LOUIS MAIRE: GUILLOCHIERMASCHINE (1833)
Beschreibung der verbesserten Guillochir = Maschine, für die Verfertigung von Uhrgehäusen,
Uhrzifferblätter etc etc von Louis Maire aus Neufchatel in der Schweitz gebürtig. Guillocheur
in Wien.
Diese Verbeßerung bestehet in der Wesenheit darinn, daß die Patronen, oder Modelle, für die
/: Desseins :/ Zeichnungen von Blumengehänge, Sträuße, Gewinde, Schnüre, Gersten Kör
ner, und übrigen Zeichnungen etc etc aus einem einzigen Stücke bestehen, und dadurch die
selben niemals aus ihrer Richtung und Ordnung kommen können, - was bey den bisher übli
chen sich oft der Fall ergiebt.
Daß vermittelst einer auf dem Wellenbaume angebrachten Vorrichtung durch ein Räderwerk
/: oder Werk:/ und ein Schrauben ohne Ende /: Gewinde ohne Ende, oder Alchimedes
Schrauben genannt:/ die vorgenannten Patronen und Modelle, mit den großen Patronen und
Modelte in Verbindung gesetzt werden.
Daß um den Grabstichel nach der beliebigen Entfernung, kreisen und fort bewegen zu laßen,
dieses durch ein angebrachtes gezähntes Rad, mit einem Sperrer (?) versehen bewerkstel
ligt wird, wodurch die Zählung beseitigt wird, wo man bisher sich oft irrte.
Daß durch diese gemeinschaftliche Verbindung, geflammte, gewäßerte /: moiree :/ Zeichnun
gen verschiedener, neuer Art erzeugt und hervorgebracht werden.
Daß die Arbeit bedeutend schneller, und vortheilhafter abgefertigt wird, und daß die, auf
diese Art guillochirten Uhrgehäuse und Zifferblätter aller Art, und Metalle als die bisher be
kannten wohlfeiler zu stehen kommen.
Prot: N° 1146 de 1837 / Priv: Reg: N ° 1563 /: 1 Umschlag und 1 Beschreibung,
vom 10. December 1833.
(Technische Universität Wien, Universitätsarchiv, Priv. Reg. Nr. 1563)
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