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Full text: Wiener Silber 1780 - 1866 : Tabaksdosen

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231 Detail einer Schnupftabaksdose, Kat. Nr. 4 (wohl J. Schütz, 1807-1809). - Detail of a 
snuffbox, cat. no. 4 (probably J. Schütz, 1807-1809) 
TREIBEN MIT PUNZEN: PUNZIEREN UND ZISELIEREN 
Durch das Einschlagen von Punzenstäben können zahlreiche Einzelmotive - von sehr 
einfacher Gestalt bis zu detailreicheren Motiven - erzielt werden. Einen fortlaufenden 
Dekor kann man durch das Bewegen der Punzen während des Schlagens mit dem Pun 
zenhammer erzielen; diesen Vorgang nennt man das Ziselieren. 
Schmale, ziselierte Umrahmungen im Zickzack sind auf manchen Detailabbildungen zu 
erkennen (Kat. Nr. 18, 3, Abb. 227, 228), auch bei einem weiteren Ausschnitt (Kat. Nr. 2, 
Abb. 230), dessen Flächenmusterung fast wie eine Guillochierung wirkt. Die Ziselierung 
hat oft die Funktion, Ränder beim Zusammensetzen mehrerer Teile zum Verschwinden 
zu bringen, zu kaschieren, um Übergänge und Kanten zu versäubern. 
Darüber hinaus kann die Ziselierung aber auch anders eingesetzt werden: nicht nur als 
Randdekor, sondern als flächenteilendes Zickzack in Kreissegmenten bzw. Rautenfor 
men (Kat. Nr. 4, Abb. 231). Als eigenständiges, reizvolles Flächenmuster, aus Zickzackli 
nien Blattranken bildend, wird die Ziselierung als dominierender Dekor von Wandungen 
(Kat. Nr. 40, Abb. 232, 233) gerne mit Punzierung kombiniert. 
Das Zickzack der ziselierten Bordüren- oder Flächenrahmung findet sich auf zahlreichen 
Objekten, von denen in der Folge viele Details abgebildet werden (Abb. 234 ff.). Selte 
ner sind kompliziertere Gebilde, wie das Zickzack-Spiralwellenband (Kat. Nr. 40, 
Abb. 309). 
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