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MAK

Full text : Das Kaiserlich Königliche Österreichische Museum und die Kunstgewerbeschule - Festschrift bei Gelegenheit der Weltausstellung in Wien, Mai 1873

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II.  Das  Gebäude.

m  4.  November  1871  wurde
das  nach  den  Plänen  des  Oberbaurathes
  Heinrich  Ritter  v.  Ferstel ­
  in  den  Jahren  1868  bis  1871
erbaute  Gebäude  des  Oesterreichischen
  Museums  seiner  Bestimmung ­
  übergeben.  Dasselbe
bedeckt  an  der  Kreuzung  des
Stubenrings  und  der  Wollzeile  einen
Flächenraum  von  g3o  Quadrat-Klaftern
  und  bildet  einen  zweigeschossigen  Bau,  welcher  sich  auf
einem  um  6  Schuh  über  dem  Strassen-Niveau  erhöhten  Souterrain
erhebt  und  im  Mittelbau  noch  ein  weiteres  Stockwerk,  an  den  Eickbauten ­
  Halbgeschosse  trägt.  Es  ist  im  Style  der  italienischen  Renaissance ­
  und  in  Ziegelrohbau  ausgeführt,  nur  bei  dem  Sockel  und  dem
Portal  kam  Wöllerstorfer  Sandstein,  bei  den  Fensterumrahmungen
Margarethener  Sandstein  zur  Anwendung.  Dem  Baustyl  entsprechend
und  mit  Berücksichtigung  einerseits  der  Aufgabe  des  Instituts,
andererseits  der  vorgeschriebenen  Oekonomie  beschränkte  man  sich
für  die  Decorirung  des  Aeusseren  auf  Kunsttechniken,  welche,  vor
Jahrhunderten  mit  Vorliebe  angewendet,  in  der  Gegenwart  beinahe ­
  in  Vergessenheit  gerathen  waren:  Sgrafflto-Malereien  (ausgeführt ­
  von  Prof.  Ferd.  Laufberger),  in  welche  sich  Medaillons
und  Tafeln  von  glasirtem  Thon  stylgemäss  einfügen.  Diese  Majoliken ­
  gaben  Gelegenheit,  das  Gedächtniss  von  sechsundfünfzig  um
die  ornamentale  Kunst  besonders  verdienten  Künstlern  theils  durch
Porträtmedaillons,  theils  durch  Inschrifttafeln  zu  ehren.
Es  sind  dies:
            
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