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VORREDE.
bautechniker ein willkommener Beitrag- sein zu seiner eigenen
Sammlung von Erfahrungen und Regeln, denen er _ bei
Konzeption seiner Parzellierungspläne folgt. Deshalb wurde
auch ein möglichst reiches Material von Illustrationen und
hauptsächlich von Stadtplandetails beigegeben und wäre
hiezu noch zu bemerken, daß für dieselben, so weit es nach
dem vorliegenden Kartenmateriale möglich war, ein ge
meinschaftlicher Maßstab angenommen wurde, dessen Ein
heit am Schluß (beim Illustrationsregister) angegeben ist. In
einzelnen Fällen, wo dies nicht möglich war, wurde der
Maßstab nach erfahrungsmäßig ziemlich sicheren Anhalts
punkten (mittlere Kirchenlänge etc.) wenigstens näherungs
weise bestimmt. Die Beispiele sind auf Österreich, Deutsch
land, Italien und Frankreich beschränkt, ^weil der Autor
dem Grundsätze folgte, nur Selbstgesehenes zu besprechen,
von dem die ästhetische Wirkung nach eigener Anschauung
beobachtet wurde. Nur nach diesem Grundsätze schien es
möglich, allen technischen und künstlerischen Kollegen ein
beachtenswertes nützliches Material zu liefern, dessen
vollständige Erschöpfung ja ohnehin nur von einer Ge
schichte des Städtebaues, nicht aber von einer Theorie des
selben verlangt werden könnte.^
Wien, 7. Mai 1889. C. Sitte.
ZUR ZWEITEN AUFLAGE.
enige Wochen nach dem Erscheinen fehlt das Werk
W beim Verleger schon gänzlich. Es ist dies ein erfreu
licher Beweis, daß dem behandelten Gegenstände ein reges
Interesse entgegengebracht wird. Nachdem bis heute aber
fachliche Urteile noch nicht vorliegen und eine Vermehrung
des dargebotenen Materiales mir auch sonst nicht nötig er
scheint, so erfolgt diese zweite Auflage in gänzlich unver
änderter Form.
Wien, Ende Juni 1889.
Der Verfasser.