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MAK

Full text : Das Kaiserlich Königliche Österreichische Museum für Kunst und Industrie, 1864 - 1914

durch  Vorträge  und  Ausheilungen,  fo  durch  wiederholte  Vorführung  von  Plänen  und
Entwürfen  für  Gartenhädte.  jede  unterer  modernen  Kunhgewerbeaushellungen  und
der  hete  Verkehr  mit  Kunhhandwerkern  und  der  heranwachfenden  Generation  entwerfender ­
  Kräfte  brachte  uns  dank  der  hochfinnigen,  weitblickenden  Unterhüf^ung
Seiner  k.  u.  k.  Apoholifchen  Majehät  Oberhhofmeiheramtes  fowie  feitens  des  Kuratoriums
in  die  Lage,  aus  den  Mitteln  des  Hoftiteltaxfonds  Aufträge  zu  erteilen,  Reifettipendien
zu  gewähren,  die  Errichtung  von  Werkhätten  und  Ateliers  und  die  Bildung  von
Genolfenlchaften  zu  ermöglichen,  wodurch  nicht  nur  in  Wien,  fondern  auch  in  den
Kronländern  viel  Segen  gehiftet,  die  Hervorbringung  guter  Arbeit  gefördert  und  der
Auswanderung  trefflicher  Kräfte  geheuert  worden  ih.  ln  diefem  Zufammenhang  unterhütjten
  wir  aber  auch  die  verwandten  Behrebungen  der  Kronlandsmufeen  und  von
wirtlchaftlichen  Korporationen  und  Vereinen  und  ließen  uns  vor  allem  auch  die  Unterhütjung
  aller  auf  die  Erhaltung  der  volkskünhlerilchen  Arbeit  gerichteten  Behrebungen
angelegen  fein.  Unter  diefem  Gefichtspunkte  wurden  die  bereits  erwähnten  Ausheilungen ­
  der  heimifchen  Hausinduhrie  veranhaltet  und  Ichon  im  jahre  1896  und
dann  1905  dem  Mufeum  für  öherreichilche  Volkskunh,  delTen  Begründung  und  aufheigende
  Entwicklung  wir  mit  Freude  begrüßen,  die  Veranhaltung  denkwürdiger  Ausheilungen ­
  feiner  durch  die  unermüdliche  Arbeit  des  Direktors  Dr.  M.  Haberlandt
zufammengebrachten  reichen  Schäle  ermöglicht.
Künhler,  künhlerifche  Korporationen  und  Amateure  haben  von  jeher  das  Öfterreichifche
  Mufeum  mit  Recht  als  die  Stätte  betrachtet,  welche  ihren  Behrebungen,
fo  vornehmlich  bei  Austragung  von  Konkurrenzen  und  zum  Zwecke  der  Popularifierung
ihrer  Abfichten,  dienftwillig  Förderung  angedeihen  lalfe.  So  galt  es  durch  viele  jahre
faft  als  Regel,  daß  Denkmalkonkurrenzen  mit  ihren  oft  langwierigen,  manchmal  ftürmifchen,
  nicht  immer  erfolgreichen  juryberatungen  im  Mufeum  am  Stubenring  ausgetragen ­
  wurden,  fo  zulefcjt  die  Bauernfeld-Grabmal-,  die  Mozart-,  die  Gutenbergund
  die  Kaiferin-Elifabeth-Denkmal-Konkurrenz  (1903).  Auch  die  große  Konkurrenz
für  die  Kaifer-Jubiläumskirche  wurde  hier  durchgeführt  (1899).  Mit  warmem  Interehe
pflegten  und  förderten  wir  die  Heubelebung  der  Medaillen-  und  Plakettenkunft  und
boten  1899  willig  die  Hand  zur  Veranhaltung  einer  großen  internationalen  Ausheilung
diefer  Art.  Die  graphifchen  Künfte,  alte  und  neue,  gehörten  immer  zu  jenen  Zweigen
des  künftlerifchen  Schaffens,  denen  das  Öfterreichifche  Mufeum  befondere  Aufmerkfamkeit
  gewidmet  hat;  mit  der  Gefellfchaft  für  vervielfältigende  Kunft  feit  deren  Neuaufbau ­
  vor  mehr  als  40  Jahren  nahe  verbunden,  veranftaltete  es  1894  eine  große  Ausheilung ­
  in  den  Räumen  des  Mufeums,  wiederholt  führten  wir  im  Vereine  mit  der
Firma  Artaria  neue  Kunftblätter  vor,  wir  gewährten  den  Berufsphotographen,  den
hervorragenden  heimifchen  photomechanifchen  Kunftanftalten  und  den  Amateurver-42


            
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