhmen  und  Ungarn, ­
  statt  der  früher  von  paßau  und  Brenditz  (in  Mähren)  eingeführten.  Die  rohen  Materialien
werden  fast  durchgehends  mit  Maschinen  zubereitet,  welche  eine  Dampfmaschine  in  Bewegung
setzt.  Jährlich  werden  gegen  180,000  Stück  verschiedener  Fabrikate  producirt,  als:  Tafel-  und
Kaffeegeschirre,  ein  Haupterzeugniß  der  Fabrik,  von  welchem  mehr  als  die  Hälfte  mit  Gold  verziert ­
  wird;  große  Töpfe  und  Schüsseln;  Vasen;  Büsten:  Gruppen:  und  große  und  kleine  Gemälde.
Zuer  Erzeugung  der  Vasen,  Töpfe,  Büsten  u.  dgl.  ist  die  Wiener  Porzellanmasse  besonders  geeignet, ­
  so  zwar,  daß  solche  Stücke  nirgends  um  den  gegenwärtigen  Preis  der  k.  k.  Fabrik  geliefert
werden  können.  Unter  allen  Theilen  der  Fabrikation  hat  sich  seit  den  erfolgreichen  Bemühungen
des  Hm.  v.  Sorgenthal  die  Malerei  am  meisten  hervorgethan,  und  es  sind  nach  dem  Urtheile  aller
Sachkenner  die  Porzellangemälde  der  k.  k.  Fabrik  bis  jetzt  weder  im  In-  noch  Auslande  übertroffen ­
  worden.
Zur  Ausstellung  wurden  übergeben:
ein  Tableau  mit  dem  Portrait  weiland  Seiner  Majestät  des  Kaisers:  -  /  2  Tableaus  mit  Portrait  Seiner ­
  jetzt  regierenden  Majestät:  -  /  7  verschieden  große  Tableaus  mit  Blumengemälden  und  Portraits:
  -  /  Büste  weiland  Sr.  Majestät  des  Kaisers:  -  /  21  Vasen  verschiedener  Größe,  mit  und
ohne  Postamente,  vergoldet,  im  hetruskischen  Geschmack,  mit  historischen  und  Blumengemälden, ­
  mit  Portraits,  aufgelegten  Blumen,  mit  Bronzeköpfen  und  anderen  Verzierungen:  -  /  eine
Zuckervase  mit  Fruchtgemälde:  -  /  7  Postamente  mit  Vergoldung  und  erhabenen  Verzierungen:  -
/  1  Potpourri:  -  /  8  Gartengeschirre,  mit  Blumengemälden  und  Goldverzierung:  -  /  2  Obstkörbe
mit  aufgelegten  Blumen;  —  /76  Schalen  verschiedener  Form,  mit  Gemälden,  Goldportraits,  erhabener, ­
  glänzender  und  matter  Vergoldung,  verschieden  gefärbt  und  verziert:  -  /  2  Schwenkschalen ­
  mit  Blumengemälden:  —  /  6  Punschbecher:  —  /2  Dejeunees  für  6  Personen,  mit  Gemälden  und
Vergoldung:  -  /  1  Dejeunee  für  2  Personen,  mit  Goldverzierung:  -  /  4  Theeflaschen  mit  Blumengemälden, ­
  aufgelegten  Blumen,  glänzender  Vergoldung  und  erhabenen  Goldfiguren:  -  /  1  Zukkerdose
  mit  Goldstreifen:  -  /  2  Kaffeemaschinen  mit  Gold--  und  Silberverzierung:  -  3  Rechauds
verschiedener  Form,  mit  Gemälden  und  Goldverzierung:  -  /  58  Teller  mit  Gemälden,  Gold z  und
anderer  Verzierung:  -  /  17  Konfekt  und  Kompotteller,  mit  Gemälden,  Gold--  und  anderer  Verzierung: ­
  -  /  2  Suppenschalen  sammt  Teller:  -  /  2  Saucieres  mit  Teller:  -/2  Brottassen  mit  Blumengemälden: ­
  -  /  2  Töpfe  mit  Dessins:  -/  2  Kasserols:  -  /  1  Flasche  mit  Goldstreif:  -  /  1  Waschbekken
  mit  Kanne:  -  /  3  Leuchter  mit  Löschhörnchen;  -  /  2  Lichtschirme  mit  Fassung:  -  /  6  Schreibzeuge ­
  verschiedener  Form,  Färbung  und  Verzierung:  -  /  6  Briefbeschwerer  verschiedener  Form;
-  /  1  Lesepult;  -  /  2  Schreibtafeln  für  botanische  Gärten;  -  /  2  Schreibplatten;  -  /  1  Hand  und
2  Rosetten  zu  Draperien;  -  /  1  Rauchhund  und  4  Hundsköpfe.
Unter  diesen  Expositionsstücken  beurkundeten  vor  Allem  die  größeren,  als:  die  24  Zoll  hohe
Vase,  der  transparente  18  Zoll  hohe  und  12  Zoll  breite  Lichtschirm,  die  26  Zoll  hohe  Büste  weiland ­
  Sr.  Majestät  Kaisers  Franz  /.,  die  zwei  24  Zoll  hohen  und  19  Zoll  breiten  Platten  mit  Blumen-61


            
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