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347 Elias Montoison, Teile der Guillochiermaschine Abb. 337. - Elias Montoison, parts of
guilloche machine fig. 337
ben Z', O", jene, welche sich auf der Seite der gespannten Feder befindet, hineinschraubt,
bis sie den ihr zugekehrten Arm C' der Vorderdocke berührt. Die Schraube O" ist vorn ge
rade abgestutzt; die Schraube Z' aber geht in eine Spitze aus, mit weicher sie in eine Vertie
fung des ihr zugehörigen Armes C' eintritt, und solchergestalt auch verwendet werden kann,
wenn man bei der Längenbewegung der Spindel den Anlauf wegnehmen will, ohne die Fe
der A " nachzulassen.
Es gibt Fälle, wo man mit einer der zwei bisher beschriebenen Bewegungen der Spindel beim
Guillochiren nicht ausreicht; sondern wo man sie beide vereinigt anwenden muß, so, daß eine
schiefe, oder diagonale Bewegung entsteht. Dieser Fall tritt z. B. bei Uhrgehäusen ein, wel
che diese Gestatt haben, und wo, wenn der Theil a b der Fläche guillochirt werden soll, das
Gehäuse (und also auch die Spindel) sich in der schrägen Richtung yz schieben muß. Diese
diagonale Bewegung wird durch ein sehr einfaches Mittel hervorgebracht, welches man am
besten aus Fig. 3, 13 und 14 kennen lernt. Es muß dabei (weil wie gesagt die Seitenbewe
gung mit der Längenbewegung zu verbinden ist) außer der Feder A " auch noch eine der Fe
dern in den Gehäusen H" gespannt seyn. (Man vergleiche bei der umfolgenden Beschrei
bung noch die Figuren 1, 2, und 4).
Auf dem zur rechten Seite befindlichen Galgen Y', ist mittelst des Lappens r" in schräger
Richtung ein Rohr h' aufgeschraubt. Jn der Höhlung dieses Rohres steckt ein Zylinder, der
oben zum Drehen mit einem Kopfe /', außerdem mit einer Scheibe /', unten aber mit einem
rechtwinklich gebogenen Ansätze K' versehen ist, dessen innere gerade Fläche den Umfang
der an der Vorderdocke bei E’ befindlichen Friktionsrolle berührt. Wenn der Zylinder in dem
Rohre h' so gedreht ist, daß die innere Fläche von K' mit der Achse der Spindel parallel ist
(wie Fig. 13), so ist der Spindel ungehindert die Längenbewegung gestattet, indem die Frik-
tionsrolle E' ungehindert an K' Vorbeigehen kann. Dreht man den Kopf i’ um 90 Grade, so,
daß die innere Fläche von K' mit der Fläche der Vorderdocke parallel wird (wie Fig. 1, 2, 3),
und K' nun nicht mehr neben, sondern vor der Friktionsrolle steht, so ist der Spindel nur die
Seitenbewegung gestattet. Gibt man endlich durch zweckmäßige Drehung des Kopfes /'
dem Stücke K' eine schräge Stellung, welche zwischen den beiden vorigen das Mittel ist, so
wird die von zwei Federn (A " und H") zugleich angetriebene Spindel eine schräge oder dia
gonale Bewegung machen, indem die Friktionsrolle E' der vordem Docke längs der innern
Fläche von K' hingleitet. Man wird, was dieser Erklärung etwa noch an Deutlichkeit fehlen
sollte, aus Fig. 14 (der untern Ansicht von Fig. 13) ergänzen. So lange das Stück K‘ in der
hier angezeigten Stelle bleibt, so wird die Rolle E' in der Richtung des Pfeiles p' daran Vor
beigehen können, und die Spindel hat die Längenbewegung. Bringt man K' in die bei s'
punktirt angezeigte Stellung, so kann die Rolle E, von der Feder A A (Fig. 1) in der Rich
tung p' getrieben, und zugleich von einer der Federn H " (Fig. 3) gegen die Fläche von K'
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