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gut es ging für die Bedürfnisse des Instituts hergerichtet und
in welchem die Anstalt am 3i. Mai 1864 mit einer Ausstellung
eröffnet wurde.
Wenn damals eine solche, wie früher erwähnt, nur durch
das liberale Entgegenkommen der Hof- und Staatsmuseen, der
Stifte und Klöster und der Besitzer von Privatsammlungen möglich
war, so entwickelten sich doch bald die eigenen Sammlungen des
Museums durch Ankäufe im Grossen und Kleinen (beispielsweise
der Drugulin’sehen Orncimentstichsammlung, der Bock sehen Sammlung
von Webereien und Stickereien, einer Vasensammiung bei
Castellani), Geschenke (u. a. des Nachlasses der aufgelösten k. k.
Porcellanmanufactur), Reproductionen aus den eigenen Atelieis des
Museums u. s. w. in einem Maasse, dass man dei Entlehnung
mehr und mehr entrathen konnte, aber auch das Ungenügende
der provisorischen Räumlichkeiten sich immer di ückender fühlbar
machte.
Die bereits bei der Gründung des Museums ins Auge gefasste
Unterbringung desselben in einem geeigneten Gebäude wurde
um so dringlicher durch die Errichtung einer mit dem Museum
verbundenen Kunstgewerbeschule =1 ), für welche wieder nur
ein provisorisches, wenig geeignetes und von dem Museum weit
entlegenes Local in der ehemaligen k. k. Gewehrfabrik zur Verfügung
gestellt werden konnte. Dadurch wurde der Verkehr beider
Institute mit einander ein weitläufiger und zeitraubender, die
Benützung der Sammlungen durch die Schule in dem wünschenswerthen
Grade kaum ausführbar. Gegen die Unterbringung beider
Institute in den zu erbauenden grossen Museen aber sprach neben
anderen inneren und äusseren Gründen schon der Umstand, dass
die Herstellung jener Gebäude einen für die Bedürfnisse des Oesterreichischen
Museums viel zu langen Zeitraum in Anspruch nehmen
musste.
Am 7. Februar 1867 trug desshalb eine Deputation des Curatoriums
Sr. Majestät dem Kaiser die allerunterthänigste Bitte vor,
das provisorische Local womöglich durch ein eigens für die Zwecke
des Museums gebautes ersetzen zu lassen, damit „dieses aufblühende
Institut, welches in kurzer Zeit so schön sich entfaltete,
auch für die fernere Zukunft gesichert und entwickelungsfähig
bleibe“.
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•) Vergl. über diese den zweiten Theil dieser Schrift.