1840. Diese Metall = Legirung, welche zu unvertilgbaren Verzierungen auf Eisen, Stahl, und
sogar auf Porzellan anwendbar ist, besteht aus acht Theilen Gold und einem Theile Platin.
Beide Metalle werden mit % Salpeter und derselben Menge Borax und Operment geschmol
zen. Nach dem Ausgießen stoßt man die Metallmischung zu einem feinen Pulver, versetzt es
mit etwas Borax und Wasser, und trägt es wie Email auf die betreffenden Gegenstände. Das
Aufschmelzen geschieht in einer Muffel. Diese Komposizion kann noch härter gemacht wer
den durch Zusatz von 1 / e Kupfer und einer gleichen Menge Silber. “ (Beschreibung 2/1842,
S. 176).
Vier Dosen des vorliegenden Kataloges sind mit seiner typischen Punze SES gekenn
zeichnet (Kat. Nrn. 12, 13, 25-27). Während die beiden älteren (Kat. Nr. 12, 13) dem tradi
tionellen Genre mit reliefiertem Deckel (vermutlich maschinell vorgeformt) verpflichtet
ist, zeigen die drei späteren (Kat. Nrn. 25-27) Kombinationen verschiedener Techniken,
zu denen auch die Ätzung zählt.
PETER STUBENRAUCH
wird als Silberarbeiter sowie als „k. k. ausschließend privil. und bürgert. Silberarbeiter“
(1834) genannt, „verfertiget alle Gattungen Silberwaaren, große und kleine Hand = und
Maschinen = Arbeiten nach englischer und französischer Art“ (Schilling 1834, S. 215).
Seine Gewerbsverleihung erfolgte 1833.
Adressen: In der Alservorstadt, Schwarzspanierhause am Glacis 200, „das Gewölbe in
der Spenglergasse 426, der Ober= Polizei = Direction gegenüber“ (1834); Spängler-
gasse 426 (1834, 1835); In der Alservorstadt 200 (1836).
Die Dose (Kat. Nr. 30) kann ihm vermutlich zugeschrieben werden.
Sowohl die Kurzbeschreibung als auch der Originalwortlaut eines Stubenrauch gewähr
ten Privilegiums können im folgenden zitiert werden:
„Peter Stubenrauch, Inhaber eines ausschliessenden Privilegiums, in Wien (Gumpendorf,
Nro. 262); auf die Erfindung einer Maschine zur Verfertigung, Pressung und Streckung der
Gold- und Silberarbeiten von was immer für einer Stärke und Dicke, wodurch auf eine sehr
vorteilhafte Art alle Verzierungen der Gold- und Silberarbeiter geschmackvoller, rein und sehr
preiswürdig hergestellt werden können, welche also in jeder Hinsicht sehr viele Vortheile ge
währt, indem die Gold- und Silberwaaren preiswürdiger und geschwinder in das Reine ausge
fertigt weren können. Auf fünf Jahre; vom 12. Mai. “ (Jahrbücher 14/1829, S. 382, 383).
Beschreibung der Maschine in (?) Jhre Wesenheit besteht darin
No 1. Jst ein Wellbaum wo zwey Triben (?) angebracht sind auf die eine Seit kommt ein
Wecksei (?) an disem ist ein Rath von 5 Schu gros mit Kämme dahran kommt ein Trib was
durch ein Schwunchrath in gang geset wirt, wen der Punkt kommt wo die gewalt ausgeübt
werden soll. So ist das Schwunchrath eingerichtet das ein oter zwei Menschen es von ausen
ergreifen könen. So ist die Gewalt übermesig.
No 2. Jst eine walze wo eine öfnung ist. Da körnen die Stanzen hinein. Die Walze ist 12 Zoll im
Durchmeser von geschmiteten Eisen. Daher kann man die Stanzen mit Eisernen Keill wie
mann will fest keilten sie hat 3 Öfnungen so kan in einmal herum 3erlei Fasonen ferfertiget
werten.
No 3. Jst dieselbe walze nur kirzer da körnen die gegen = Stanzen hinein die wie sie sein sol
len von Gusstall gegosen werten. Der Zusamentruck geschigt blos durch Eisernen unterla
chen.
No. 4 Jst ein Stuck mit 4 Säulen und 2 auf (?) die ganze Maschine hat nur zwey Schraufen wo
mit der Weltbank zum Herauszunemen ist. Das Ganze besteht aus Guseisen ausgenomen
No 1.-2.-3 und gleinen Seiten Rather (?) von geschniten Eisen. Die Grosere Graft Rather (?)
sind auch gegosen.
Bestetiget meine Maschin in der Wirklichkeit
Peter Stubenrauch / Silberarbeiter und / Privilegiums Jnhaber
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