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Full text: Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

MODERNE SYSTEME. 
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Wird jede dieser zwölf Begegnungen in Fig. 82 nach 
gesehen, so sieht man leicht, daß die mit * bezeichneten 
Begegnungen solche sind, bei welchen sich die beiden 
Fahrbahnen durchschneiden, was also drei für den Verkehr 
bereits ungünstige Fälle ergibt, bei welchen unter Um 
ständen eine Verkehrsstockung entsteht, indem der eine 
Wagen erst vorüber muß, bis der andere weiter kann. 
Drei solche mißliche Fälle, das mag noch angehen, weil 
bei nicht allzu regem Verkehr eine Stockung doch nur 
seltener verkommen wird. Dieses Einmünden von nur einer 
Straße in eine andere (meist breitere wichtigere) ist der 
gewöhnlichste Fall in den alten 
der denkbar vorteilhafteste für den 
Verkehr. Weit schlimmer stellt sich 
das Verhältnis bei sich kreuzenden 
Straßen. Die verschiedenen Begeg 
nungen ohne Wiederholung hier 
ebenso aufgestellt und durchge 
sehen, ergibt schon 54 Begegnungen, 
worunter 16 Fälle von Fahrbahn 
kreuzungen verkommen. Also mehr 
als die fünffache Zahl von Kreuzun 
gen oder möglichen Verkehrs 
störungen. Die Bahn eines einzigen Wagens, der (s. Fig. 83) 
von A nach B fährt, wird von vier anderen Fahrbahnen 
durchschnitten und der von C nach D gehende Wagen stößt 
mit ihm in der Mitte senkrecht zusammen. Daher kommt es, 
daß an frequentierten solchen Kreuzungsstellen sogar das 
Schrittfahren angeordnet werden muß und jeder, der viel 
zu Wagen verkehrt ist, weiß, daß man in modernen Stadt 
teilen aus dem Schrittfahren oft gar nicht recht heraus 
kommt, während man in den engen vom Verkehr über 
füllten Gassen der Altstadt ganz schön im Trab weiter 
kommt. Ganz natürlich, denn hier gibt es selten eine 
Straßenkreuzung und sogar einfache Straßenmündungen 
verhältnismäßig wenige. Noch mißlicher ist die Sache für 
Städten und zugleich 
Eig. 83.
	        
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