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Full text: Wiener Silber 1780 - 1866 : Tabaksdosen

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336 Guillochiermaschine (nach Montoison?); Reproduktion aus Prechtl II, Tat. 135. - Guilloche 
machine (after Montoison?); reproduced from Prechti II, pl. 135 
§. II. 
Von der Vorrichtung zur Hervorbringung der Bewegung. 
(Fig. 1, 2, 3) 
An der Seite, wo der Arbeiter vor der Maschine sitzt, ist mittelst der Schraubenmutter K eine 
senkrechte eiserne Schiene J an der Bank befestigt. Von dieser Schiene geht unten horizon 
tal die zylindrische Stange L aus, und auf dieser sind mittelst röhrenförmiger Hülsen die Ach 
sen der Rollen M und N so angebracht, daß sich diese Rollen sowohl längs L zur Spannung 
der Schnur verschieben, als auch wenden oder drehen lassen, wenn dieses nöthig seyn 
sollte. Eine starke Schnur oder Darmsaite läuft um die Rolle M, umschlingt hierauf die Rolle N 
ein Mahl ganz, kreuzt sich sodann, und geht endlich auf das unter der Bank befindliche 
Rad Q, dessen Achse sich (wie man Fig. 1 sieht) ebenfalls höher und tiefer stellen läßt. Mit 
diesem Rade ist eine Rolle R verbunden, von welcher eine zweite gekreuzte Darmsaite auf 
die an der Spindel der Maschine befindliche messingene Scheibe S läuft, um ihr die Bewe 
gung mitzutheilen. Um diese nach Belieben langsamer oder schneller zu machen, kann man 
die erste Saite entweder über den kleinern oder großem Schnurlauf von N legen, auch entwe 
der an der Kurbel 0 der Rolle N, oder an der Kurbel P der Rolle M drehen. Es ist bekannt, daß 
aber in allen Fällen die Bewegung der Spindel einer Guillochirmaschine bedeutend langsamer 
seyn muß, als jene einer gewöhnlichen Drehbankspindel. 
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