graphischen Illustrationen von Anton Hanak, Carry Hauser, Clemens Holz
meister, Oskar Laske, Franz Zülow und anderen.
Robert Haas stand inmitten von Wiens künstlerischem Leben und fand
über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus Anerkennung. So bei Stan
ley Morison, Mitglied der Monotype Corporation und typographischer Rat
geber der Cambridge University Press, ein Mann von hohem Ansehen und
großem typographischen Können.
All das war Robert Haas offenbar immer noch nicht genug und so lernte er
1930 bei Trude Fleischmann photographieren. Verschiedenste Serien ent
standen, vor allem aber Aufnahmen der Salzburger Festspiele von ebenso
großem künstlerischen, wie auch dokumentarischen Wert.
Robert Haas war mitten drin im Salzburger Festspielgetriebe, er war
ebenso bei den Proben anwesend wie bei gesellschaftlichen Zusammen
künften. Er ging mit Künstlerfreunden, die er eben bei den Proben kennen
gelernt hatte, durch die Stadt spazieren und schwärmte mit ihnen über
Salzburg. Er hatte ein offenes Auge für jede kleine und große Schönheit
und wußte sie festzuhalten.
Er war ein geschätzter und geistreicher Gesprächspartner, den viele
mochten, suchten und zu dem einige tiefe innere Beziehung faßten, wie
etwa Arturo Toscanini. Der berühmte Schauspieler Richard Eybner meinte
in einem Gespräch „Robert Haas wäre eben jene Persönlichkeit gewesen,
die in den 20er und 30er Jahren mit das kulturelle Geschehen in Wien
bestimmte. Dank seiner Vielseitigkeit war er überall. Er war in der Officina,
er war in den Kreisen der jungen expressionistischen Künstlergeneration,
man fand ihn in den Museen und er war mit ein Teil, und zwar ein sehr
wesentlicher, der Salzburger Festspiele der Dreißigerjahre.“
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