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Full text: Das Kaiserlich Königliche Österreichische Museum und die Kunstgewerbeschule - Festschrift bei Gelegenheit der Weltausstellung in Wien, Mai 1873

on Seite der Landesvertretung wurden diese 
Schritte der nied.-öst. Handels- und Gewerbe 
kammer und der Museumsdirection aufs 
wärmste unterstützt. Auf Antrag des Abge 
ordneten Freiherrn v. Pratobevera und nach 
eingehender Befürwortung durch die Ver 
treter der Industrie v. Winterstein und v. Diick 
und den Abgeordneten Dr. Hoffen beschloss 
der nieder-österreichische Landtag in seiner Sitzung vom 5. Decem- 
ber 1866: „es sei die hohe Regierung um die eingehende Wür 
digung der — in Folge eines von der nied.-öst. Handels- und 
Gewerbekammer gestellten, die Errichtung einer Kunstgewerbe 
schule, welche mit dem Oesterreichischen Museum in Verbindung 
zu bringen wäre, bezielenden Antrages — von der Direction des 
Oesterreichischen Museums über Aufforderung des k. k. Staats 
ministeriums bereits unterm 3. März d. J. unterbreiteten Vorschläge 
dringend zu ersuchen.“ 
Desgleichen nahm die Handels- und Gewerbekammer in Brünn 
von den Ergebnissen der grossen Ausstellung in Paris Anlass, 
unter dem i3. Juli 1867 eine Eingabe an das Ministerium zu 
richten, dasselbe möge „seinen mächtigen Einfluss zu Gunsten 
dieses vielfach besprochenen, vielfach gewünschten und in seiner 
Nothwendigkeit von keiner Seite bestrittenen Instituts äussern“ und 
sprach dabei die Ueberzeugung aus: „In dem weiten einem hohen 
k. k. Ministerium erschlossenen Wirkungskreise dürfte keine Schöpfung 
sein, deren Inslebentreten mit gleicher Befriedigung erfüllen und 
eine gleich nachhaltige Wirkung zu berufen sein dürfte“. 
Inzwischen — am 18. Februar desselben Jahres — hatte schon 
der Unterrichtsrath genehmigt, dass eine höhere Kunstgewerbe 
schule mit dem Oesterreichischen Museum in Verbindung zu bringen 
sei, und ein Comite, bestehend aus drei Mitgliedern des Unter 
richtsraths (Oberbaurath Eduard Van der Null, Prof. Ed. Engerth,
	        
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