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Full text : Loetz Austria 1900

ZEITGENÖSSISCHE  BERICHTE

Die  folgende  Zusammenstellung  reicht  von  1835  bis  1914  und  enthält  vor  allem  zeitgenössische ­
  Berichte  über  Ausstellungsbeteiligungen  der  Firma  Joh.  Lötz  Witwe,  Klostermühle,  sowie ­
  jene  Berichte  von  den  Wiener  Gewerbsproduktenausstellungen  1835,  1839  und  1845,  die
sich  auf  die  Firmen  von  Eisner  in  Bergreichenstein  sowie  Lötz  Witwe  in  Annathal  beziehen.
1835
Teilnahme  von  Johann  Bapt.  Eisner,  Bergreichenstein,  Böhmen,  an  der  ersten  österreichischen ­
  Gewerbsproduktenausstellung  (Bericht  Wien  1835,  S.  270):
„verschiedene  Glaswaaren  von  weißem  und  gefärbtem  Glas;  als:  einen  Tischaufsatz,  aus  weißem ­
  und  Rubin  =  Krystallglas  zusammengesetzt  und  aus  19  St.  bestehend:  einen  Tischaufsatz ­
  nach  der  Zeichnung  des  Hm.  Rohrweck,  k.  k.  Hof  =  Glashändler  in  Wien,  aus  12.  St.  bestehend; ­
  mehrere  Stücke  mit  erhabenen  Blätterwalzen,  aus  einem  Servis  für  48  Personen,
als:  1  Wasser=  und  1  Weinbouteille,  1  Wasserbecher,  1  Porterkelch,  1  Champagner  Flötei
1  Kelch  für  mindere  Champagner  Sorten,  1  Burgundern  1  Tokayer=  und  1  Liqueurvase;
mehrere  geschälte  Stücke  derselben  Art,  aus  einem  Servis  für  48  Personen;  mehrere  zu
einem  Servis  gehörige  Stücke  obiger  Art,  nebst  2  großen  Desserttellern  sammt  Stürzen,
einem  Teller  und  Kompotschalen  mit  Deckeln;  Blumenvasen  und  Blumenbecher;  Zuckerbüchsen, ­
  darunter  eine  mit  Silberstein;  Kompotschalen;  Dessertschalen  und  Dessertteller
mit  Silbersteinfeldern;  Milchkannen;  Flakons  verschiedener  Art,  einige  mit  Silbersteinfeldern;
einen  kleinen  Krug;  mehrere  Becher  verschiedener  Größe  mit  eingravirten  Portraits  und  erhaben ­
  graviden  Namen;  1  Weihbrunn  und  1  Sprengkessel;  Taschenuhrgläser,  nach  englischer
Art  geschliffen;  eben  solche  mit  ordinärem  Schliffe;  und  18  Buschen  ungeschliffener  Glasperlen ­
  verschiedener  Form  und  aus  verschiedenfarbigem  Glase;  ferner  mehrere  Papiergattungen ­
  (siehe  Rbk.:  Papier  etc.).
Die  Glasmasse  und  der  gut  ausgeführte  Schliff  verdienen  Belobung.  Die  erhaben  geschliffene
Schrift  an  den  angegebenen  Expositionsstücken  war  ausgezeichnet.“
1839
Teilnahme  von  Johann  Bapt.  Eisner,  Bergreichenstein,  Böhmen,  an  der  zweiten  österreichischen ­
  Gewerbsproduktenausstellung  (Bericht  Wien  1839,  S.  45):
„J.  B.  Eisner  et  Sohn,  Glas  =  Fabrikanten  zu  Bergreichenstein,  Böhmen,  Prachiner  Kreis,
übergab  einen  Tafelaufsatz  mit  Füllhörnern  aus  weißem  und  Rosaglase,  dessen  Ausführung
wegen  der  dabei  überwundenen  großen  Schwierigkeiten  eine  ehrenvolle  Erwähnung  verdient.“ ­

1845
Teilnahme  von  Johann  Lotz’s  Witwe,  Annathal.  an  der  dritten  österreichischen  Gewerbeausstellung ­
  (Bericht  Wien  1845,  S.  107):
„Johann  Lotz’s  Witwe,  Inhaberin  einer  Glasfabrik  zu  Annathal,  im  Prachiner  Kreise  ...  hat
nebst  einem  Glas-Service  einen  Tisch  von  grün  plattirtem  durchgeschliffenem  Glase  ausgestellt; ­
  beides  schöne  Arbeit,  in  deren  Anerkennung  dieser  Industriellen  die  ehrenvolle  Erwähnung ­
  zu  Theil  wurde.“
1878
Pariser  Weltausstellung  (Kat.  Paris  1878,  Pilsen  ,  S.  30):
„Joh.  Lötz's  Witwe  in  Klostermühl,  Bezirk  Bergreichenstein.  Geschliffenes  Ueberfangglas“.

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