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Volltext: Wiener Porzellan vom Spätbarock zum Art Déco

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135 Henkeltasse mit Untertasse; Wiener Porzellanmanufaktur, unterglasurblauer Binden 
schild, Jahresstempel 826 (= 1826) und Weißdreherstempel 12 (= Michael Neubich) auf Tasse 
und Untertasse; Tasse (bez. „Vue de la place et l’eglise de S' Etienne ä Vienne.“, Ritzzeichen 3, 
Höhe: 8,5 cm, Durchmesser oben: 10,5 cm); Untertasse (Nr. 75 = Formnummer?, Malernum 
mer A 29, Ritzzeichen 6, Schleifstrich; Durchmesser: 18,2 cm, Höhe: 3,5 cm). - Antiquitäten 
C. Bednarczyk, A-1010 Wien, Dorotheergasse 12 
mayr zu überlegen, wie und auf was Weise das künftig unbemahlener verkaufende weisse Aus 
schuß Porcellain so gezeichnet werden könnte, daß sich die hievon ausser der Fabrick bemah- 
lende Stücke von denen in der Fabrick verfertigten verläßlich unterscheiden ließen. 
Da nun fast alle andere Zeichen entweders leicht auszutilgen, oder nachzumachen, oder auch 
kostbar ausfallen würden; scheinet die Paraphirung oder der Einschnitt eines kleinen Andreas 
Kreuzeis durch ein Steinschneider Rädel zu obangeführten Ziel und Ende das leicht und sicher 
ste Mittel zu seyn, massen, wenn es von Jemanden ausgeschiiefen würde, dieses auf der Scher 
ben Fläche ein kennbare Spur hinterlassen würde. 
Damit aber die dermalige Steinschneider sonderbar, wenn mehrere oder größere Posten abneh 
mende Käufer herankometen und alsbaldige Abfertigung verlangten an ihrer Arbeit, und Beförde 
rung der Mahler nicht verhinderet würden, ist angerathen worden einen Gehilfen oder jungen 
Menschen mit 17 Kr Taglohn vorzuschlagen, welcher dergleichen Paraphirung verrichten, und 
wenn er damit kein Beschäftigung beständig hätte, das übrige Porcellain von dem schärften an 
klebenden Sande am Füßel befreyen, auch die Steinschneiderey nach und nach erlernen könnte. 
Dazu wäre ein alte zwar unganze Steinschneider Machine bereits vorräthig welche mit geringen 
Unkosten zugerichtet werden konnte; Es beruhet aber alles an gnädiger Disposition 
Wien den 6 1 November 1783. / Franz Jos: v Wolff / Joseph Rolling (HKA, Bankale rote Nr. 10013, 
fol. 1243 r°, v°). 
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