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Full text: Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

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VERBESSERTES MODERNES SYSTEM. 
Künstler im einzelnen Falle sich ihres Werkes nach Kräften 
annehmen, um wenigstens grobe Verstöße zu verhindern. 
Ausnahmslos krankt aber diese Kunst an der Verzettelung 
der Denkmäler auf allen Plätzen und Winkeln der Stadt. 
Hieher wird ein Brunnen gestellt, dorthin ein Standbild, 
und nur in den seltensten Fällen gelingt es, einige wenige 
( Monumentalbauten und Denkmäler zu einem Gesamtbild zu 
verbinden. Jede kleinste Stadtgemeinde könnte sich eines 
i prächtigen originellen Platzes erfreuen, wenn alle belang 
reichen Bauten und alle Monumente wie zu einer Aus 
stellung vereinigt und wohlgeordnet aneinandergefügt wären. 
Dies zu ermöglichen, ja verständnisvoll vorzubereiten, müßte 
die Aufgabe von Verbauungsplänen sein. Gegen keine der 
bisher vorgeführten künstlerischen Forderungen verhält sich 
aber das moderne Blocksystem so schroff ablehnend wie 
gegen diese. Sind diese unglückseligen Parzellierungsblöcke 
am Verbauungsplan einmal vorgezeichnet, wie die Kastrie 
rung eines Bauparzellenverkaufsprotokolles, dann ist alle 
Mühe eine vergebliche, auf einem so angelegten Stadtteil 
kann nie und nimmer Bedeutendes erstehen. Dies ist der 
Grund, warum neuere Anlagen überall dort etwa noch leid 
lich glückten, wo in den Rahmen einer alten Stadtanlage 
durch Abtragung, etwa von alten Festungswerken etc., 
hineinadaptiert werden mußte, während vollständige Neu 
bildungen besonders auf ebenem Baugrund ohne starken 
natürlichen Hindernissen fast durchwegs mit einem Miß- 
erfolge endeten. Es entsteht somit die Frage, wie auch bei 
solchen gänzlich unbehinderten Parzellierungen es ermög 
licht werden könnte, die Interessen der Kunst von vorn 
herein noch zu wahren. 
Daß in dieser Richtung etwas vorgesehen werden 
müßte, wird bereits allgemein zugestanden infolge der hand 
greiflichen Mißerfolge zahlreicher Stadterweiterungen der 
letzten Dezennien. Man erkannte das schablonenmäßige 
Vorrastrieren von Bauparzellen als ästhetisch unzulässig und 
wollte sich dem Stadtbau der Alten durch die Gewährung
	        
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