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MAK

Full text : Das Handwerk des Buchbindens in Vergangenheit und Gegenwart

FRANZÖSISCHE  EINBÄNDE  DES  17.  JHDTS.  UND  DES
18.  JHDTS.  GEGLIEDERT  NACH  STILISTISCH
ZUSAMMENGEHÖRENDEN  GRUPPEN

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35  I  SALMI  DI  DAVID...  PARIS,
PIERRE  V  HUILIER,  16^3
9:6cm
Französischer  Maroquinledereinband,  Anfang ­
  17.  Jahrhundert
Bei  dem  Einbandstil  ,,a  la  fanfare“  wird  die
ganze  Deckelfläche  in  symmetrischer  Anordnung ­
  von  spiralförmigen  Ranken  bedeckt, ­
  die  überall  Blumen-  und  Blütenansätze ­
  tragen  und  in  Palmen-,  Lorbeer-  und
Eichenzweigen  enden,  wozu  oft  noch  ein
leicht  geschwungenes  Bandwerk  kommt,
das  der  ganzen  Dekoration  einen  gewissen
Halt  gibt.
Lit.:  Helwig  I  S.  78,  Schmitt  44/45.  -  H.
Egger,  Einbände  der  Renaissance  AMK,
148/149,  Abb.  10.
ÖMAK  19  770  (B  I  55)
36  LES  CEEUVRES  DE  MESSIRE  C.  LE  BRET...PARIS  1689
39,5:26  cm
Französischer  Maroquinledereinband,  um  1600,  wohl  in  zweiter  Verwendung
Der  Einband  ,,a  la  fanfare“  schließt  dicht  an  die  letzte  Gruppe  der  Bände  für  Jean
Grober  und  Th.  Mahieu  (Maioli)  an.  Das  Pflanzenrankensystem  befindet  sich  außerhalb ­
  des  regelmäßig  gebildeten  Feldes,  während  innerhalb  symmetrisch  gebildete
Blüten-  und  Blattstempel  angebracht  sind.
Lit.:  HelwigI,  79

ÖMAKB.1.19  774  (AIII23)
37  BIBLIA,  DAT  IS:  DE  GANTSCHE  H.  SCHRIFTURE...
DORDRECHT  1662
42:26  cm
Niederländischer  Kalbledereinband,  2.  Hälfte  17.  Jahrhundert
Das  Mittelfeld  beider  Einbanddecken  sowie  den  Rücken  bedeckt  ein  Netz  dicht
aneinandergesetzter  Rollen.  Rahmen  aus  zwei  Goldlinien.  Schmale  Bordüre  mit
Elementen  des  Spitzenstiles.  In  die  miniaturhaften,  realistischen  Ranken  sind
naturalistische  Jagdszenen  eingewoben.  Trotz  seiner  Ableitbarkeit  aus  dem
Fanfare-Stil  nimmt  der  Einband  eine  Sonderstellung  ein.  Punzierter  Goldschnitt
ÖMAKB.1.  19  771  (BIII  9)
38  LESPSEAVMESDEDAVID...PARIS,A.CELLIER,  1659
15  :  8,5  cm
Französischer  Kalbledereinband,  Mitte  17.  Jahrhundert
In  den  das  Feld  gliedernden  Linien  und  Bogen  Weiterführung  der  Fanfares-Musterung.
Die  naturalistischen  Blumen-  und  Blattranken  sind  aber  durch  zarte  Einzelstempel,  die
dem  Pointille  zugehören,  ersetzt.

ÖMAKB.1.  20  010  (BI  81)

28
            
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