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MAK

Full text : Das Kaiserlich Königliche Österreichische Museum für Kunst und Industrie, 1864 - 1914

bis  an  fein  Ende.  Ein  glücklicher  Zufall  fügte  es  aber  auch,  und  ihn  auszunütjen
gehörte  zu  den  glänzendften  Fähigkeiten  Eitelbergers,  daß  es  fofort  gelang,  aus  dem
Kreife  der  Gelehrten  und  Künftler,  von  Ariftokraten  und  arbeitsfreudigen  Bürgern,
Hilfe  und  Unterftüt^ung  und  jene  ftille  und  laute  Propaganda  zu  gewinnen,  ohne
welche  felbft  die  befte  Sache  im  Lärm  des  Tages  nicht  durchzudringen  vermag.  Hieher
gehören  Seine  Durchlaucht  der  regierende  Fürft  Johann  von  und  zu  Liechtenftein,  dem
das  Öfterreichifche  Mufeum  von  feiner  Begründung  an  bis  auf  den  heutigen  Tag  fo  viele
Beweife  gütigen,  aufmunternden  Wohlwollens  und  fo  viele  Zuwendungen  verdankt,
ferner  Edmund  Graf  Zichy,  der  bis  zu  feinem  1894  erfolgten  Tode  den  Protektor  und
den  Fürften  Liechtenftein  im  Vorfitj  des  Kuratoriums  vertrat,  mit  den  Künftlern  und
Induftriellen  im  lebhafteften  Verkehre  war  und  immer  für  die  Intereffen  des  Inftitutes
wirkte,  auch  der  Anreger  der  von  Baron  Albert  Rothfchild  gefchaffenen  Stiftung  zu
Gunften  der  Abfolventen  der  Kunftgewerbefchule  gewefen  ift,  die  fo  viel  Segen  gelüftet ­
  hat.  Hieher  gehören  Oberfthofmeifter  Konifantin  Prinz  zu  Hohenlohe-Schillingsfürlf,
  von  welchem  die  Idee  herrührte,  die  Mittel  des  von  ihm  gefchaffenen  Hoftiteltaxfonds
  zur  Förderung  des  heimifchen  Kunlthandwerkes  in  Anfpruch  zu  nehmen,  und
Oberifkämmerer  Franz  Graf  Folliot  de  Crenneville  fowie  Oberifkämmerer  Hugo
Graf  zu  Abensperg-Traun,  welcher  nach  Graf  Zichys  Tode  das  Präfidium  des  Kuratoriums ­
  führte,  ferner  Paul  Freiherr  v.  Gautfch,  der  vor  25  Jahren  als  Unterrichtsminilfer,
fodann  als  der  erlte  nach  dem  neuen  Mufeumslfatute  vom  Kaifer  ernannte  Prälident
des  Kuratoriums  in  zweimaliger  Belfellung  zu  diefem  Amte  maßgebenden  Einfluß
auf  die  Gefchicke  von  Mufeum  und  Schule  ausübte,  fodann  Friedrich  Graf  Schönborn ­
  und  der  jünglf  verltorbene  Oberltkämmerer  Leopold  Graf  Gudenus,  von
denen  der  erlfere  zwifchen  dem  ertten  und  zweiten  Präfidium  Gautfch,  der  letztere
nach  des  Freiherrn  v.  Gautfch  Rücktritt  im  Jahre  1911  zum  Präfidenten  ernannt
worden  war.
Diefen  Männern  fchloffen  lieh  jene  Mitglieder  des  Adels,  der  hohen  Bureaukratie,
des  Gelehrtenlfandes,  der  Künlflerfchaft  und  der  Indultrie  an,  welche  im  Laufe  der
Zeit  Mitglieder  des  Kuratoriums  waren:  Vinzenz  Karl  Fürft  v.  Auersperg,  Profelfor
Dr.  Alexander  Bauer,  Olivier  Marquis  Bacquehem,  Hofrat  Univerfitätsprofelfor
Dr.  Otto  Benndorf,  Auguft  Graf  Breuner-Enkevoirth,  Hofrat  Univerfitätsprofelfor
Dr.  Ernft  v.  Brücke,  Minifter  a.  D.  Dr.  Artur  Graf  Bylandt-Rheidt,  Minifter  a.  D.
Kafimir  Ritter  v.  Chledowsky,  Minifter  a.  D.  Johann  Ritter  v.  Chlumecky,  Statthalter
Dr.  Manfred  Graf  Clary  und  Aldringen,  Gemeinderat  Karl  Coftenoble,  Eugen  Karl
Graf  Czernin  von  und  zu  Chudenitj,  Nikolaus  Dumba,  Profeffor  Auguft  Eifenmertger,
  Hofrat  Eduard  v.  Engerth,  Sektionschef  Dr.  Artur  Graf  Enzenberg,
Oberbaurat  Profeffor  Heinrich  Freiherr  v.  Ferftel,  Dr.  Albert  Figdor,  Ferdinand

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