DIE „ROSENMARKE“
Eine hochrechteckige Rahmung umschließt eine Blume, deren strenge Stilisierung im
oberen Geviert eine geometrische Blüte, im unteren Teil einen Stiel mit knospenartigem
Gebilde und ein Blatt erkennen läßt. Der quadratischen bzw. rechteckigen Geometrisie-
rung entzieht sich allein die Blattform, deretwegen der vertikale Stiel aus der Mitte ge
rückt wurde.
Wenige Tage vor der Registrierung der Rosenmarke hatte die Wiener Werkstätte das
„Gold-, Silber- und Juwelenarbeitergewerbe“ (am 17. Juni 1903) angemeldet; der Ge
werbeschein wurde am 7. August 1903 ausgestellt. Dieselben Daten gelten auch für die
„Gürtler- und Bronzewaren-Erzeugung“. Für alle anderen Werkstätten erhielt die Wiener
Werkstätte erst später die Gewerbescheine.
Auf den Grund, warum das WW-Monogramm und die Bezeichnung WIENER WERK
STÄTTE, unter denen das Unternehmen Berühmtheit erlangen sollte, nicht gleichfalls im
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Abb. 103. Die Rosenmarke als Doppelmotiv des Kamins, Detail aus einem zeitgenössischen Foto
(vgl. Abb. 1). - Originalfoto ÖMAK, Archiv WW
Fig. 103: The Rose Mark as a double motif for a fireplace, detail from a Contemporary photograph
(cf. Fig. 1). - Original photograph, ÖMAK, Archiv WW
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