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■ WM
75-7/ Bindenschilde in Unterglasurblau zwischen 1749 und 1784
(Abb. 75, 76) und Malernummer mit A (Abb. 77)
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78, 79 Bindenschilde mit Krone in Untergla
surblau, wohl nach 1760 und vor 1784
Abb 88, S. 81; Abb. 104, S. 85; Abb. 137, 140, 141, 143, S. 92) sind von Blaumalernum
mern unter der Glasur (Abb. 63-66, 71-74, S. 76) leicht zu unterscheiden; manchmal
kommt eine Kombination von Blau- und Buntmalernummer vor, wenn ein Objekt Auf-
und Unterglasurdekor trägt (Abb. 74, S. 76).
Während die Buchstaben S und Z noch nicht eindeutig identifiziert wurden, liegt eine
Deutung des A mit Ausschuß nahe; ob das P mit „Povel“ gleichzusetzen ist, ließ sich
bisher nicht klären. Ritzzeichen sind wohl mit Glasurzeichen (Abb. 60, S. 73; Abb. 70,
S. 76), gestempelte Zahlen mit Weißdrehernummern gleichzusetzen.
Eine ungewöhnliche, „königliche“ Form des Bindenschildes mit Krone war bisher auf
Porzellanen (vor allem Anbietplatten) festzustellen, die sich formal an französischen
Vorbildern zu orientieren scheinen und in die Zeit vor 1784 zu datieren sind (Abb. 78,
79, S. 77). ... .
Mit der Einführung des Jahresstempels durch Sorgenthal wird der jeweilige Binden
schild eindeutig einem bestimmten Jahr zugeordnet (Abb. 82 ff., S. 80 ff.). Aus einer
Gegenüberstellung (Abb. 93-115, S. 84, 85; Abb. 118-134, S. 88-89, Abb. 137-148,
S. 92, 93) wird die Vielfalt der Bindenschild- Formen ersichtlich.
Das Zeichen des Bindenschilds erscheint mehrmals in den Akten der Wiener Manufak
tur, häufig in Darstellungen der Manufakturgeschichte als Hinweis auf die Fabriks
marke; als wichtigste Quelle dient uns ein Bericht von Sorgenthal aus dem Jahre 1798
(HKA, Bankale A rote Nr. 2235, fol. nicht angegeben):
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